Graf F...
Graf F... ist ein russischer Adliger und beteiligt an der Besetzungsschlacht.
Infos zur Person
- Russischer Adliger mit großem Vermögen
- In der Besetzungsschlacht der Stadt M... spielt er eine wichtige militärische Rolle
- Er befindet sich im Laufe der Handlung mehrmals auf Reisen, nach der Hochzeit nimmt er sich eine Wohnung in M...
Charaktereigenschaften der Person
- Rolle als militärische Person: In der Besetzung von M... kann der Graf mehrmals große Erfolge erzielen. Er kann zum einen den Sieg gegen die Verteidigung der Stadt erringen, zum anderen macht er sich in der Bevölkerung von M... beliebt, da er gütig und mit Milde agiert
- Rolle als Edelmann in der Gesellschaft um 1800: Der Graf verfügt als Adliger über viele Privilegien, so kann er bei seinem Antrag bei der Marquise sicher sein, dass die Familie seinem Willen Folge leistet, außerdem kann er es sich leisten, großzügige Geschenke an seinen Sohn und die Marquise zu entrichten
- Retter und Vebrecher: In der gesamten Novelle erlaubt sich der Graf keinen Fehltritt, er agiert stets so, wie es in der Zeit um 1800 von einem Adligen erwartet wird. Der Marquise erscheint er als edler Retter während der Besetzung, sodass sie sich sogar in ihn verliebt. Nur ein einziges Mal weicht er vom Protokoll ab als er sich an der Marquise vergeht
- Engel und Teufel: Durch sein sonst tadelloses Verhalten ist seine Fallhöhe groß. Die Marquise bezeichnet ihn als Teufel, weil er ihr zuvor engelsgleich erschienen war und sich damit ihr Vertrauen erschlichen hat. Durch den Vertrauensbruch ist die Tat als schlimmer zu bewerten, als wenn ein beliebiger Mann sich an der Marquise vergangen hätte - hier gilt der berühmte Vergleich vom Wolf im Schafspelz
- Maßlose Reue: Die Vergewaltigung reut den Grafen so sehr, dass er die Schwangerschaft der Marquise sofort erahnt und sie heiraten möchte. Er bleibt verbissen dabei, sie überzeugen zu wollen. Gestehen kann er ihr die Tat allerdings nicht, da er vor Scham wortwörtlich sprachlos geworden ist. Erst als die Marquise ihm nach einigen Ehejahren vergibt, kann er ihr die Frage stellen, weshalb sie den Teufelsvergleich ausgesprochen hat
- Schuld und Vergebung: Von den Eltern der Marquise wird die Vergewaltigung nach der Offenbarung augenblicklich verziehen, denn gesellschaftlich ist von höherer Priorität, dass Kindsvater und -mutter in einer Ehe verbunden sind, als dass ein Verbrechen an einer Frau bestraft wird. Auch die Marquise vergibt ihrem Vergewaltiger, zuerst um das Gesellschaftsleben ihres Sohns zu sichern, dann, weil sie die tiefe Reue des Grafen wahrnimmt und sich erneut in ihn verliebt