Lerninhalte in Deutsch
Abi-Aufgaben LF
Lektürehilfen
Lektüren
Basiswissen
Inhaltsverzeichnis

Gabriele

Infos zur Person

  • Die geborene Gabriele Dubois bewohnt zusammen mit ihrem Bruder Renald „ein kleines Jägerhaus“ (S. 6, Z. 7 f.) im Wald nahe des Schlosses Dürande
  • Ihre Eltern leben laut Erzähler bereits seit mehreren Jahren nicht mehr, sodass ihr Bruder Renald die Verantwortung für seine jüngere Schwester übernommen hat
  • Die Jägertochter führt eine geheime Liebesbeziehung zum jungen Grafen Dürande, Hippolyt
  • Die junge Frau wird als Dame von „schlanker Gestalt, [...][sowie] einem leichten Gang“ (S. 7, Z. 19 f.) beschrieben
  • Gabriele scheint äußerst attraktiv zu sein und langes, lockiges Haar (vgl. S. 12) umrahmt ihr schönes Gesicht

Charakter

  • Unschuldig: Die Unerfahrenheit der jungen Frau kann zunächst auf ihr zartes Alter zurückgeführt werden. Doch der Glaube an die Bedeutung femininer Keuschheit gründet vielmehr auf dem zu Zeiten der Aufklärung herrschenden und von der Kirche vertretenen Glauben an die Reinheit einer Frau. Gabrieles Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht reichen kaum über den Umgang mit ihrem Bruder Renald hinaus. Weiterhin handelt es sich bei der weiblichen Protagonistin um eine Jungfrau
  • Gewissenhaft: Der Umstand, dass ihr Glück ihrem Bruder Renald Sorge und Gram beschert, treibt die junge Frau derart um, dass sie seinem Wunsch, für eine Zeit ins Kloster zu gehen, widerstandslos Folge leistet. Dem Umstand zuschulden, dass ihre Eltern bereits früh verstarben und sie außer Renald keine Familie besitzt, lässt sie alles tun, um die liebevolle Verbindung zu ihrem Bruder aufrecht zu erhalten
  • Unerschrocken: Obwohl Gabriele sich zunächst dem Willen Renalds fügt, brennt in ihr eine unaufhaltsame Neugierde im Hinblick darauf, wo sich ihr Geliebter befindet. Da mit der Zeit die Besuche ihres Bruders immer sporadischer werden und schließlich ganz ausbleiben und sie außerdem ihren Liebsten vor den Toren des Klosters auszumachen scheint, fasst sie sich ein Herz und läuft weg. Die Mauern des Schlosses gaben ihr bis dahin Sicherheit und dennoch entschließt sie sich dazu, den sicheren Hafen für die Liebe zu verlassen. Dass sie sich dafür als Gärtnerjunge verkleidet, um unerkannt zu bleiben und in Hippolyts Dienste eingestellt zu werden, zeigt abermals ihren Mut
  • Treu: Bereits zu Beginn der Erzählung erfahren wir, dass Gabriele und Hippolyt ein Liebespaar sind. Während des gesamten Zeitraums über das wochenlange Exil im Kloster bis hin zu Hippolyts Weggang nach Paris stellt die junge Frau kein einziges Mal ihre Liebe zu ihm infrage. Stattdessen folgt sie ihm und begibt sich damit als junge Frau in eine äußerst verletzliche Lage. Hippolyt traut seinen Augen kaum, als er kurz vorm Ende der Novelle erfährt, dass die junge Jägertochter sich verkleidet hat, um ihm das Leben zu retten. Die Liebe Gabrieles kennt keine Grenzen und in ihrer Treue zum jungen Grafen riskiert und lässt sie schließlich auch ihr Leben
  • Engelsgleich: Der Name Gabriele ist auf den Erzengel Gabriel, den Engel der Verkündigung zurückzuführen. Eichendorff verleiht der Protagonistin einen engelsgleichen Charakter, indem er sie bewusst neben ihrer Namensgebung mit den tugendhaften Eigenschaften einer Christin ausstattet (unschuldig, rein, ehrlich, gewissenhaft, treu, mutig). Ihre Auftritte als Sängerin unterstützen noch das Bild einer verkündenden Engelfigur. Zudem ist Gabriele auch sehr gläubig, was sich nicht zuletzt daran zeigt, dass ihr Jägerhäuschen mit „Heiligenbildern an der Wand“ (S. 12, Z. 12) geschmückt ist

Weiter lernen mit SchulLV-PLUS!

monatlich kündbarSchulLV-PLUS-Vorteile im ÜberblickDu hast bereits einen Account?