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Mythen

Betrachtet man Der goldne Topf stilistisch, fällt auf, dass E.T.A. Hoffmann sich auf alte Mythen und religiöse Themen bezieht.
So beginnt die Handlung nicht von ungefähr am Himmelfahrtstag. Dieses Datum markiert den Tag, an dem Christus die irdische Welt in ein überirdisches Reich verlassen hat. Für Anselmus beginnt an diesem Tag durch das Ungeschick auf dem Markt und die Begegnung mit Serpentina ebenfalls der Abschied vom bürgerlichen Alltag zu einem Leben in der Poesie.
Der Apfel-Unfall von Anselmus kann außerdem in Analogie zu Adams Sündenfall gesehen werden. Der Holunderbaum, in dem Anselmus kurz darauf die Schlangen sieht, stellt dabei den Baum der Erkenntnis und der Poesie dar.
Dass in dem Werk nicht nur eine, sondern gleich drei Schlangen auftauchen, ist wiederum ein Bezug auf die Dreifaltigkeit, die göttliche Trinität von Vater, Sohn und dem heiligen Geist. Der Glaube an die Schlangen macht Anselmus Hoffnung, lässt ihn wahre Liebe spüren und eröffnet ihm den Weg ins Paradies. Somit hat Hoffmann ganz bewusst das Bild der bösen Schlange umgekehrt.
Außerdem hat sich der Autor bei der wunderbaren Geschichte von Lindhorst an antike Bilder und Lehren gehalten. So steht der Lilienkelch als schöne, weibliche Blüte für die Sehnsucht nach einer Frau. Atlantis galt in der Antike als der Idealstaat überhaupt. Und entsprechend der Vier-Elemente-Lehre ist der Salamander der Elementargeist des Feuers.

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