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Zeitroman

Fontanes Irrungen, Wirrungen ist mit dem realitätsgetreuen Blick auf die damaligen Umstände als Zeitroman einzustufen. Der Autor selbst etwa schrieb in einem Brief von 1875: „Der Roman soll ein Bild der Zeit sein, der wir selber angehören, mindestens eine Widerspiegelung eines Lebens, an dessen Grenzen wir selber noch standen.“

Merkmale eines Zeitromans

  • Es wird ein detailreiches Bild der damaligen Wirklichkeit gezeichnet; der Leser kann sich das Berlin der 1870er Jahre vorstellen
  • Bestimmte Orte und Plätze werden namentlich erwähnt; z.B. Schlangenbad
  • Die Schauplätze werden genauestens und realitätsnahe beschrieben; z.B. der Spaziergang durch Wilmersdorf oder Bothos Kutschfahrt zum Friedhof
  • Die Sprecharten der verschiedenen Gesellschaftsschichten werden aufgezeigt; Dialekt von Frau Dörr oder Plauderton von Käthe
  • Der Umbruch in der Gesellschaft wird deutlich; z.B. Franke, der mit Botho auf Augenhöhe ist und Lene trotz vorehelicher Beziehungen heiratet oder Bothos konservativer Onkel, der das neue Berlin kritisiert

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