Rezeption
Juli Zehs Werk Corpus Delicti erschien 2009 und erhielt viel Aufmerksamkeit, da die Autorin schon seit mehreren Jahren bekannt und erfolgreich war. Während das Thema an sich durchweg Anklang fand, gab es für die Bearbeitung dessen Kritik.
Lob
- Spiegel-Autor Wolfgang Höbel nennt Corpus Delicti eine brillante Kritik an der hygienischen Vernunft
- Zeit-Journalistin Evelyn Finger lobt das Werk als scharfsinnige Zukunftsvision
- FAZ-Journalist Christian Geier befürwortet den Roman, weil er das totalitäre Potenzial der Prävention sichtbar macht
- Christopher Schmidt von der Süddeutschen Zeitung spricht von politischer Erweckungsliteratur
Kritik
- In der FAZ wurde das Werk als überkonstruiert und zu steril bezeichnet
- Die Neue Zürcher Zeitung kritisiert die seelenlose Figurenzeichnung und den erhobenen Zeigefinger
- Im Spiegel wird die ideale Geliebte als roboterartiges Kuschelwesen beschrieben, deren Erschaffung die Autorin offenbar ins Schlingern brachte
- Die Berliner Literaturkritik bemängelt die eindimensionale Sicht auf die gezeichnete Welt aufgrund der Nähe zu Mia Holl