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Basiswissen
Inhaltsverzeichnis

Sechstes Kapitel

Das sechste Kapitel handelt davon, wie sich der Erzähler in Marie verliebt. Er versucht alles, ihren Freund den Arzt ohne sie abfahren zu lassen. Die Wahrheit hat er ihr trotz schlechten Gewissens nicht gebeichtet.

Erster Abschnitt

Infos

  • Seite: 152 - 156
  • Zeit: Winter 1940
  • Ort: Marseille

Inhalt

  • Der Erzähler stellte fest, dass alle nur den einen Wunsch hatten: abfahren und fortkommen von Marseille
  • Er selbst musste dafür ins mexikanische Konsulat, fürchtete aber nach Marias Erzählungen, dass ihn jemand erkennen könnte
  • Unter den Wartenden entdeckte er Heinz, entschuldigte sich bei ihm für sein Nichterscheinen bei ihrer Verabredung und bot ihm seinen Rat an, als er hörte, dass Heinz einen Portugal-Transit, aber noch keine Passage hatte
  • Beim Kanzler bat er darum, seine angebliche Frau in den Visaantrag mit aufzunehmen; der Kanzler erklärte ihm, dass das nicht so einfach sei und seine Zeit dauern würde
  • Der Erzähler war froh über den zeitlichen Aufschub, da er Marie dann langsam die Situation erklären könnte
  • Er sinnierte darüber, dass er bereits in Konsulatsfristen dachte, statt in normaler Zeitrechnung; außerdem fing er beinahe an, sich in den Tricks und Lügen zu verlieren, die er anwenden musste, um zu überleben
  • Als er sich wenige Straßen weiter mit Heinz traf, fürchtete er bei dessen aufmerksamen Blick, dass dieser seinen Betrug aufdecken könnte
  • Weil sich der Erzähler durch Heinz‘ Aufmerksamkeit gut fühlte, wollte er ihm unbedingt mit seiner Flucht helfen und bot ihm die Passage nach Oran an; nach dem Treffen fragte er sich, warum er das getan hat, obwohl sein eigentlicher Plan doch war, den Arzt mit ebendieser Passage loszuwerden

Zweiter Abschnitt

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  • Seite: 156 - 159
  • Zeit: Winter 1940
  • Ort: Marseille

Inhalt

  • Abends ging er ins Café am Hafen, um Bombello wegen der Passage zu treffen
  • Er nahm ihn und den Portugiesen mit zur Herberge von Heinz, um ihnen den Ersatz-Passagier vorzustellen
  • Der Erzähler stellte erstaunt und fast eifersüchtig fest, dass auch die beiden sich wohlfühlten, weil Heinz sie mit Ernst behandelte
  • Nachdem die beiden weg waren, blieb der Erzähler zum Abendessen bei Heinz und fragte sich erneut, warum er ihm geholfen hatte, obwohl er Heinz offenbar egal war
  • Er trank zu viel und erklärte Heinz, dass er ihn darum beneidete, dass er ein Ziel habe und etwa Festes in sich hatte, während er selbst innerlich leer war und ihm alles egal sei
  • Heinz gab daraufhin zu, dass auch er sich leer fühlte, nachdem er sein Bein verloren hatte. Ihm sei klar geworden, dass er nur noch einige Jahre zu leben hat und nicht mehr mitbekommen würde, wie sich die Heimat wieder zum Guten verwandelt

Dritter Abschnitt

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  • Seite: 159 - 164
  • Zeit: Winter 1940
  • Ort: Marseille

