Zweiter Teil
23. Kapitel
- Grenouille floh aus Paris; fühlte sich fernab all der Gerüche erleichtert
- Er konnte zum 1. Mal in seinem Leben fast frei atmen
- Grenouille ging beschwingt; beinahe wie ein normaler Mensch
- Er war froh, die Menschenmassen los zu sein
- Unterwegs mied er Städte und Dörfer; er wanderte nur noch nachts
- Mit der Zeit wurder Grenouille immer empfindlicher, was Menschengeruch anging
24. Kapitel
- August 1756: Grenouille erreichte den Vulkan Plomb du Cantal
- Er spürt dort eine geruchliche Ruhe, die er erst nicht glauben konnte
- Dann feierte er diese Geruchlosigkeit wie ein Wahnsinniger
25. Kapitel
- Grenouille begann sich in einer Berghöhle einzurichten; dort war kein Mensch zuvor
- Er aß Tiere und Gras; trank aus einem kleinen Rinnsal
- Grenouille fühlte sich wohl in der Höhle; dabei lag er unter der Erde eingepfercht „wie in seinem Grab“ (S. 156)
- Er badete dort in seiner eigenen Existenz; war durch nichts abgelenkt
26. Kapitel
- In seinem Kopf beschwor Grenouille absichtlich Gerüche aus seiner Vergangenheit hervor, die ihn mit Hass erfüllten
- In seiner inneren Welt reinigte er diese mit destilliertem Wasser
- Diese Extinktion der widerwärtigen Gerüche war der Höhepunkt seines inneren Welttheaters; es befriedigte ihn
- Grenouille schwelgte dann in guten Düften und schuff wie Gott eine Geruchswelt
27. Kapitel
- Grenouilles Herz war ein Schloss voller Gerüche; dort war er der liebe Jean-Baptiste
- In dieser inneren Welt war er süchtig nach Gerüchen
- Er trank im Traum den Duft des Mädchens aus Paris
- Später wachte er wie nach einer durchzechten Nacht auf in seiner Höhle
- Draußen reagierte er immer empflindlicher auf seine Umwelt
28. Kapitel
- Sieben Jahre lang lebte Grenouille so
- Mehrmals wäre er fast gestorben
- Nur eine Katastrophe beendete dieses Dasein
29. Kapitel
- Ende Februar erlebte er eine innere Katastrophe: Im Traum schien sein eigener Geruch ihn wie Nebel zu ersticken, doch er konnte ihn nicht riechen
- Die Erkenntnis, dass er sich selbst nicht riechen kann, ließ ihn zu Tode geängstigt schreien
- Er versuchte sich die Situation schönzureden; seine Nase sei nur abgestumpft gegen den eigenen Geruch
- Er versuchte sich auszulüften, um danach seinen Geruch an den alten Kleidern zu riechen; vergebens
- Er bekam Angst, sich selbst nicht zu kennen und floh in sündliche Richtung
30. Kapitel
- Grenouille sah verlottert aus: Haare bis zum Knie, Bart bis zum Nabel, Nägel wie Vogelkrallen, die Haut hing in Fetzen davon
- Als er Pierrefort erreichte, hatten die Menschen Angst vor ihm
- Er erfand eine Geschichte von einem Raubüberfall und einer Gefangenschaft
- Der Marquis nutzte ihn daraufhin als Untersuchungsobjekt für seine „fluidale Theorie“ über die schlechten Auswirkungen von Erdnähe auf den Körper (S. 178ff.)
- Marquis de la Taillade-Espinasse brachte ihn für eine „Vitalluftventilationstherapie“ nach Montpellier
- Der Forscher hielt über Grenouille einen Vortrag; die Besucher waren beeindruckt
- Nach fünf Tagen verwandelte der Marquis Grenouille mit Bädern und schicker Kleidung vom Tier in einen Menschen
- Zum ersten Mal wurde Grenouille mit „Monsieur“ angesprochen
- Grenouille war verblüfft, wie normal er aussehen konnte; er erkannte seine Wirkung
31. Kapitel
- Grenouille spielte dem Marquis einen Schwächeanfall wegen dessen letalfluidalem Veilchenparfum vor
- Erwirkte so die Möglichkeit, bei Parfumeur Runel in die Werkstatt zu dürfen
- Dort schuff er sich einen künstlichen Menschenduft
32. Kapitel
- Grenouille stellte fest, dass die Menschen sich täuschen ließen
- Er wurde dank des Dufts zum ersten Mal wie ein Mensch wahrgenommen
- Schwarzer Jubel und kalte Zufriedenheit breiteten sich in ihm aus
- Er fasste den Plan, die Menschen mit einem Engelsduft zu beherrschen
33. Kapitel
- Der Marquis war überzeugt, dass Grenouille frischer denn je aussah
- Beim 2. Vortrag in der Universität ergriff Grenouilles Duft die Menschen
- Alle waren begeistert von seiner Veränderung
- Nur er wusste, dass das an seinem Parfum lag, nicht an der Theorie
- Er sah den Beifall als seinen Beifall
34. Kapitel
- Grenouille blieb noch einige Wochen; übte sich in gesellschaftlichen Anlässen
- Mit seinem Duft konnte er erzählen, was er wollte; die Menschen mochten ihn
- Er war sogar äußerlich wie gewachsen
- Anfang März schlich Grenouille sich davon
- Dezember 1764: Der Marquis starb bei einer Reise auf den Pic du Canigou