Geist
In mehreren Szenen tritt ein Geist in der Gestalt von Hamlets Vater auf, der diesen um Rache bittet.
Infos zur Person
- Der Geist ist zwar keine reale Person, übernimmt in der Handlung aber die Rolle einer richtigen Figur
- Symbolisiert den ermordeten Vater von Hamlet, den einstigen König
- Tritt in Kriegsrüstung als siegreicher Feldherr und König auf
Charakter
- Schreckgespenst:
Sein Auftreten in Kriegsrüstung und wütendem Aussehen lässt alle erstarren
Dass der Geist nicht sprechen will, verängstigt Horatio; er warnt Hamlet, dem Geist zu folgen
Auch Hamlet zweifelt zunächst, ob der Geist in Wahrheit der Teufel ist, der ihn zu einem Mord verführen will; später glaubt Hamlet ihm aber - Leidend:
Der Geist ist blass und wirkt bedrückt
Er leidet darunter, dass er als Geist umherirren muss, weil er keine Beichte mehr vor seinem Tod ablegen konnte - Fordernder Vater:
Der Geist verlangt von Hamlet, dass dieser seinen Mord rächt
Er erzählt seinem Sohn, dass Claudius ihn hinterhältig im Schlaf ermordet hat
Die Wut auf seinen Bruder ist groß, der Geist flucht und benutzt böse Worte wie „blutschänderischer Ehebrecher“ (S. 33) - Ehrvoller Charakter:
Er appeliert an die Ehre und Liebe seines Sohnes
Trotz Rache soll Hamlet seiner Mutter nichts antun
Der Geist ermutigt Hamlet, seiner Mutter in ihrer Tugendlosigkeit zu helfen