Abschnitt 1-4
Abschnitt 1
Infos
- Zeile: 2-223
- Zeit: Mitte des 16. Jahrhunderts. Mehrere Monate bis Ende des Jahres irgendwann Mitte des 16. Jahrhunderts
- Ort: An der Havel, Brandenburg
Inhalt
- Kurze Vorstellung der Hauptfigur Michael Kohlhaas
- Mitte des 16. Jahrhunderts lebt der Pferdehändler in Brandenburg
- Bis zu seinem 30. Lebensjahr galt er als guter, gerechter Staatsbürger
- Sein Rechtsgefühl machte ihn dann zum Räuber und Mörder
- Kohlhaas reitet mit seinem Knecht Herse von Brandenburg nach Sachsen
- Er ist den Weg schon oft gereist, um seine Pferde auf dem Markt zu verkaufen
- Kurz nach seiner Ankunft in Sachsen stößt er auf einen neuen Schlagbaum in der Nähe einer Burg
- Der Zöllner erklärt Kohlhaas, dass der Junker Wenzel von Tronka hier nun Zoll verlangt
- Kohlhaas bezahlt, doch kaum losgeritten, hält der Schlossvogt ihn auf und will seinen Passschein sehen
- Der Pferdehändler hat noch nie von einem Passschein gehört und will den Junker selbst dazu befragen
- Kohlhaas trifft den Junker im Kreise einiger Freunde beim Essen
- Als die Gruppe von Kohlhaas‘ wertvollen Pferden hört, eilen sie raus und begutachten die Tiere
- Kohlhaas fordert den Junker und die Ritter auf, ihm Pferde abzukaufen; diese finden den Preis zu hoch
- Der Pferdehändler will weiterreisen und bittet um eine Ausnahme wegen des Passscheins
- Als er verspricht beim nächsten Mal einen Passschein vorzulegen, will der Junker ihn gehen lassen
- Der Schlossverwalter rät, wenigstens ein Pfand einzufordern
- Kohlhaas lässt also gezwungenermaßen zwei Rappen und seinen Knecht zurück
- In Dresden will Kohlhaas den Passschein besorgen und erfährt, dass es einen solchen nicht gibt
- Nach dem Verkauf der restlichen Rappen auf dem Pferdemarkt reitet Kohlhaas zum Junker zurück
- Auf der Burg hört Kohlhaas, dass Herse wenige Tage nach seiner Abreise wegen unrechtmäßigen Verhaltens verjagt worden sei
- Die beiden Rappen findet Kohlhaas abgemagert und verwahrlost in einem Stall
- Ein Knappe erklärt ihm, dass die Pferde auf dem Feld arbeiten mussten
- Der Schlossvogt kommt herbei und behauptet, Herse sei weggelaufen
- Der Junker und einige Ritter kommen dazu und Kohlhaas wendet ein, dass dies nicht seine Pferde sein könnten
- Als Kohlhaas seine edlen Rappen zurückfordert, lacht der Junker ihn aus und geht davon
Abschnitt 2
Infos
- Zeile: 2-216
- Zeit: Mitte des 16. Jahrhunderts. Mehrere Monate bis Ende des Jahres irgendwann Mitte des 16. Jahrhunderts
- Ort: Sachsen & Brandenburg
Inhalt
- Kohlhaas macht sich auf den Weg nach Dresden, um vor Gericht sein Recht einzufordern
- Auf halbem Weg kehrt er um, weil er erst seinen Knecht sprechen will, um auszuschließen, dass er im Unrecht ist
- Zu Hause angekommen, befragt er den verletzten Herse in einem strengen Verhör über die Vorfälle
- Kohlhaas glaubt Herse, der ihm berichtet, dass er die Pferde für die Feldarbeit ausleihen und sie in einem Schweinestall unterbringen musste; weil er die Pferde baden wollte, wurden zwölf Hunde auf ihn gehetzt
- Als Kohlhaas seiner Frau von der Geschichte erzählt, bestätigt sie ihn darin, in Dresden um sein Recht zu kämpfen
- Mit Hilfe eines Bekannten, der als Rechtsgelehrter arbeitet, verfasste Kohlhaas eine Beschwerde wegen gesetzeswidrigen Einbehaltens seiner Rappen und verletzen seines Knechts
