Akt 1: Der Niedergang Dantons
(1. Sz.) Das Drama beginnt mit einem arglosen Zeitvertreib. Danton sitzt mit seiner Frau in der Nähe eines Spieltisches, wo sich im Moment Hérault-Séchelles und einige Damen mit einem Kartenspiel vergnügen. Während Danton seine Liebe zu seiner Frau Julie bekundet, flirtet Hérault-Séchelles mit seinen Spielpartnerinnen. Das vergnügte Beisammensein wird jedoch durch Philippeau und Desmoulins gestört, die den Raum betreten und von der Hinrichtung der Hébertisten, einer radikalen politischen Gruppierung, berichten. Sofort ist das Kartenspiel vergessen, die Anwesenden äußern ihre Ansichten zur Politik Robespierres. Diesem unterstellen sie allesamt, von der Umerziehung des Menschen und seiner Allmacht zu träumen. Mit Abscheu kritisieren sie die nicht enden wollenden Exekutionen. Die Revolutionäre fordern ein Ende der Revolution und die Rückkehr in geordnete Verhältnisse. Von der Umerziehung der Menschen halten sie nichts, sie sehen sich als Epikureer an. Wie der griechische Philosoph der Antike erachten sie den Lustgewinn als das Ziel ihres Lebens, die Revolution steht dem im Wege. Schließlich fordern sie Danton auf, seine Stimme im Konvent gegen Robespierre zu erheben. Danton jedoch zeigt kein politisches Engagement, er hat sich aus der Politik zurückgezogen. Er bekundet, er sei mit Robespierre nur in Konflikt geraten, da er dessen Beharren auf der Tugend nicht ertragen könne. Einen Protest sieht er jedoch als sinnlos an.
(2. Sz.) Das Volk auf der Straße erhitzt sich am Schicksal des Souffleurs Simon, dessen Frau aus Geldnot die Tochter zur Prostitution drängt. Die Schuld am Elend sieht die aufgebrachte Volksmenge in den Reichen. Ein zufällig vorbeilaufender Mann wird von ihnen ergriffen, sie halten ihn für einen Edelmann und wollen ihn erhängen. Der Mann kann fliehen, als Robespierre auftaucht. Er fordert Mäßigung und bietet ihnen an, ihren Willen auf Veränderung auszuüben, indem sie den Jakobinern beitreten. Die begeisterte Volksmenge, die Robespierre als Messias und als „den Unbestechlichen“ preist, folgt ihm zu dem Jakobinern.
(3. Sz.) Im Jakobinerclub fordert ein Lyoner mehr Exekutionen, um die Revolution voranzutreiben. Er warnt, dass auch die außenpolitische Lage Frankreichs nur durch ein unbarmherziges Vorgehen gegen Revolutionsfeinde gelöst werden könne. Der Politiker Legendre ergreift das Wort und spricht, dass die Feinde der Revolution in Paris zu bekämpfen seien. Als diese sieht er die dekadenten und arroganten Reichen. Collot d‘Herbois bringt Legendre zum Schweigen. Er macht eine Andeutung, dass Legendres Freund Danton der Fürsprecher der dekadenten Reichen sei.
