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Andrea

Andrea Sarti stellt für den Protagonisten Galileo Galilei eine wichtige Figur dar, da er das Wissen des Mathematikers nach dessen Wiederruf weiter verbreitet.

Infos zur Person

  • Andrea ist der Sohn der Haushälterin Frau Sarti und der Schüler des Dozenten und Lehrer Galileo Galilei
  • Geboren wurde der Junge im Jahr 1589 und zu Beginn der Handlung befindet er sich im zarten Alter von 10 Jahren
  • Der Junge stammt aus ärmlichen Verhältnissen und da das Gehalt seiner Mutter bescheiden ist, leben die beiden zusammen mit seiner Mutter, seinem Lehrer sowie dessen Tochter Virginia in einem kleinen Zuhause in der Stadt Padua in Norditalien. Aufgrund von Galileos Auftragslage zieht die Familie Galilei und Sarti von Padua nach Florenz um
  • Andrea Sarti wächst zu einem intelligenten jungen Mann heran, welcher sich im Erwachsenenalter näher mit Forschungen „über Hydraulik“ (S. 119, Z. 4) befasst
  • Galileo nimmt sich seinem jüngsten Schüler wie einem Sohn an und tritt dem Sohn seiner Haushälterin im Gegensatz zu seiner eigenen Tochter, auf Augenhöhe entgegen

Charakter

  • Unerschrocken: Ebenso wie sein Lehrer und Vorbild Galilei, möchte der junge Lernende seine Mitmenschen um jeden Preis von der Unfehlbarkeit der Wissenschaft überzeugen. Allerdings unterscheiden sich Galileos und Andreas Herangehensweisen an die Forschung in einem signifikanten Punkt voneinander. Während sein Lehrer das Wohl der Menschheit im Sinne hat und mit dem wissenschaftlichen Fortschritt das Bewusstsein in der Gesellschaft erweitern möchte, steht für seinen Schüler die eigene Erkenntnis, weniger die positive Veränderung als Progression im Generellen im Vordergrund
  • Treu: Dieser Wesenszug zeigt die ambivalenten Züge Andreas auf. Gegenüber Galilei empfindet der Schüler eine solche Verbunden- und Zugehörigkeit, dass er ihn selbst in Zeiten der Pest nicht verlassen kann und wieder zu ihm zurückkehrt. Jedoch fällt der Treue zu seinem Lehrer die Loyalität zu seiner eigenen Familie zum Opfer. Während Andrea Galileo nicht von der Seite weicht, rückt das Wohl seiner eigenen Mutter in den Hintergrund und er sucht nicht nach ihr, als sie an der Pest erkrankt
  • Wissbegierig: In Andrea hat Galilei einen wissensdurstigen und neugierigen Schüler gefunden, der die astronomischen Theorien über den Weltraum geradezu aufsaugt. Der Schüler ist sich des Privilegs bewusst, dass er von einem klugen und revolutionär denkenden Forscher wie Galilei lernen darf und wann immer es ihm möglich ist, sucht er seinen Lehrer auf, um ihm neue Fragen zu stellen. Besonders der Umstand, dass der Sohn der Haushälterin nicht für seine Unterrichte zahlen kann, lässt ihn Letztere umso mehr wertschätzen
  • Schlau: Was den Schüler von anderen Lernenden abhebt ist seine Intelligenz, die schon in jungen Jahren zum Ausdruck kommt. Andrea hinterfragt das Gelernte bereits im Alter von 10 Jahren kritisch, was wiederum beweist, dass er ein aufmerksamer Zuhörer ist und dass er die Fähigkeit besitzt, sowohl mitzudenken sowie die Thematik in all ihrer Komplexität zu begreifen. Ohne, dass man es ihm beigebracht hat, begreift der noch sehr junge Andrea allerdings auch, wie festgefahren und reaktionär das damalige kirchliche System im 17. Jahrhundert ist. Er sieht es mit als seine Aufgabe an, die alten Strukturen umzuwälzen
  • Fleißig: Dass Andrea später als erwachsener Mann selbst erfolgreich als Wissenschaftler arbeitet, ist seinem Fleiß ab dem Kindesalter zu verdanken. Während andere Kinder draußen spielen, gibt sich der Schüler dem unerschöpflichen Drang hin, sein Wissen zu erweitern und zu optimieren

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