- Er bekommt Unterstützung von den bedeutendsten Männern des Landes
- Nach Monaten erfährt Kohlhaas aber, dass seine Klage abgewiesen wurde
- Auf Nachfrage wird Kohlhaas erklärt, dass zwei hohe Amtsinhaber am Dresdener Hof Verwandte des Junkers sind und den Vorgang beeinflussen konnten
- Der Anwalt rät Kohlhaas, die Pferde von der Burg abzuholen und die Sache auf sich beruhen zu lassen
Abschnitt 3
Infos
- Zeile: 2-240
- Zeit: Mitte des 16. Jahrhunderts. Mehrere Monate bis Ende des Jahres irgendwann Mitte des 16. Jahrhunderts
- Ort: Brandenburg, Kohlhaasenbrück
Inhalt
- Wie der Zufall es will, liest Kohlhaas diesen Brief im Beisein des Stadthauptmanns Heinrich von Geusau, der ihm seine Hilfe anbietet
- Kohlhaas gibt nicht auf und will mit von Geusau über den Kurfürsten von Brandenburg zu seinem Recht kommen
- Nach einiger Zeit erfährt er, dass auch dieses Schreiben bei einem Verwandten des Junker Wenzel von Tronka angekommen ist
- Kohlhaas ist deprimiert und hat keine Freude mehr an der Pferdezucht oder seiner Familie
- Als sein Knecht aus einer Kur nach Hause kommt, bringt er Kohlhaas einen Brief vom Stadthauptmann mit
- Von Geusau entschuldigt sich, dass er nicht helfen konnte und legt ein Schreiben der Staatskanzlei bei, in dem Kohlhaas als Störenfried bezeichnet wird; dieser schäumt vor Wut
- Von einem Bekannten erfährt Kohlhaas, dass seine Pferde immer noch für die Feldarbeit genutzt werden
- Enttäuscht über die Ungerechtigkeit, beschließt Kohlhaas, Haus und Hof zu verkaufen
- Sein Frau Lisbeth bittet ihn, nach Berlin reisen zu dürfen, um den Kurfürsten zur Rede zu stellen
- Weil sie über einen früheren Verehrer am Hof, an den Kurfürsten herantreten könnte, lässt Kohlhaas sie gehen
Abschnitt 4
Infos
- Zeile: 2-218
- Zeit: Mitte des 16. Jahrhunderts. Mehrere Monate bis Ende des Jahres irgendwann Mitte des 16. Jahrhunderts
- Ort: Brandenburg
Inhalt
- In Berlin angekommen, trifft sie am Hof statt auf ihren Verehrer auf einen Leibwächter
- Beim Versuch, trotzdem zum Kurfürsten durchzudringen, wird Lisbeth schwer verletzt
- Kohlhaas‘ Knecht bringt die Frau nach Hause, wo sie ihrem Mann eine Bibelstelle über Vergebung zeigt bevor sie stirbt
- Am Tag der Beerdigung erhält Kohlhaas eine Antwort auf Lisbeths Bittschrift, in der der Kurfürst Kohlhaas auffordert, seine Pferde abzuholen und die Sache ruhen zu lassen, da ihm sonst Gefängnis droht
- Der Pferdehändler beschließt, sich zu rächen und verfasst ein rechtliches Schreiben an den Junker von Tronka
- Als dieser nach drei Tagen weder die Pferde gebracht hat, um sie dick zu füttern, noch eine Antwort schickte, verkauft Kohlhaas seinen Hof endgültig
- Er schickt seine Kinder zu Verwandten nach Schwerin und reitet am Abend mit Herse und sechs weiteren Knechten zur Tronkenburg
- In der dritten Nacht der Reise überfallen Kohlhaas und seine Truppe die Tronkenburg, setzen alles in Brand, plündern und töten einige Burgbewohner
- Junker Wenzel von Tronka flieht über eine Hintertreppe und Kohlhaas sieht sein Vorhaben als gescheitert an
- Der Pferdehändler verfasst das Kohlhaasische Mandat und fordert das Land auf, ihm den Junker auszuliefern
- Über Herse erfährt Kohlhaas, dass der Junker im Fräuleinstift Erlabrunn ist, allerdings kam sein Mandat zu spät dort an und der Junker ist bereits nach Wittenberg aufgebrochen