Nach diesem Disput hält Robespierre eine Rede. Er nennt zwei innere Feinde der Republik. Der erste Feind seien die Hébertisten gewesen, die die Revolution zu weit vorantreiben wollten - sie forderten die Abschaffung der Religion und des Privateigentums. Den zweiten Feind nennt er nicht beim Namen, doch als diesen sieht er wohl Danton und diejenigen, die wie dieser für die Gnade und das Ende der Exekutionen eintreten. Robespierre sieht den Schrecken als Mittel der Tugend, der bewirkt, dass sich diese durchsetzt. Sie gehören seiner Ansicht nach zusammen, um die Tyrannei zu beenden. Erbarmen sei ein Zeichen der Schwäche und verhelfe letztlich den Royalisten zum Sieg. Zudem sei aber auch das Laster ein Feind der Republik, da es das Volk von innen schwäche. Daher seien Reiche und Vergnügungssüchtige sofort verdächtig und schädlich für die Revolution. Er schließt mit der Versicherung, mit Gewalt die Gerechtigkeit aufrechtzuerhalten. Die Sitzung wird nach dem Beifall der Anwesenden beendet. (4. Sz.) Lacroix, ein Freund Dantons, klagt Legendre an, er habe Robespierre ein neues Feindbild gegeben. Danton und seine Freunde seien nun verdächtig und in Gefahr, hingerichtet zu werden. (5. Sz.) Danton unterhält sich im Palais-Royal (einem Palast, in welchem viele Arten von Vergnügungen angeboten wurden) mit der Grisette Marion - Grisetten waren junge Frauen aus der Unterschicht, die ihren Lebensunterhalt selbst bestritten und zumeist alleine lebten, wobei sich manche durch Prostitution ein zusätzliches Gehalt verdienten. Diese schildert ihm ihr Lebensgefühl: Eine stetige Sehnsucht treibe sie durch unstillbare Leidenschaft zum Genuss. Danton bewundert sie dafür. Lacroix tritt mit zwei Grisetten in das Zimmer. Er und Danton schäkern über Prostituierte und die Gefahr der Infektion mit Geschlechtskrankheiten, wobei sie mit den Grisetten flirten. Lacroix lenkt das Gespräch aber auf die Politik, er berichtet von der Gewaltbereitschaft der Jakobiner. Paris, ein Freund Dantons, sagt, er habe mit Robespierre gesprochen. Dieser sei bereit, seine eigenen Freunde für die Revolution zu opfern. Lacroix ist besorgt: Das Volk ist wütend und in einer elenden Situation, sein Zorn richtet sich gegen die Gemäßigten, die es für die Staatskrise und die Armut verantwortlich macht. Danton denkt zwar nicht, dass Robespierre sie töten möchte, doch will er ihm am nächsten Tag einen Besuch abstatten. (6. Sz.) Robespierre und Danton diskutieren über die Politik. Danton spricht gegen Robespierres Rechtfertigung der Exekutionen als Notwehr, für ihn sind sie Morde. Robespierre sieht in ihnen die Strafe für das Laster. Danton äußert sich daraufhin verächtlich über Robespierre, den er für einen Moralapostel hält, der sich als sittlich überlegen betrachte. Jeder Mensch handle seiner Natur gemäß so, dass er Freude empfinde, Robespierre dürfe dies niemandem verbieten. Danton stellt Robespierre als jemanden da, dessen Tugend ein Absatz seiner Schuhe sei, durch die er sich als edel gebärde. Nach diesen Worten geht Danton. Nun reflektiert Robespierre das Gespräch. Er beschließt, Danton hinzurichten, da dieser ein Feind der Revolution sei, die Gesellschaft bedürfe der Veränderung und Läuterung. Trotz seines Entschlusses fühlt er sich unsicher, der Gedanke an Dantons verletzende Worte beunruhigt ihn.
St. Just tritt ein, er warnt Robespierre, dass Danton das Volk um sich versammele. St. Just möchte alle wichtigen Ausschüsse versammeln, um sowohl Danton als auch dessen Ideen in einem öffentlichen Prozess zu verurteilen und zu vernichten. Daher müssen auch seine Freunde mit ihm verurteilt werden. Darunter fallen Lacroix, Hérault-Séchelles, Philippeau und Desmoulins. Robespierre ist überrascht, dass auch Desmoulins, den er als seinen Freund ansah, gegen ihn steht. Er liest einen Artikel von Desmoulins, in welchem er Robespierre als blutrünstigen Messias karikiert und fordert St. Just dazu auf, die Anklage vorzubereiten. Wieder allein, beklagt Robespierre sein Schicksal als jemand, der seine Freunde hinrichten und die Einsamkeit ertragen müsse.
