Erste Station
(S. 7-23) Der Bericht des Ingenieurs Walter Faber startet mit dessen Dienstreise von New York nach Mexiko. Auf dem Flug sitzt er neben einem jungen Deutschen, der ihm anfangs auf die Nerven geht. Bei der Zwischenlandung in Houston hat er starke Magenschmerzen, wie schon häufig zuvor, und wird auf der Toilette ohnmächtig. Er versucht, den Anschlussflug zu verpassen, jedoch verrechnet er sich und sitzt doch in der Maschine Richtung Mexiko Stadt. Allerdings gibt es auf dem Flug Turbulenzen - die Triebwerke fallen aus - und so muss die „Super Constellation“ notlanden.
(S. 24-35) Gestrandet in der Wüste Tamaulipas findet Faber heraus, dass der junge Deutsche namens Herbert der Bruder seines Jugendfreunds Joachim Hencke ist. Mit ihm vertreibt er sich einen Großteil der Zeit mit Schachspiel. Im Gespräch erfährt er, dass Joachim Hanna geheiratet hat, Fabers Jugendliebe, und wieder geschieden ist. Mehr und mehr denkt er nun an die Vergangenheit und warum er und Hanna damals nicht heirateten. Als ein Helikopter erscheint, um ihnen die Möglichkeit zu geben, Briefe zu senden, schreibt Faber an seine Geliebte Ivy und beendet ihre Beziehung. Die nächtliche Wüste filmt er, ohne nach eigenem Bekunden von ihr bewegt zu sein.
(S. 35-48) Spontan entschließt Faber, seine Dienstreise zu ändern und mit Herbert nach Guatemala zu fahren, um dort Joachim zu treffen. Dieser beaufsichtigt dort eine Tabakplantage im Auftrag der Firma Hencke-Bosch, für die auch Herbert Hencke arbeitet. Über Campeche reisen sie nach Palenque, von wo aus es zunächst nicht weitergeht. Das Klima ist tropisch heiß, worunter Faber sehr leidet. Mit Marcels Hilfe, einem Maya-Forscher und Zivilisationskritiker, organisieren sie einen Jeep.
(S. 49-52) In einer reflektierenden Passage versucht Faber rückblickend zu beurteilen, weshalb Hanna und er damals in Zürich nicht vor den Traualtar traten. Es war die Zeit des Dritten Reiches, als die Nürnberger Gesetze verkündet wurden (1935), und Hanna war aus München in die Schweiz geflohen. Sie wurde von ihm schwanger und brach die Schwangerschaft scheinbar ab.
(S. 52-60) Faber, Herbert und Marcel fahren querfeldein zur Plantage. Nach langer Suche finden sie eine Fährte und gelangen nach Guatemala. Dort angekommen, finden sie Joachim erhängt in seiner Baracke. Er hat sich also das Leben genommen - Faber vermutet, dass er einfach das Klima nicht ausgehalten hat - und ist nicht Opfer einer Revolte der Indios geworden, wie von Herbert zunächst befürchtet. Gemeinsam bestatten sie Joachim, danach setzt Faber seine Dienstreise fort. Herbert hingegen bleibt auf der Plantage.
(S. 60f.) Erneut reflektiert Faber seine Vergangenheit mit Hanna.
(S. 62-73) In Venezuela, seinem eigentlichen Bestimmungsort, kann Faber seine Arbeit noch nicht aufnehmen, weshalb er nach New York zurückfliegt. Er trifft dort überraschenderweise auf Ivy, die er selbst mit Gemeinheiten nicht loswird. Da er bald in Paris sein muss, beschließt er kurzerhand, mit dem Schiff nach Europa zu reisen und so Ivy zu meiden.
(S. 73-75) Im Rückblick meint Faber, sie hätten Joachim verbrennen statt begraben sollen. Sein klinisches Verhältnis zum Tod wird ebenso deutlich wie sein Ekel vor der Dschungelnatur.
(S. 75-107) Auf der Schiffsreise von New York nach Europa lernt Faber Elisabeth kennnen, eine junge Frau in Cowboyhose und mit rötlichem Rossschwanz, die ihn offensichtlich fasziniert. Er beobachtet sie und versucht ständig, in ihrer Nähe zu sein. Auf ihren Freund ist er ebenso eifersüchtig wie auf andere Männer, die mit ihr reden und sie dabei berühren. An seinem Geburtstag, den er an Bord verbringt, macht er ihr einen Heiratsantrag. Er küsst sie, erschrickt jedoch dabei.
In einer kurzen reflektierenden Passage deutet Faber auf das spätere Geschehen voraus. Wir erfahren, dass die junge Frau seine Tochter ist, was er zu diesem Zeitpunkt nicht wusste. In vielen Dingen - z. B. ihrer Mimik - erinnert Elisabeth ihn jedoch an Hanna. Elisabeths Freund geht bereits in England von Bord, während Faber und sie weiter nach Le Havre und dann Paris reisen, wo sich ihre Wege zunächst trennen. (S. 108-113) Nachdem er täglich in den Louvre gegangen ist, um die künstlerisch interessierte Elisabeth zu treffen, kommt es tatsächlich zu einem Wiedersehen. Seinen beruflichen Verpflichtungen kommt Faber unzuverlässig nach. Er folgt dem Rat seines Vorgesetzten und nimmt sich Urlaub. (S. 113-116) In der reflektierenden Passage räsoniert Faber über Abtreibung. Für ihn ist dies keine moralische, sondern eine technische Frage, also eine Frage der Machbarkeit. (S. 116-135) Elisabeth und Walter reisen gemeinsam per Auto durch Italien. Faber genießt es, die junge Frau zu beobachten, er geht mit ihr sogar in Museen, was ihn sonst langweilt. An ihrer Seite hat er sogar ein erstes Kunsterlebnis, er beginnt sich zu öffnen. Als er erfährt, dass sie Hannas Tochter ist, denkt er laut eigener Aussage nicht daran, dass sie sein Kind sein könnte.
