Ein weiterer Mord
Erst nach mehreren Monaten holt der Fall von Scuderi wieder ein. Bei einem Ausflug in einer Kutsche drängelt sich ein Jüngling durch die Masse der Menschen, den die mitreisende Kammerfrau der Scuderi als den mitternächtlichen Eindringling identifiziert. Er wirft ihr einen Zettel in den Schoß und verschwindet. Von Scuderi, in keiner Weise beunruhigt, liest den Zettel. Wieder ist von einem „Verhängnis“ (S. 30] die Rede, welches den Schreiber bedrohe. Er droht, sich selbst zu töten, solle von Scuderi den Schmuck nicht an Cardillac zurückgeben. Von Scuderi grübelt über das Geheimnis, das der Zettel für sie darstellt, nach und meint, den Jüngling schon einmal gesehen zu haben. Sie möchte der Forderung Folge leisten, da ihr ohnehin nichts am Schmuck liegt, wird aber am nächsten Tag durch zahlreiche Besuche aufgehalten, sodass sie den Schmuck erst am darauffolgenden Morgen zurückgeben möchte. Vor Cardillacs Haus erblickt sie jedoch einen Tumult, Menschen beschimpfen einen Mörder, ein Mann wird in Ketten aus dem Haus geführt, ein junges Mädchen bricht auf der Straße zusammen. Von Scuderi erblickt Desgrais und bittet ihn um Auskunft. Er berichtet ihr, dass René Cardillac ermordet worden sein. Sein Gehilfe Olivier Brusson sei als Mörder festgenommen worden. Das Mädchen weist er als Madelon aus, die Tochter Cardillacs und Geliebte Oliviers. Von Scuderi empfindet Mitleid mit dem um ihren Geliebten und ihren Vater trauernden Mädchen, das immerfort Oliviers Unschuld bekundet und nimmt es zu sich nach Hause. Dort berichtet Madelon, was sich in der vorangegangenen Mitternacht begeben habe.
Olivier habe sie aufgeweckt und sie zu ihrem im Sterben liegenden, durch einen Dolchstoß tödlich verwundeten Vater geführt. Dieser sei bei einem nächtlichen Ausflug vor Oliviers Augen angestochen worden. Olivier habe ihn nach Hause geschleppt. Cardillac habe ihnen kurz vor dem Tod noch seinen Segen gegeben. Madelon erinnert sich weinend an Oliviers Treue und gutherziges Wesen, tief verstört äußert sie sich über das vorläufige Ende ihres Liebesglücks, dem nichts im Wege gestanden habe. Wieder bekundet sie, dass Olivier unschuldig sei. Die einfühlsame von Scuderi glaubt Madelon, gestützt durch Oliviers Unschuldsbekundungen vor Gericht und Nachforschungen, die sie selbst anstellt. Da sie in der Tat für Olivier nur Nachteile sieht - er hatte Arbeit, Liebe und eine glückliche Zukunft vor Augen -, glaubt von Scuderi nicht an dessen Schuld. Sie entschließt sich, in den Fall einzugreifen und Olivier zu retten. La Regnie nimmt das Fräulein aber nicht ernst. Er hält Oliviers Aussage für löchrig, da die Nachbarn nicht gehört hätten, dass jemand das Haus verlassen habe, womit der nächtliche Ausflug widerlegt sei. Man habe einen blutigen Dolch in seinem Zimmer gefunden. Außerdem sei nach dessen Festnahme kein Mord mehr geschehen. Er hält ihn für ein Mitglied der Verbrecherbande, die Paris plagt. Von Scuderi erschrickt bei la Regnies Verdächtigungen, möchte Olivier aber selbst gegenübertreten, da sie auf ihr Gefühl und nicht auf Indizien vertraut. La Regnie gewährt ihr den Wunsch. Doch als sie in Olivier den Jüngling erkennt, der ihr den Zettel in die Kutsche geworfen hat, bricht eine Welt für sie zusammen. Sie zweifelt an der Wahrheit selbst, zweifelt an der Richtigkeit von Madelons Erzählung und Oliviers Unschuld.
In diesem kritischen Moment nun erscheint Desgrais bei von Scuderi. Da Olivier Brusson seine Aussage nur vor ihr allein machen wolle, bitte er sie im Namen la Regnies, den Verdächtigen zu verhören. La Regnie möchte durch sie erfahren, ob Olivier nun Mitglied der Verbrecherbande sei. Von Scuderi lässt sich widerwillig darauf ein, den Verdächtigen zumindest anzuhören, sie erkennt die Macht des Schicksals in den Vorgängen.
Olivier habe sie aufgeweckt und sie zu ihrem im Sterben liegenden, durch einen Dolchstoß tödlich verwundeten Vater geführt. Dieser sei bei einem nächtlichen Ausflug vor Oliviers Augen angestochen worden. Olivier habe ihn nach Hause geschleppt. Cardillac habe ihnen kurz vor dem Tod noch seinen Segen gegeben. Madelon erinnert sich weinend an Oliviers Treue und gutherziges Wesen, tief verstört äußert sie sich über das vorläufige Ende ihres Liebesglücks, dem nichts im Wege gestanden habe. Wieder bekundet sie, dass Olivier unschuldig sei. Die einfühlsame von Scuderi glaubt Madelon, gestützt durch Oliviers Unschuldsbekundungen vor Gericht und Nachforschungen, die sie selbst anstellt. Da sie in der Tat für Olivier nur Nachteile sieht - er hatte Arbeit, Liebe und eine glückliche Zukunft vor Augen -, glaubt von Scuderi nicht an dessen Schuld. Sie entschließt sich, in den Fall einzugreifen und Olivier zu retten. La Regnie nimmt das Fräulein aber nicht ernst. Er hält Oliviers Aussage für löchrig, da die Nachbarn nicht gehört hätten, dass jemand das Haus verlassen habe, womit der nächtliche Ausflug widerlegt sei. Man habe einen blutigen Dolch in seinem Zimmer gefunden. Außerdem sei nach dessen Festnahme kein Mord mehr geschehen. Er hält ihn für ein Mitglied der Verbrecherbande, die Paris plagt. Von Scuderi erschrickt bei la Regnies Verdächtigungen, möchte Olivier aber selbst gegenübertreten, da sie auf ihr Gefühl und nicht auf Indizien vertraut. La Regnie gewährt ihr den Wunsch. Doch als sie in Olivier den Jüngling erkennt, der ihr den Zettel in die Kutsche geworfen hat, bricht eine Welt für sie zusammen. Sie zweifelt an der Wahrheit selbst, zweifelt an der Richtigkeit von Madelons Erzählung und Oliviers Unschuld.
In diesem kritischen Moment nun erscheint Desgrais bei von Scuderi. Da Olivier Brusson seine Aussage nur vor ihr allein machen wolle, bitte er sie im Namen la Regnies, den Verdächtigen zu verhören. La Regnie möchte durch sie erfahren, ob Olivier nun Mitglied der Verbrecherbande sei. Von Scuderi lässt sich widerwillig darauf ein, den Verdächtigen zumindest anzuhören, sie erkennt die Macht des Schicksals in den Vorgängen.