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Basiswissen
Inhaltsverzeichnis

Aufbau

Euripides Medea ist eine griechische Tragödie und folgt daher einem strengen Aufbau.

Formaler Aufbau

  • Prolog: Die Handlung wird kurz vorgestellt; vergleichbar mit einer Einleitung
  • Parodos: Einzugslied des Chores
  • Epeisodion: Eine Schauspielszene, in der die eigentliche Handlung thematisiert wird
  • Stasimon: Das Standlied beendet eine Szene
  • Mehrere Schauspielszenen und Standlieder wechseln sich ab; hier jeweils fünf
  • Exodos: Auszug und Schlussfazit des Chores

Merkmale

  • Einheit des Orts: Die Handlung spielt an nur einem Ort; hier das Haus von Medea
  • Einheit der Zeit: Die Handlung darf sich nicht über mehr als einen Tag erstrecken; bei Medea spielt sich alles innerhalb weniger als 24 Stunden ab
  • Einheit der Handlung: Die Handlung muss in sich geschlossen sein; das Geschehen um Medea ist in sich abgeschlossen und endet mit dem Mord an ihren Kindern

Hilfsmittel

  • Chor: Die Lieder des Chores deuten und analysieren das Geschehen; der Chor stellt eine Art neutrale Person dar
  • Mauerschau & Botenbericht: Durch die Forderung nach einer linearen, in sich geschlossenen Handlung können Parallelhandlungen und Rückblenden sowie wichtige Ereignisse an anderen Orten nicht gezeigt werden; diese werden von Darstellern als Beobachtetes berichtet oder von Boten überbracht; hier etwa der Bericht des Boten über den Tod von Jasons Braut oder die Erzählung der Amme über Medeas Kennenlernen mit Jason

Ziel laut Aristoteles

  • Eleos: Jammer und Rührung beim Zuschauer
  • Phobos: Schrecken und Schauder erzeugen
  • Katharsis: In der Folge soll der Zuschauer eine Läuterung und einen Sinneswandel durchleben

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