1. Aufzug
Der erste Aufzug (Epeisodion) handelt vom Treffen Medeas mit Kreon.
Personen
- Medea
- Chor
- Kreon
Handlung
- Medea bittet die Korinther Frauen ohne Vorurteile ihre Worte anzuhören
- Sie betont, dass sie wegen Jason vernichtet ist und klagt über das Leid der Frauen, die sich nach dem Mann richten müssen und wie Leibeigene werden
- Medea erklärt, dass der Ruf von Frauen durch die Scheidung ruiniert ist; vor allem bei ihr, die sie heimatlos ist
- Sie bittet den Chor zu verstehen, dass sie Rache will
- Der Chor versteht ihre Rachsucht und ihre Klagen
- Kreon kommt herbei und will Medea verbannen samt den Kindern
- Medea erkennt, dass sie so ganz zugrunde gehen wird und fragt Kreon nach seinen Gründen für die Verbannung
- Kreon fürchtet Medeas Klugheit und Groll; hat Angst, sie könne seiner Tochter etwas antun
- Medea fleht, dass ihr Ruhm ihr schon oft geschadet hat, dass sie beneidet und gehasst wird für ihr Können; dabei ist sie harmlos
- Sie beteuert, dass sie sich nicht an ihm vergehen will, sondern nur Jason hasst; wenn sie bleiben darf, will sie schweigen
- Kreon misstraut den Worten, fürchtet eine List und verbannt sie
- Medea bezeichnet die Liebe als Fluch für den Menschen und bittet um einen Tag Gnadenfrist, um eine Zuflucht für die Kinder suchen zu können
- Kreon will nicht tyrannisch sein und gewährt ihr noch einen Tag; er denkt, sie könne in dieser Zeit nichts Schlimmes tun
- Der Chor beweint Medeas Not, aus der es kein Entkommen gibt
- Medea erklärt, dass es nicht ganz so schlimm um sie stehe; sie kündigt an, dass sie eine List plant und überlegt, wie sie Jason, Kreon und die Königstochter umbringen kann und trotzdem eine Stadt findet, die sie aufnimmt