Inhalt

  • Der Arzt reagierte ruhig, als der Erzähler ihm sagte, dass er die Oran-Passage nicht antreten könne
  • Der Arzt hatte sich zur Sicherheit ein Schiff nach Martinique vorbuchen lassen, was den Erzähler verärgerte
  • Für Marie bat der Arzt ihn aber weiter um Hilfe, da er selbst nicht länger warten könne und ihretwegen bereits viele Schiffe verpasst hatte
  • Er versuchte dem Erzähler klarzumachen, dass Marie so lange zweifeln würde, ob sie fahren oder bleiben soll, bis sie ihren vielleicht toten Mann wiedergesehen hätte, obwohl sie einst mit ihm durch den Krieg geflohen ist, um mit einem Schiff abzufahren
  • Beim Wort „tot“ geriet der Erzähler außer sich und pochte vor dem Arzt darauf, dass im Krieg alles möglich sei und Maries Mann vielleicht längst in der Stadt sein könnte
  • Der Arzt stellte noch einmal klar, dass Marie sich für ihn entschieden hatte, als der Arzt noch gelebt hat
  • Der Erzähler fühlte daraufhin großen Schmerz, als sei er selbst der verlassene Autor; er fragte sich aber sofort, warum er so mit ihm mitfühlte
  • Der Arzt änderte seinen Ton und versuchte dem Erzähler aufmunternd klarzumachen, dass es eine höhere Macht gibt im Leben und das Leben einmalig ist
  • Der Erzähler fragte ihn, wieso er dann Furcht hat, nicht rechtzeitig aus Marseille wegzukommen; der Arzt erklärte daraufhin, dass er nicht durch deutsche Soldaten sinnlos sterben wolle
  • Er machte dem Erzähler außerdem klar, dass dessen Wunsch nach Unsterblichkeit nicht funktionieren würde und dass auch sein Plan, durch sein Einmischen in andere Leben, zwei Leben parallel zu führen, nicht klappen könne
  • Bei diesen Worten fühlte sich der Erzähler ertappt, doch bevor er sich rechtfertigen konnte, stand der Arzt von Claudines Küchentisch auf und ging
  • Nach einigen Minuten seines Schweigens fragte Claudine besorgt nach, was ihn eigentlich seit Tagen so bedrücke und warum er dem fremden Arzt unbedingt helfen wolle
  • Er wehrte ab, dass sie doch auch fremd sei hier, woraufhin sie ihm erklärte, dass sie vor Langem gekommen sei, um mit ihrem Kind zu bleiben
  • Der Erzähler fragte sich, warum er am Ende immer allein zurückblieb, während Georg und Claudine sich gefunden hatten

Vierter Abschnitt

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  • Seite: 164 - 165
  • Zeit: Winter 1940
  • Ort: Marseille

Inhalt

  • Der Erzähler setzte sich wieder in ein Café und beobachtete die Aufregung um sich herum, die herrschte, weil ein Hakenkreuz-Auto durch die Straßen gefahren war
  • Plötzlich sah er Marie suchend ins Café kommen und wollte ihr schon erklären, dass sie ihren Mann nicht wiederfinden wird; sie aber hatte offenbar ihn gesucht und kam freudig auf ihn zu
  • Der Erzähler vergaß sein Vorhaben und fühlte sich friedlich bei ihrem Anblick
  • Marie wollte wissen, ob er auf dem Konsulat etwas für sie hatte erreichen können, was ihn enttäuschte
  • Zu seiner Erleichterung war Marie fast zufrieden, als er verneinte; sie wollte mit ihm einen Kaffee trinken und nicht an Schiffe denken
  • Schweigend saßen die beiden fast eine Stunde zusammen; der Erzähler hielt Maries Hand, die sie ihm nicht entzogen hatte
  • Irgendwann sprang Marie auf, weil sie offenbar an den Arzt gedacht hatte; der Erzähler aber hatte weiter Hoffnung, da er noch in derselben Stadt mit ihr wohnte

Fünfter Abschnitt

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  • Seite: 166 - 172
  • Zeit: Winter 1940
  • Ort: Marseille

Inhalt

  • Auf dem Heimweg wurde der Erzähler bei seinem Namen gerufen und schrak zusammen
  • Er entdeckte Paul in einer Gruppe mit einem hübschen Mädchen auf dem Schoß und setzte sich auf Pauls Wunsch hin widerwillig zu den fremden Männern und Mädchen an den Tisch
  • Paul wies den Erzähler darauf hin, dass einer der Männer ihr alter Lagerkollege Achselroth war; der Erzähler hatte nach Paulchens Bericht gedacht, dieser sei längst in Kuba
  • Achselroth behauptete vor dem Erzähler, er hätte Weidel kürzlich schmollend hinter einer Zeitung versteckt im Café gesehen, woraufhin der Erzähler ihn irritiert anstarrte
  • Weidel sei sauer auf ihn, weil Achselroth ihn in Paris hatte sitzen lassen, anstatt ihn wie versprochen auf der Flucht mitzunehmen
  • Als auch Paul über Weidel lästerte, unterbrach der Erzähler das Gespräch mit der Frage, warum Achselroth noch in Marseille ist
  • Achselroth und seine Freunde berichteten, dass man ihnen gefälschte Visen verkauft habe und sie deshalb nicht in Kuba einreisen durften
  • Der Erzähler fühlte sich unwohl und ging; einer der Männer folgte ihm und sagte, er sei froh zu wissen, dass es Weidel gut gehe; er gab dem Erzähler außerdem Geld, damit dieser dem armen Schriftsteller damit helfen könne

