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Inhaltsverzeichnis

Frau Huchel

Infos zur Person

  • Die Mutter von Franz wird als „eine schmale Frau“ (S. 8, Z. 16) beschrieben, die „ansehnlich, wenngleich [...] etwas ausgemergelt“ (S. 8, Z. 17 f.) ist
  • Laut dem Autor handelt es sich bei Frau Huchel um eine alleinerziehende Mutter in „den Vierzigern“ (S. 8, Z. 16), der man jedoch ansieht, dass sie einmal sehr schön gewesen sein muss
  • Frau Huchel verliert ihren Mann und Franz' Vater bereits vor der Geburt ihres Sohnes bei einem Arbeitsunfall (vgl. S. 172) und auch ihr Liebhaber Alois Preininger kommt bei einem Gewitter ums Leben (vgl. S. 13 f.)
  • Die alleinerziehende Mutter, die zuvor als Kellnerin arbeitet und im Laufe der Handlung jedoch ihren Job verliert, erhält bis zum Tode ihres Liebhabers Alois „zu jedem Monatsende [...] einen nicht unerheblichen Betrag“ (S. 11, Z. 20 ff.). So kann sie sich ab und an etwas Luxus inmitten ihres Alltagsgeschehens gönnen. Ohne diesen monatlichen Zuschuss ist es ihr jedoch nicht länger möglich, Franz zu unterhalten

Charakter

  • Mutter-Sohn-Beziehung: Die Verbindung von Frau Huchel zu ihrem Sohn zeichnet sich vor allem durch Offenheit, Liebe und Humor aus. So macht Frau Huchel Franz unmissverständlich deutlich, dass er in Zukunft lernen muss, auf eigenen Beinen zu stehen (vgl. S. 16). Dabei zeigt sie ein Verhalten, welches auf den ersten Blick Härte vermuten lässt. Doch auf den zweiten Blick wird klar, dass sie das konsequente Verhalten ihrem Sohn zuliebe an den Tag legt, um ihm die Chance zu geben, von einem gutherzigen, aber etwas verzogenen Jugendlichen zu einem starken Mann heranzuwachsen. Für Franz ist seine Mutter seine engste Bezugsperson, welcher er seine tiefsten Ängste und Sorgen in seinen Briefen anvertraut
  • Vergangenheit: Der Leser erfährt, dass Frau Huchel trotz des herben Verlustes ihres Mannes vor der Geburt von Franz weiß, das Leben zu genießen. Letzteres lässt sich zum einen mit ihrer körperlichen Liebesbeziehung zu Alois Preininger begründen. Doch auf bevor sie mit Franz schwanger war, ist Frau Huchel kein Kind von Traurigkeit. So gibt sie etwa ohne Umschweife zu, dass der Trafikant Otto Trsnjek in Wien ihr deshalb noch einen Gefallen schuldet, da es damals zwischen ihnen „heiß“ (S. 16, Z. 2) her ging
  • Gelassen und humorvoll: Auf humorvolle Art und Weise reagiert Franz' Mutter auf die Sorgen, Ängste und Gedanken ihres Sohnes, ohne dabei ihren liebevollen Unterton zu verlieren. So schafft sie es, auf Franz' Liebesleid gelassen zu reagieren und immer die richtigen Worte zu finden, um ihren Schützling zu beruhigen. Ihren Worten ist anzumerken, dass sie innerlich trotz ihres Alters jung geblieben ist und gleichzeitig bereits Lebenserfahrung vorzuweisen hat (S. 168 ff.)
  • Zurückhaltend in der Mutterfigur: Frau Huchel gehört nicht zu den Müttern, die ihrem Kind die eigene Meinung überstülpen oder sich zu sehr in sein Leben einmischen würden. Stattdessen gibt die Mutter ihrem Sohn Franz den Raum, sich zu einem jungen, charakterstarken Mann zu entwickeln, indem sie ihn seine eigenen Erfahrungen und Fehler machen lässt. Zwar äußert sie beispielsweise ihre Meinung dazu, dass der Protagonist sich mit dem weitaus älteren Professor Freud anfreundet, doch im selben Zug mischt sie sich nicht in die Angelegenheit ein (vgl. S. 46). Es ist sehr gut möglich, dass es eben diese erzieherische Freiheit ist, die Franz dazu bewegt, sich seiner Mutter mitzuteilen, da sie ihn nie für seine Gefühle oder Ansichten verurteilt

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