Nach diesem Disput hält Robespierre eine Rede. Er nennt zwei innere Feinde der Republik. Der erste Feind seien die Hébertisten gewesen, die die Revolution zu weit vorantreiben wollten - sie forderten die Abschaffung der Religion und des Privateigentums. Den zweiten Feind nennt er nicht beim Namen, doch als diesen sieht er wohl Danton und diejenigen, die wie dieser für die Gnade und das Ende der Exekutionen eintreten. Robespierre sieht den Schrecken als Mittel der Tugend, der bewirkt, dass sich diese durchsetzt. Sie gehören seiner Ansicht nach zusammen, um die Tyrannei zu beenden. Erbarmen sei ein Zeichen der Schwäche und verhelfe letztlich den Royalisten zum Sieg. Zudem sei aber auch das Laster ein Feind der Republik, da es das Volk von innen schwäche. Daher seien Reiche und Vergnügungssüchtige sofort verdächtig und schädlich für die Revolution. Er schließt mit der Versicherung, mit Gewalt die Gerechtigkeit aufrechtzuerhalten. Die Sitzung wird nach dem Beifall der Anwesenden beendet. (4. Sz.) Lacroix, ein Freund Dantons, klagt Legendre an, er habe Robespierre ein neues Feindbild gegeben. Danton und seine Freunde seien nun verdächtig und in Gefahr, hingerichtet zu werden. (5. Sz.) Danton unterhält sich im Palais-Royal (einem Palast, in welchem viele Arten von Vergnügungen angeboten wurden) mit der Grisette Marion - Grisetten waren junge Frauen aus der Unterschicht, die ihren Lebensunterhalt selbst bestritten und zumeist alleine lebten, wobei sich manche durch Prostitution ein zusätzliches Gehalt verdienten. Diese schildert ihm ihr Lebensgefühl: Eine stetige Sehnsucht treibe sie durch unstillbare Leidenschaft zum Genuss. Danton bewundert sie dafür. Lacroix tritt mit zwei Grisetten in das Zimmer. Er und Danton schäkern über Prostituierte und die Gefahr der Infektion mit Geschlechtskrankheiten, wobei sie mit den Grisetten flirten. Lacroix lenkt das Gespräch aber auf die Politik, er berichtet von der Gewaltbereitschaft der Jakobiner. Paris, ein Freund Dantons, sagt, er habe mit Robespierre gesprochen. Dieser sei bereit, seine eigenen Freunde für die Revolution zu opfern. Lacroix ist besorgt: Das Volk ist wütend und in einer elenden Situation, sein Zorn richtet sich gegen die Gemäßigten, die es für die Staatskrise und die Armut verantwortlich macht. Danton denkt zwar nicht, dass Robespierre sie töten möchte, doch will er ihm am nächsten Tag einen Besuch abstatten. (6. Sz.) Robespierre und Danton diskutieren über die Politik. Danton spricht gegen Robespierres Rechtfertigung der Exekutionen als Notwehr, für ihn sind sie Morde. Robespierre sieht in ihnen die Strafe für das Laster. Danton äußert sich daraufhin verächtlich über Robespierre, den er für einen Moralapostel hält, der sich als sittlich überlegen betrachte. Jeder Mensch handle seiner Natur gemäß so, dass er Freude empfinde, Robespierre dürfe dies niemandem verbieten. Danton stellt Robespierre als jemanden da, dessen Tugend ein Absatz seiner Schuhe sei, durch die er sich als edel gebärde. Nach diesen Worten geht Danton. Nun reflektiert Robespierre das Gespräch. Er beschließt, Danton hinzurichten, da dieser ein Feind der Revolution sei, die Gesellschaft bedürfe der Veränderung und Läuterung. Trotz seines Entschlusses fühlt er sich unsicher, der Gedanke an Dantons verletzende Worte beunruhigt ihn.
St. Just tritt ein, er warnt Robespierre, dass Danton das Volk um sich versammele. St. Just möchte alle wichtigen Ausschüsse versammeln, um sowohl Danton als auch dessen Ideen in einem öffentlichen Prozess zu verurteilen und zu vernichten. Daher müssen auch seine Freunde mit ihm verurteilt werden. Darunter fallen Lacroix, Hérault-Séchelles, Philippeau und Desmoulins. Robespierre ist überrascht, dass auch Desmoulins, den er als seinen Freund ansah, gegen ihn steht. Er liest einen Artikel von Desmoulins, in welchem er Robespierre als blutrünstigen Messias karikiert und fordert St. Just dazu auf, die Anklage vorzubereiten. Wieder allein, beklagt Robespierre sein Schicksal als jemand, der seine Freunde hinrichten und die Einsamkeit ertragen müsse.