7. Abschnitt
7. Abschnitt
Infos
- Seite: 180-209
- Ort: Trafik, „Hotel Metropol“ (S. 185, Z. 1), „Fleischerei Roßhuber“ (S. 194, Z. 1) in Wien, in der Natur „Richtung Kahlenberg“ (S. 199, Z. 10), „Unteracher Kalksteinhöhle“ (S. 209, Z. 10)
- Zeit: April-Mai 1938
- Personen: Franz Huchel, Portier, „ein Mann in einem beigefarbenen Leinenanzug“ (S. 185, Z. 29), „Briefträger Heribert Pfründrer“ (S. 185, Z. 13 f.), „Fleischermeister“ (S. 194, Z. 1 f.) „Roßhuber“ (S. 194, Z. 4), Anezka
Inhalt
- Es vergehen mehrere Tage und Franz Huchel wartet vergeblich auf ein Zeichen des Trafikanten. Deshalb macht er sich auf ins „Hotel Metropol“ (S. 185, Z. 1), wo „die Gestapo“ (S. 181, Z. 9 f.) übergangsweise ihren Sitz hat und sich der Protagonist nach Otto Trsnjek erkundigt
- Allerdings will man ihm dort nicht weiterhelfen, im Gegenteil. Er wird von „ein[em] Mann in einem beigefarbenen Leinenanzug“ (S. 185, Z. 29) damit bedroht, dass, wenn er abermals auftauchen würde, „länger im Hotel Metropol zu Gast [bleiben würde], als es ihm angenehm“ (S. 185, Z. 30 f.) sei
- Der „Briefträger Heribert Pfründrer“ (S. 185, Z. 13 f.) wird inzwischen von der Gestapo vor dem Anwesen Sigmund Freuds abgefangen und sie „behielten einen oder mehrere“ (S. 188, Z. 17 f.) der Briefe an den Psychologen
- Franz erhält ein, wie der Briefträger meint, „behördliches Packerl“ (S. 190, Z. 23). Das Paket beinhaltet die persönlichen Wertgegenstände des Trafikanten, der, wie man in dem beiliegenden Schreiben Franz mitteilt, in den Räumlichkeiten der Gestapo „seinem nicht näher zu bestimmenden Herzleiden erlegen“ (S. 192, Z. 2 f.) ist
- Die Nachricht über Ottos Tod nimmt die Hauptfigur des Romans emotional sehr mit. „Kurz vor Ladenschluss“ (S. 193, Z. 28) entschließt Huchel sich, zur „Fleischerei Roßhuber“ zu gehen, um dort den Fleischer mit den Blutverschmierungen der vergangenen Anschläge der Trafik zu konfrontieren
- Außer sich vor Wut über den Tod seines geschätzten Freundes und Mentors Otto geht er auf den Metzger los, welcher den Angriff widerstandslos über sich ergehen lässt. Anschließend informiert Franz seine Mutter per Brief über das plötzliche Ableben Trsnjeks
- Um in Anbetracht der einschneidenden Erlebnisse der vergangenen Zeit in Ruhe nachdenken zu können, begibt sich Huchel auf den „Kahlenberg“ (S. 197, Z. 7) und grübelt dort darüber nach, wie sich die Gesellschaft und Welt verändert hat in den letzten Monaten
- Das klamme Gefühl der Unruhe und Ungewissheit darüber, wie es weitergehen wird, weckt im Protagonisten erneut die Sehnsucht nach Anezka. Demzufolge geht Franz auf direktem Wege zur „Grotte“ (S. 202, Z. 26), wo er die junge Frau antrifft
- Anezka ist positiv überrascht, den jungen Mann zu sehen. Allerdings stellt sich im Laufe ihrer Begegnung heraus, dass sie inzwischen einen neuen Geliebten hat und daraufhin macht sich Franz desillusioniert und enttäuscht auf den Heimweg