Sechster Abschnitt

Infos

  • Seite: 172 - 174
  • Zeit: Winter 1940
  • Ort: Marseille

Inhalt

  • Der Erzähler stand frühmorgens für Claudine bei einem Laden für Sardinenbüchsen an und grübelte darüber, wie überall auf der Welt Menschen vor Läden in Schlangen stehen
  • Als er wartete, entdeckte er Marie, die sich freudig zu ihm gesellte und ihre Suche für ihn unterbrach
  • Der Erzähler war glücklich und wünschte sich, dass sie in Zukunft nach ihm und nicht nach Weidel suchen würde
  • Als sie ging, wäre er am liebsten hinter ihr her anstatt Claudine gegenüber loyal zu sein

Siebter Abschnitt

Infos

  • Seite: 174 - 176
  • Zeit: Winter 1940
  • Ort: Marseille

Inhalt

  • Er hatte sich mit Marie für später in einem Café verabredet, wo er ungeduldig wartete
  • Als sie kam, wollte sie direkt über ihre Abfahrtspapiere reden und war ungeduldig, weil der Arzt bald fahren wollte; außerdem schien sie dem Erzähler weniger zugetan zu sein als bisher
  • Als er meinte, man müsse weiter zu dritt in Marseille auf eine Abfahrt warten, reagierte sie irritiert, weil er sich dazuzählte
  • Marie fürchtete, dass sie unter all den Flüchtlingen in der Stadt wieder auf ihren Mann treffen könnten; dabei ließ sie sich auch vom Erzähler nicht trösten
  • Sie fürchtete sich vor dem Zufall und wurde erst ruhiger, als der Erzähler ihre Hände nahm

Achter Abschnitt

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  • Seite: 176 - 180
  • Zeit: Winter 1940
  • Ort: Marseille

Inhalt

  • Der Erzähler und Marie trafen sich fortan täglich, mal zufällig, mal durch eine Verabredung
  • Bei ihren Treffen legte sie ihre Hände in seine und den Kopf an seine Schulter, sodass der Erzähler hoffte, doch mit ihr zusammenzukommen
  • Seine Zukunftspläne drehte sich nur noch um Marie; mit ihr bleiben oder mit ihr fahren waren seine Optionen
  • Sie hatte aufgehört, nach ihrem Mann zu suchen, fürchtete aber, ihr Visum so nie zu bekommen
  • Argwöhnisch fragte sich der Erzähler, ob sie nur so innig mit ihm war, damit er ihr die Papiere besorgte
  • Er schob den Gedanken lieber beiseite und erkundigte sich, woher Marie eigentlich kommt
  • Marie berichtete von ihrer Kindheit in Limburg und wie sie bei einem Besuch in Köln auf Weidel traf und spontan mit ihm aus Hitlerdeutschland geflüchtet war
  • Plötzlich sprang sie auf, weil sie einen Franzosen für Weidel hielt; der Erzähler musste sie regelrecht schütteln, damit sie zur Vernunft kam
  • Der Erzähler lief mit ihr durch die Gassen, bis sie den Schock vergessen hatte

Neunter Abschnitt

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  • Seite: 180 - 183
  • Zeit: Winter 1940
  • Ort: Marseille

Inhalt

  • Als er abends mit Marie in der Pizzeria saß, kam der Arzt hinzu und fragte ihn über Maries Papiere aus
  • Marie erkundigte sich, ob der Arzt abfahren würde, wenn er wüsste, dass sie kein Visum bekommt
  • Als dieser erklärte, er könne nicht länger warten, obwohl er sie liebte, pochte Marie beim Erzähler darauf, dass er sich beeilen solle
  • Der Erzähler wehrte ab, dass Maries Abreise mit der des Arztes nichts zu tun habe
  • Auf Nachfrage des Arztes erklärte er, dass er von der Liebe nicht viel halte, weil sie so wichtig und gleichzeitig so belanglos sei
  • Der Arzt und der Erzähler diskutierten über die politische Lage Frankreichs und bemerkten nicht, wie bleich Marie dabei wurde

Zehnter Abschnitt

Infos

  • Seite: 183 - 185
  • Zeit: Winter 1940
  • Ort: Marseille

Inhalt

  • Der Erzähler und Marie trafen sich in einem kleinen Café, wo sie ihm erzählte, dass sie beim Konsulat gewesen ist, weil das Schiff des Arztes bald geht
  • Er reagierte schockiert und wollte wissen, was der Kanzler gesagt hatte
  • Sie berichtet, dass ihr Mann laut Kanzler beim Antrag ihr Visum nicht eingereicht hatte
  • Der Erzähler beteuerte, dass sie trotzdem ihre Papiere bekommen werde
  • Als sie traurig in den Regen blickte, wollte er ihr endlich die Wahrheit sagen, bis sie den Kopf an seine Schulte legte
  • Der Arzt wollte in den kommenden Tagen mehrfach wissen, wie es um Maries Papiere steht; der Erzähler aber ging nicht mehr aufs Konsulat, weil er beschlossen hatte, dass der Arzt ohne Marie fahren muss

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