Lerninhalte in Deutsch
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Basiswissen
Inhaltsverzeichnis

Stilmittel

  • Alliteration: „(...) hatte zwei zarte Damentaschentücher hinter den Uniformkragen gezwängt.“ (S. 38, Z. 32)
    \(\rightarrow\) Wiederholung einzelner Anfangsbuchstaben; bewirkt eine Eindringlichkeit und Einprägsamkeit beim Leser und bleibt ihm somit besser im Gedächtnis; stammt aus einem Textteil, in dem das äußere Erscheinungsbild des Offiziers näher beschrieben wird; die Taschentücher stammen vom Verurteilten und werden ihm am Ende der Geschichte nach dessen Freispruch wieder zurückgegeben.

  • Allusion: „Das Bett und der Zeichner hatten gleichen Umfang und sahen wie zwei dunkle Truhen aus.“ (S. 40, Z. 32ff.)
    \(\rightarrow\) Eine Anspielung auf den Aufbau des Apparaten; der Reisende beschreibt den Apparaten bei seiner Ankunft; die Allusion erzeugt eine symbolhafte Assoziation für den Leser

  • Anapher: „Er hat nämlich (...). Er öffnete (...). Er holte (...).“ (S. 43, Z. 11ff.)
    \(\rightarrow\) Wiederholung am Satzanfang; der Offizier berichtet dem Reisenden von dem Fehler des Verurteilten; es entsteht eine verstärkende, beschleunigende und voranschreitende Wirkung in diesem Textabschnitt

  • Euphemismus: „Der untere heißt das Bett, der obere heißt der Zeichner, und hier der mittlere, schwebende Teil heißt die Egge“ (S. 39, Z. 35ff.) „Die Nadeln sind eggenartig angeordnet, auch wird das Ganze wie eien Egge geführt, wenn auch bloß auf einem Platz und viel kunstgemäßer“ (S. S.40, Z. 14ff.) „Also hier ist das Bett, wie ich sagte. Es ist ganz und gar mit einer Watteschicht bedeckt (...)“ (S. S.40, Z. 23ff.) „Unser Urteil klingt nicht streng“ (S. 42, Z. 3f.) „Und nun beginnt das Spiel.“ (S. 44, Z. 16)
    \(\rightarrow\) Beschönigende Umschreibungen des Offiziers; Die Unmenschlichkeit und Grausamkeit der Exekution wird abgetan und durch Schönreden verharmlost. Die Prozedur wird als Spiel und nicht als Hinrichtung bezeichnet. Die Euphemismen korrespondieren auf inhaltlicher Ebene mit der unempathisichen und peinigenden Art des Offiziers.

  • Interjektion: „Sei gerecht!“ (S. 57, Z. 3f.)
    \(\rightarrow\) So lautet das Urteil des Offiziers. Die Interjektion bildet eine selbstständige Aussage in Form eines Ausrufs.

  • Sarkasmus: „(...) es ist keine Schönschrift für Schulkinder.“ (S. 45, Z. 38f.)
    \(\rightarrow\) Der Offizier macht sich auf polemische Weise darüber lustig, dass der Reisende nicht in der Lage ist, die Schrift zu lesen.

  • Metapher: „Manche sahen nun gar nicht mehr zu, sondern lagen mit geschlossenen Augen im Sand (...).“ (S. 50, Z. 10f.)
    \(\rightarrow\) Der Offizier erzählt von der öffentlichen Exekution vor Publikum. Die Metapher erzeugt ein inneres Bild, um etwas Neues mithilfe einer Übertragung bzw. einem Vergleich zu verdeutlichen. Es ist eine Umschreibung für die andächtige Reaktion des in Stille versunkenen Publikums. Hier beinhaltet die Metapher zusätzlich noch einen sakralisierenden Verweis.

  • Rhetorische Frage: „Haben Sie von unserem früheren Kommandanten gehört? Nicht?“ (S. 39, Z. 22f.)
    \(\rightarrow\) Eine feste Tatsache bzw. Behauptung statt einer Frage; Der Offizier geht schon im Vorhinein davon aus, dass der Reisende noch nie etwas von seinem früheren Kommandanten gehört hat und geht somit auch davon aus, dass er über ihn erzählen und dem Reisenden die Geschichte um diese Figur näherbringen wird.

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