In einem Nachtrag berichtet er, dass er in Avignon mit Sabeth geschlafen habe. Die Initiative sei von ihr ausgegangen. Rhetorisch fragt er nach seiner Schuld. Er habe nicht gewusst, dass sie seine Tochter sei und sei trotz Heiratsantrags nicht verliebt gewesen. (S. 135-138) Es kommt zum Wiedersehen mit Hanna in einem Athener Krankenhaus. Hanna will von Walter wissen, was er mit dem Kind gehabt habe. (S. 138-141) In einer ersten Rückblende wird klar, weshalb Faber im Krankenhaus aufwacht. Er findet die gestürzte Sabeth bewusstlos und sieht eine Bisswunde oberhalb der Brust. Er trägt sie in der Mittagshitze kilometerweit, bis er völlig erschöpft von einem Eselskarren, dann von einem Lastwagen mitgenommen wird. In einer wahren Odyssee schafft er sie so von der griechischen Provinz in ein Athener Krankenhaus. (S. 141-162) Vom KH kommt Faber mit zu Hanna. Dort beruhigt er sich damit, dass Schlangenbisse nur selten tödlich sind. Für die emanzipierte Hanna empfindet er Bewunderung, sie selbst hält ihr Leben aber für verpfuscht. Er erfährt, dass sie ein zweites Mal geheiratet hat und erneut geschieden ist. Im Gespräch versucht er meist die Aufmerksamkeit auf Nebensächlichkeiten zu lenken, weicht dabei Hannas Fragen nach Joachim aus. Letztlich beschäftigt beide jeweils aber nur eine Frage:
In einer kurzen reflektierenden Passage deutet Faber auf das spätere Geschehen voraus. Wir erfahren, dass die junge Frau seine Tochter ist, was er zu diesem Zeitpunkt nicht wusste. In vielen Dingen - z. B. ihrer Mimik - erinnert Elisabeth ihn jedoch an Hanna. Elisabeths Freund geht bereits in England von Bord, während Faber und sie weiter nach Le Havre und dann Paris reisen, wo sich ihre Wege zunächst trennen. (S. 108-113) Nachdem er täglich in den Louvre gegangen ist, um die künstlerisch interessierte Elisabeth zu treffen, kommt es tatsächlich zu einem Wiedersehen. Seinen beruflichen Verpflichtungen kommt Faber unzuverlässig nach. Er folgt dem Rat seines Vorgesetzten und nimmt sich Urlaub. (S. 113-116) In der reflektierenden Passage räsoniert Faber über Abtreibung. Für ihn ist dies keine moralische, sondern eine technische Frage, also eine Frage der Machbarkeit. (S. 116-135) Elisabeth und Walter reisen gemeinsam per Auto durch Italien. Faber genießt es, die junge Frau zu beobachten, er geht mit ihr sogar in Museen, was ihn sonst langweilt. An ihrer Seite hat er sogar ein erstes Kunsterlebnis, er beginnt sich zu öffnen. Als er erfährt, dass sie Hannas Tochter ist, denkt er laut eigener Aussage nicht daran, dass sie sein Kind sein könnte.
In einem Nachtrag berichtet er, dass er in Avignon mit Sabeth geschlafen habe. Die Initiative sei von ihr ausgegangen. Rhetorisch fragt er nach seiner Schuld. Er habe nicht gewusst, dass sie seine Tochter sei und sei trotz Heiratsantrags nicht verliebt gewesen. (S. 135-138) Es kommt zum Wiedersehen mit Hanna in einem Athener Krankenhaus. Hanna will von Walter wissen, was er mit dem Kind gehabt habe. (S. 138-141) In einer ersten Rückblende wird klar, weshalb Faber im Krankenhaus aufwacht. Er findet die gestürzte Sabeth bewusstlos und sieht eine Bisswunde oberhalb der Brust. Er trägt sie in der Mittagshitze kilometerweit, bis er völlig erschöpft von einem Eselskarren, dann von einem Lastwagen mitgenommen wird. In einer wahren Odyssee schafft er sie so von der griechischen Provinz in ein Athener Krankenhaus. (S. 141-162) Vom KH kommt Faber mit zu Hanna. Dort beruhigt er sich damit, dass Schlangenbisse nur selten tödlich sind. Für die emanzipierte Hanna empfindet er Bewunderung, sie selbst hält ihr Leben aber für verpfuscht. Er erfährt, dass sie ein zweites Mal geheiratet hat und erneut geschieden ist. Im Gespräch versucht er meist die Aufmerksamkeit auf Nebensächlichkeiten zu lenken, weicht dabei Hannas Fragen nach Joachim aus. Letztlich beschäftigt beide jeweils aber nur eine Frage:
- Walter will wissen, ob Joachim oder er Elisabeths Vater ist.
- Hanna will wissen, was Walter mit Elisabeth gehabt hat.