Prolog
Der erste Teil des Romans Landnahme besitzt zwar keine eigene Kapitelüberschrift, er dient mit dem Setting in der Karnevalszeit als Einführung in die Handlung und damit als Prolog. Er behandelt die Übergabe des Stadtschlüssels vor dem Rathaus Guldenberg an die Karnevalisten. Bei dem Ereignis treffen alte Schulkameraden aufeinander.
Infos
- Seiten: 7-14
- Zeit: Beginn der Karnevalszeit (November 1997)
- Ort: Stadt Guldenberg (DDR)
- Personen: Sigurd Kitzerow, Bernhard Haber („Holzwurm“), Thomas Nicolas („Pillendreher“), Karnevalisten
Inhalt
- Auf dem Marktplatz der Kleinstadt Guldenberg wird der Auftakt zur Karnevalssession gefeiert.
- Auf einem Podest stehen vier ältere Herren, die eine wichtige Rolle in der Stadt spielen. Einer von ihnen ist der Bürgermeister und überreicht dem eintreffenden Karnevals-Prinzenpaar den Schlüssel zum Rathaus.
- Damit wird die Karnevalszeit eingeläutet, die Narren beherrschen ab diesem Zeitpunkt symbolisch die Stadt und ziehen feiernd durch die Straße.
- Bernhard Haber ist einer der wichtigen Männer auf dem Podest. Als der Karnevalszug sich vom Marktplatz entfernt, ist er dafür zuständig, das Sprechermikrophon auf der Tribüne abzubauen.
- Während Bernhard mit dieser Aufgabe beschäftigt ist, wird er von einem älteren Herrn angesprochen, der ihn „Holzwurm“ nennt. Der Mann stellt sich Bernhard zunächst als „Pillendreher“ vor, dann erklärt er ihm, dass sie in der Grundschule Banknachbarn gewesen wären und sein Name Thomas Nicolas ist.
- Bernhard kann sich an Thomas zwar nicht erinnern, er beginnt trotzdem ein Gespräch mit ihm. Thomas erzählt, dass er Guldenberg eigentlich verlassen hat, während der Karnevalszeit allerdings zu Besuch sei. Seiner Meinung nach hat sich die Kleinstadt zwar verändert, allerdings sei sie dabei noch kleiner geworden.
- Bernhard wimmelt Thomas nach dieser Äußerung ab. Da er mit der Organisation des Karnevalszugs sehr beschäftigt sei, müsse er gehen.
- Während Bernhard das Podest verlässt und dem Karnevalszug hinterhergeht, schaut er noch einmal über seine Schulter: Thomas steht nach wie vor auf der Tribüne auf der Rathaustreppe und lächelt.