Fiktion und Wirklichkeit
In Agnes stehen Romanwelt und fiktive Welt in Wechselwirkung miteinander. Bereits am Anfang ist die Beziehung zwischen E. und Agnes in dessen Kopf viel weiter gediehen als in der Realität. Beide scheinen über Nacht vertrauter miteinander geworden zu sei (S. 17f.).
Als E. beginnt, seine Geschichte über Agnes zu schreiben, gewinnt die Fiktion Macht über die Wirklichkeit, wobei Agnes ihre Rolle bereitwillig ausfüllt. Schließlich fließen Realität und Fantasie in E.s düsterer Vision ineinander, was sich auch daran erkennen lässt, dass diese nicht, wie die einzelnen Passagen seiner Geschichte, kursiv gesetzt ist (S. 80).
Als Agnes schwanger wird, lassen sich beide Sphären nicht mehr in Einklang bringen und beide Sphären klaffen immer weiter auseinander: Während E. von ihrer Tochter Margaret und dem glücklichsten Sommer seines Lebens schreibt, erleidet Agnes eine Fehlgeburt und stürzt in Depression. Fortan soll die Geschichte die traurige Wahrheit verdrängen und so kaufen E. und Agnes sogar Babysachen. Hier dient die Fiktion somit der Kompensation.
Während Agnes zur Realität zurückfindet - „Du musst schreiben, wie es wirklich war und wie es ist. Es muss stimmen.“ -, wird die Fiktion für E. zunehmend wichtig. Am Ende widmet er sich wie besessen der Agnes in seiner Geschichte, während die reale Agnes krank im Bett liegt. Konsequenterweise wird Agnes letztlich von der Geschichte „getötet“.
Als E. beginnt, seine Geschichte über Agnes zu schreiben, gewinnt die Fiktion Macht über die Wirklichkeit, wobei Agnes ihre Rolle bereitwillig ausfüllt. Schließlich fließen Realität und Fantasie in E.s düsterer Vision ineinander, was sich auch daran erkennen lässt, dass diese nicht, wie die einzelnen Passagen seiner Geschichte, kursiv gesetzt ist (S. 80).
Als Agnes schwanger wird, lassen sich beide Sphären nicht mehr in Einklang bringen und beide Sphären klaffen immer weiter auseinander: Während E. von ihrer Tochter Margaret und dem glücklichsten Sommer seines Lebens schreibt, erleidet Agnes eine Fehlgeburt und stürzt in Depression. Fortan soll die Geschichte die traurige Wahrheit verdrängen und so kaufen E. und Agnes sogar Babysachen. Hier dient die Fiktion somit der Kompensation.
Während Agnes zur Realität zurückfindet - „Du musst schreiben, wie es wirklich war und wie es ist. Es muss stimmen.“ -, wird die Fiktion für E. zunehmend wichtig. Am Ende widmet er sich wie besessen der Agnes in seiner Geschichte, während die reale Agnes krank im Bett liegt. Konsequenterweise wird Agnes letztlich von der Geschichte „getötet“.