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Stilmittel

Im Zuge dieser Analyse werden die wichtigsten Stilmittel der Novelle Das Schloss Dürande vorgestellt. Bei Das Schloss Dürande handelt es sich um eine Novelle mit märchenhaften Zügen, weshalb dieses Werk auch als Märchennovelle bezeichnet wird.
  • Alliteration: „kranken Kinde“ (S. 17, Z. 6)
    \(\rightarrow\) Die betonten Satzanfänge der aufeinanderfolgenden Wörter besitzen den gleichen Anlaut. In seltenen Fällen ist möglich, dass der Wortfluss durch bspw. eine Konjunktion unterbrochen wird und dennoch noch eine Alliteration vorliegt

  • Diminutive: „Lichtlein“ (S. 19, Z. 16), „Bächlein“ (S. 22. Z. 19)
    \(\rightarrow\) Verniedlichung oder Verkleinerung eines Substantivs, indem man die Endung - lein / - chen verwendet

  • Exclamatio: „ [...] o mein Gott“ (S. 7, Z. 20 f.)
    \(\rightarrow\) Es handelt sich hierbei um eine Art Ausruf, der die Emotionalität des Sprechers unterstreichen soll, die wiederum durch das „O“ hervorgehoben wird

  • Geminatio: „„ [...] nach einem tiefen, tiefen Abhang hin“ (S. 20, Z. 21 f.), „ [...] wir haben nicht Zeit, weit, weit, in die Waldeinsamkeit!“ (S. 22, Z. 20 f.)
    \(\rightarrow\) Doppelte Nennung eines Wortes oder einer Wortfolge unmittelbar nacheinander. Meist werden die aufeinanderfolgenden Wörter bei einem Geminatio mit einem Komma voneinander getrennt. Die Wortwiederholung führt zu einer verstärkenden Wirkung des Gesagten

  • Invokation: „Gott sei uns allen gnädig“ (S. 83, Z. 4)
    \(\rightarrow\) Ein Ausruf, welcher auf eine höhere Macht hindeutet, beziehungsweise an eine höhere Instanz gerichtet ist

  • Neologismus: „Blütenflocken“ (S. 16, Z. 7), „Waldeinsamkeit“ (S. 22, Z. 23)
    \(\rightarrow\) Wortneuschöpfung, die aus meist schon existierenden Wörtern gebildet wird. Neologismen können außerdem genutzt werden, um Wörtern eine neue Bedeutung zu verleihen. Aufgrund der Wortneuschöpfung wird die Aufmerksamkeit des Lesers verstärkt auf den Begriff gelenkt, teils auch eine Art „Überraschungseffekt“ erzeugt

  • Personifikation: „[...] und die Wälder, als wollten sie auch mit uns sprechen und könnten nur nicht recht!“ (S. 20, Z. 7 ff.)
    \(\rightarrow\) Abstrakte Objekte werden zu Menschen gemacht. Dem Mond wird etwa die menschliche Eigenschaft zugeschrieben, er könne seltsam zwischen den Wolken hervorsehen. Die Wirkungsweise dieses Mittels zeigt sich in der Verbildlichung von Sprache, nicht-lebendigen Dingen wird gewissermaßen Leben eingehaucht

  • Synästhesie: „kühlen, duftigen Gärten lag“ (S. 15, Z. 6)
    \(\rightarrow\) Bei einer Synästhesie werden verschiedene Sinnesebenen und Empfindungen miteinander kombiniert, etwa der Sehsinn mit dem Hörsinn, wie im dritten Beispiel zu sehen ist. Dieses Stilmittel wirkt ausdruckssteigernd und intensiviert das Leseerlebnis

  • Vergleich: „es war ihr, als hätt' im Schlaf die Mutter Gottes ihren Sternenmantel über sie geschlagen.“ (S. 16, Z. 5 f.), „ [...] draußen stand ein Storch, wie eine Vedette, den ganzen Tag auf einem Bein.“ (S. 21, Z. 13 f.)
    \(\rightarrow\) Zwei oder mehrere Objekte oder Sachverhalte werden miteinander verglichen, wobei die verglichenen Objekte mindestens eine Gemeinsamkeit aufweisen sollten. Gerne werden für einen Vergleich die Vergleichspartikeln als oder wie verwendet, sie dienen der Gegenüberstellung. Ein Vergleich kann etwa die Poetisierung alltäglicher Begriffe bewirken

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