Abschnitt 5-9
Abschnitt 5
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- Zeile: 2-214
- Zeit: Einige Tage vor Pfingsten
- Ort: Wittenberg & Leipzig
Inhalt
- Kohlhaas verfasst ein zweites Mandat und fordert jeden guten Christen auf, Junker Wenzel von Tronka als Feind aller Christen mit ihm zu bekämpfen
- In einem dritten Mandat nennt sich Kohlhaas einen Reichs- und Weltfreien, Gott allein unterworfenen Herrn
- Weil er Geld als Belohnung bietetund mit Beute lockt, wächst seine Truppe auf über 30 Mann
- Am Abend vor Pfingsten steckt er mit seinen Knechten einige Häuser in Brand, lässt die Vorstadt plündern und schlägt an der Kirche ein Blatt an
- In dem Schreiben droht Kohlhaas, die Stadt einzuäschern, wenn man ihm den Junker nicht ausliefert
- Der Landvogt von Wittenberg schickt 50 Männer los, Kohlhaas zu stürzen
- Kohlhaas‘ Haufen besiegt die Truppe und zündet in der nächsten Nacht wieder Häuser an
- Den nächsten Angriff vom Landvogt mit 150 Mann führt Kohlhaas mit seiner Truppe absichtlich weit von der Stadt fort, um dann selbst ungesehen erneut Feuer zu legen
- Die Bürger richten ihren Hass gegen den Junker Wenzel von Tronka, den sie als Schuldigen sehen
- Zu seinem Schutz wird der Junker ins Gefängnis gebracht, wo er bleiben soll
- Der Kurfürst schickt unter Leitung vom Prinz von Meißen ein Heer von 500 Mann gegen Kohlhaas ins Feld
- Kohlhaas erfährt von der Attacke und schlägt die Truppe bei Mühlberg in die Flucht, allerdings stirbt im Kampf sein Knecht Herse
- Der Pferdehändler fängt in diesen Tagen außerdem einen Brief ab, indem dem Junker die Abholung nach Leipzig angekündigt wird
- Kohlhaas und sein Haufen reiten nach Leipzig und stecken die Stadt in Brand
- In einem Mandat dort nennt sich Kohlhaas einen „Statthalter Michaels, des Erzengels, der gekommen sei, an allen, die in dieser Streitsache des Junkers Partei ergreifen würden, mit Feuer und Schwert die Arglist zu bestrafen“
- In und um Leipzig wird in Erklärungen vom Magistrat behauptet, der Junker sei bei seinen Vettern Hinz und Kunz in Dresden, um Kohlhaas zu täuschen und das Volk zu beruhigen
Abschnitt 6
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- Zeile: 2-222
- Zeit: Einige Tage vor Pfingsten
- Ort: Wittenberg & Leipzig
Inhalt
- Der Pferdehändler droht trotzdem mit weiteren Bränden, weil er die Täuschung erkennt
- 2000 Soldaten des Kurfürsten von Sachsen sollen Kohlhaas bezwingen
- Martin Luther greift ein und lässt Plakate anschlagen, die Kohlhaas auffordern, von seiner Rache abzusehen
- Kohlhaas ist Bewunderer von Luther und zeigt sich von den Worten schwer getroffen
- Er reitet heimlich zu Luther und stimmt nach einer Unterhaltung zu, seinen Rachefeldzug aufzugeben, wenn man seine Klage gegen den Junker in Dresden anerkennt
- Luther will Kohlhaas freies Geleit nach Dresden und eine Verhandlung verschaffen, ein Abendmahl und die Beichte verweigert er Kohlhaas aber, da dieser dem Junker nicht vergibt
Abschnitt 7
Infos
- Zeile: 2-235
- Zeit: Monate über den Jahreswechsel hinweg
- Ort: Dresden
Inhalt
- Luther schickt ein Schreiben mit seiner Bitte zum Kurfürsten von Sachsen, klagt das Verhalten der Herren Hinz und Kunz und Kämmerer und Mundschenk von Tronka an und mahnt, dass das Volk auf Kohlhaas‘ Seite ist
- Als Luther sein Versprechen wahr macht, reist Kohlhaas sofort nach Dresden
- In Dresden verhilft Großkanzler Graf Werde Kohlhaas zu einem berühmten Anwalt, der seiner Klage erneut einreicht
- Außerdem bekommt Kohlhaas zu seinem Schutz Wachen zur Seite gestellt
Abschnitt 8
Infos
- Zeile: 2-261
- Zeit: Monate über den Jahreswechsel hinweg
- Ort: Dresden
Inhalt
- Junker Wenzel von Tronka muss zur Verhandlung nach Dresden, wo er bei seinen Verwandten unterkommt
- Er soll die verschwundenen Rappen wiederfinden und aufpäppeln
- Der Junker gibt seinem alten Schlossvogt die alleinige Schuld an allem
- Nach langer Recherche kommt heraus, dass die Rappen beim Abdecker aus Döbbeln sein sollen
- Bei der Besichtigung der Rappen auf dem Schlossplatz von Dresden kommt es zum Aufstand im Volk
- Kunz von Tronka wird bei einem Tumult verletzt, woraufhin sich das Volk gegen Kohlhaas stellt
Abschnitt 9
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- Zeile: 2-352
- Zeit: Monate über den Jahreswechsel hinweg
- Ort: Dresden
Inhalt
- Kohlhaas‘ Wille ist so gebrochen, dass er auf Anraten des Großkanzlers sogar einem finanziellen Ausgleich zustimmen will
- Die Partei des Junkers will sich darauf nicht einlassen und tut alles dafür, den Prozess in die Länge zu ziehen
- Sie nutzen die Tatsache, dass Kohlhaas einstiger Kämpfer Nagelschmidt einen Räuberhaufen als dessen Statthalter gegründet hat, um den Rosshändler anzukreiden
- Als Kohlhaas nach Brandenburg reisen will, um seine Angelegenheiten zu klären, wird ihm die Reise verweigert
- Vor Prinz von Meißen kann Kohlhaas seine Unschuld an Nagelschmidts Taten beweisen und erlässt ein Schreiben an Nagelschmidt, um sich zu distanzieren
- Da der Prinz Christiern von Meißen und der Großkanzler Werder nicht im Land sind, nutzen Kohlhaas Gegner die Gelegenheit, sperren ihn ein und bestätigt, dass seine zugesicherte Amnestie gebrochen wurde
- Nagelschmidt erfährt von Kohlhaas‘ Situation und schreibt einen Brief, in dem er ihm vorschlägt, Kohlhaas zu befreien und ihm die Führung des Räuberhaufens zu überlassen
- Durch Zufall wird der Knecht Nagelschmidts mit dem Brief gefangen, soll ihn dann aber in einer vom Kurfürsten und Präsidenten beschlossenen List übergeben, um Kohlhaas‘ Antwort als Beweis zu sehen
- Kohlhaas sieht keine Chance mehr, zu seinem Recht zu kommen und sagt Nagelschmidt die Zusammenarbeit zu
- Er will mit seinen Kindern über Hamburg ins Ausland fliehen und gibt Nagelschmidt genaue Anweisungen für diesen Plan
- Als der Schlosshauptmann Kohlhaas‘ Brief als Beweis in der Hand hält, lässt er ihn festnehmen
- Kohlhaas leugnet nicht, den Brief geschrieben zu haben und wird so zum Tode verurteilt