Laertes
Laertes spielt zu Beginn der Handlung kaum eine Rolle, erst nach dem Tod seines Vaters will er sich an Hamlet rächen und macht bei Claudius‘ Mordplan mit.
Infos zur Person
- Junger, charismatischer Mann
- Studiert in Paris
- Sohn von Polonius, Bruder von Ophelia
Charakter
- Mann von Ehre:
Für die Familienehre kommt er extra zur Krönung des neuen Königs aus Frankreich zurück
Er verlässt Dänemark erst mit der Erlaubnis seines Vaters wieder
Zum Abschied hält er seiner Schwester eine Rede über die Bedeutung der Ehre und Jungfräulichkeit
Seine ehrvolle Art macht ihn zu einem charismatischen, beliebten Mann im Volk - Übermütiger Draufgänger:
Er sebst predigt Ehre, lebt fernab der Familie allerdings offenbar wenig ehrvoll
Sein Vater denkt, er müsse ihm Ratschläge zu Vernunft und Ehre mit auf den Weg geben
Polonius lässt seinen Sohn sogar in Paris bespitzeln, weil er fürchtet, dass Laertes Sünden wie „Trinken, Raufen, Fluchen, Zanken und Huren“ (S. 39f.) begeht
Ophelia warnt Laertes vor dem Abschied, dass er selbst nicht dem „Blumenpfad der Lust“ nachgeben und kein „frecher, lockerer Lebenmann“ sein soll (S. 25) - Talentierter Fechter:
Wird überall für sein Fecht-Talent gelobt
Hamlet beneidet ihn für seine Fechtkunst
Er lässt sich ohne Zweifel an seinem Können auf einen Kampf gegen Hamlet ein - Unbedachte Rache:
Nach dem Tod seines Vaters macht er ohne Infos König Claudius verantwortlich und will sich an ihm rächen
Er trommelt eine Armee zusammen und fällt ohne Plan ins Schloss ein
Anstatt nachzudenken, lässt sich Laertes von seinen Emotionen leiten
Nach Ophelias Selbstmord vergisst er aus Wut wieder alle Pläne; springt bei der Beerdigung emotional in ihr Grab und kämpft sogar auf Ophelias Sarg gegen Hamlet - Manipulierbar:
Als unsicherer, emotionaler Mensch ist Laertes leicht zu manipulieren
Anstatt selbst nach der Wahrheit zu forschen, glaubt er Claudius und lässt sich auf dessen Racheplan ein
Hätte er Hamlet früher vergeben, hätte er sein eigenes Leben nicht in dem von Claudius fingierten Fechtkampf verloren