Fazit
Büchner stellt also einen Menschen dar, dem die Verstrickungen der Politik, welche er zum Teil selbst verursacht hat, den Glauben an Moral, Gerechtigkeit, die gestalterische Kraft des Menschen und Gott rauben. Für Büchner ist dies die Konsequenz eines missratenen Geschichtsverlaufs. Die Morde der Revolution sind durch den Geschichtsfatalismus bedingt: Robespierre sieht keine andere Möglichkeit mehr, seine Macht zu erhalten, aus den eigentlich moralischen Forderungen nach Gleichheit und Freiheit ist eine Diktatur geworden. Diese Diktatur bestimmt das Leben des Einzelnen - Danton ist ein Opfer der Geschichte, aber auch ein Täter, denn er hat die Septembermorde zu verantworten. Am Ende nimmt ihm das Resultat des missratenen Experiments der Revolution, Robespierres Terrorherrschaft, erst den Willen zu leben und dann das Leben selbst. Büchner räumt damit mit den Vorstellungen der Revolution als dem Wirken von Helden und Schurken auf, er zeigt, wie sich Menschen in einer menschenunwürdigen Staatskrise verhalten, wie der Mensch in den selbst geschaffenen Zuständen untergeht.
Für Büchner selbst mag diese Einsicht bedeutet haben, dass man die revolutionäre Bewegung nicht idealisieren darf. Er selbst setzte keine großen Hoffnungen in die revolutionären Gruppen in Deutschland. Die einen waren ihm zu gemäßigt, die anderen zu naiv. Dennoch zeigen seine späteren Werke - vor allem Lenz und Woyzeck -, dass Büchner sich auch nach der Niederschrift von Dantons Tod mit der Ungerechtigkeit der Gesellschaft beschäftigte. Eine solche Konzentration auf die Missstände lässt darauf schließen, dass Büchner die Meinung Dantons nicht teilt. Büchner glaubt an die Moral und sieht zumindest die Möglichkeit, eine Verbesserung der Gesellschaft zu erkämpfen. Dantons Tod ist durch die Fülle an Zitaten vor allem als „geschichtliches Gemälde“ zu betrachten, als welches er es auch selbst bezeichnet. Natürlich hat das Stück auch über die Französische Revolution hinaus noch Bedeutung, doch bietet es eine literarisch hochwertige Interpretation und Rekonstruktion von Dantons Tod.
Für Büchner selbst mag diese Einsicht bedeutet haben, dass man die revolutionäre Bewegung nicht idealisieren darf. Er selbst setzte keine großen Hoffnungen in die revolutionären Gruppen in Deutschland. Die einen waren ihm zu gemäßigt, die anderen zu naiv. Dennoch zeigen seine späteren Werke - vor allem Lenz und Woyzeck -, dass Büchner sich auch nach der Niederschrift von Dantons Tod mit der Ungerechtigkeit der Gesellschaft beschäftigte. Eine solche Konzentration auf die Missstände lässt darauf schließen, dass Büchner die Meinung Dantons nicht teilt. Büchner glaubt an die Moral und sieht zumindest die Möglichkeit, eine Verbesserung der Gesellschaft zu erkämpfen. Dantons Tod ist durch die Fülle an Zitaten vor allem als „geschichtliches Gemälde“ zu betrachten, als welches er es auch selbst bezeichnet. Natürlich hat das Stück auch über die Französische Revolution hinaus noch Bedeutung, doch bietet es eine literarisch hochwertige Interpretation und Rekonstruktion von Dantons Tod.