Im Vordergrund der Handlung steht der Protagonist Richard Zurek mit seiner Familie, bestehend aus seiner Frau Friederike Zurek und seinen drei Kindern Oliver, Christin und Heine. Tochter Christin lebt zusammen mit ihrem Ehemann Matthias und dem gemeinsamen Sohn Konstantin in Hamburg.
Familiäre Diskrepanzen
Auslöser für Diskussionen innerhalb der Familie sind die ständigen Unstimmigkeiten zwischen Vater und Tochter. Zentral sind die unterschiedlichen Auffassungen über den Staat, die Rolle und Rechte des Menschen innerhalb der Demokratie und die Anwendung von Gewalt.
Christin redet oft schlecht über ihren verstorbenen Bruder und hat zu ihm ein sehr gestörtes Verhältnis. In den Gesprächen mit ihren Eltern unterscheidet sie zwischen ihrem Bruder als Terroristen, den sie vehement ablehnt, und ihrem eigentlichen Bruder, den sie vermisst und mit dem sie zahlreiche gute Tage und positive Erinnerungen innerhalb der Familie verbindet.
Trotz des gleichen Schicksals aller Familienmitglieder geht jede Figur mit der Situation und ihrem toten Sohn bzw. Bruder unterschiedlich um.
Sozialisation des Ehepaars
Auffällig ist, dass Friederike keine außerfamiliären Kontakte hat. Ihr Mann pflegt jedoch Beziehungen zu Anwalt Feuchtenberger, Pfarrer Alarich, Freund Lutz Immenfeld, Direktor Kobelius und Susanne Parlitzke.
Unterstützung und Neuanfang
Das verlorene Eheleben von Richard und Friederike kann am Ende der Geschichte wiederhergestellt werden. Nicht zuletzt durch das Gespräch über die gemeinsamen Erinnerungen vom Anfang ihrer Beziehung, die das Feuer ihrer Ehe neu entfachen. Auch hier stellt die Kommunikation den Schlüssel für die Personenbeziehungen im Roman dar. Mithilfe von Gesprächen über Ängste, Sorgen, Meinungsverschiedenheiten, aber auch Schmeicheleien werden den Figuren ihre Art von Beziehung zueinander bewusst. Immer wieder zweifelt Richard an seinen beruflichen Qualitäten. Der ständig aufkommende Gedanke, seinen Schülern jahrelang unsinnige Dinge beigebracht zu haben, belastet ihn enorm. Das merkt auch seine Frau, die ihm immer wieder gut zuspricht und ihn darin bestärkt, ein guter Lehrer gewesen zu sein.