Motto
„Sobald die Weiber uns gleichgestellt sind, sind sie uns überlegen“; Cato
Inhalt
Kapitel 5 (S. 107-126) zeigt die Sicht Akamas‘ auf das Geschehen.
- Akamas klagt, dass die Ahnungslose alle ins Verderben stürzt; meint damit Medea
- Denkt zurück an Kreons Pläne, den gescheiterten Jason als eine Art Thronfolger aufzunehmen
- Erinnert sich an sein erstes Treffen mit Medea, der schon Gerüchte vorauseilten
- Medea war hochschwanger, blaß, doch ihre Augen funkelten und ihr Lachen war unverkennbar
- Sie brachte in der Nacht ihrer Ankunft zwei Jungen zur Welt; einer blond, der andere dunkel
- Akamas kann Medeas Heilkünste nicht ausstehen
- Stellt fest, dass er und Agameda sich ähnlich sind; beide mögen die „klebrigen Freundschaften“ nicht (S. 112)
- Denkt daran, dass Medeas Ruhm bald vorbei sein wird; „Man muss manches tun, was einem wenig behagt“, so seine Worte dazu (S. 113)
- Erinnert sich, wie zutraulich Medea anfangs war; er zeigte ihr die Stadt
- Weiß, dass Medea der kranken Glauke heimlich hilft; bedauert, dass er es unterbinden werden muss
- Er fand es anregend, mit Medea über das Wort „gut“ zu philosophieren oder über die Astronomie zu reden; König Kreon war sie schnell zu schlau und zu vorlaut
- Erster Streit, weil Medea nicht verstand, dass er mit seiner Astrologie bei den Landsleuten fortleben wollte
- Damals war Korinth wohlhabend und die Geschichte um Iphinoe vergessen
- Erinnert sich an den Mord an Iphinoe zurück, an den Streit darüber, ob Iphinoe später Kreon ablösen sollte
- Die Tochter des Königs wurde umgebracht, angeblich um Korinth zu retten; unter einer Weiberherrschaft wäre Korinth untergegangen, so Kreon
- Wütend, dass Medea durch ihr Wissen in der Falle saß und selbst daran Schuld war
- Als Medea ihn für die Stimmungsmache und abwegigen Mord-Vorwürfe kritisiert, erklärt er ihr: „Nur nicht gar so hochmütig. Nur nicht allzu selbstgewiß, meine liebe Medea.“ (S. 119)
- Akamas merkt, dass Medea über den Mord an Iphinoe Bescheid weiß
- Er erinnert sich an den Mord zurück; dass Iphinoe vor den Augen ihrer Amme auf einem Altar geopfert wurde; diese beging danach Selbstmord
- Akamas lernte damals, dass keine Lüge zu plump ist, wenn sie den Menschen gelegen kommt
- Stellt fest, dass Medea nicht begriffen hat, dass ihr Untergang sicher ist
- Hätte Presbon und Agameda gerne mit ihrer Denunziation abgewiesen, sieht aber die Notwendigkeit darin, Medea loszuwerden
- Angst vor der Affäre von Medea mit Leukon, die seine Pläne durchkreuzen könnte
- Er kann Medeas Frage nicht vergessen: „Wovor lauft ihr eigentlich alle davon?“ (S. 126)