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Rezeption

Grass Werk Katz und Maus ist als zweiter Teil seiner Danziger Trilogie erschienen. Zu den zwei weiteren Werken gehören Die Blechtrommel und Hundejahre . Die Entstehung von Katz und Maus ergab sich aus einer Schreibblockade des Autors. Grass wollte ursprünglich eine Fortsetzung der Blechtrommel schreiben. Dabei kam er jedoch an einem Kapitel zum Scheitern, veröffentlichte dieses später als eigenständige Schrift und verlieh ihr den uns heute bekannten Titel Katz und Maus.

Lob

  • Bereits der erste Teil der Danziger Trilogie galt zu seiner Entstehungszeit als skandalös. Die weitreichenden Diskussionen und Proteste um sein zweites Werk machten Grass zu einem immer populärer werdenden Autoren der deutschen Nachkriegsliteratur.
  • Auf literarisch künstlerische Weise nimmt der Autor in allen Werken seiner Trilogie auf immer wieder auf ähnliche Weise Bezug auf Leitmotive und stellt Sinnzusammenhänge zwischen den drei Werken her und schafft es trotzdem, dass die jeweilige individuelle Geschichte jedes Werks auf keinen Fall zu kurz kommt.
  • Das Werk galt insbesondere innerhalb der Zeit der sogenannten Postmoderne als durchaus erfolgreich. Leser sehen die literaturhistorischen und intertextuellen Zusammenhänge als gut gelungen, und auch die indirekte Kritik an der Zeit des Nationalsozialismus, des konventionellen Spießbürgertums und ihrem Umgang mit der Andersartigkeit trifft sehr wohl auf Befürworter. Auch der Versuch einer Vergangenheitsbewältigung ist positiv zu betrachten.

Kritik

  • Katz und Maus galt nach seiner Erscheinung als skandalös, viel kritisiert, diskutiert und polarisierte unter den Rezipienten enorm.
  • Kritiker bezeichneten das Werk und insbesondere die Oanierszene als anstößig, pervers und obszön, weshalb gefordert wurde, dass man Grass Werk auf den Index setzt, was jedoch letztendlich nicht realisiert wurde.
  • Aus christlicher Sicht argumentierte man, dass die verwendeten religiösen Bezüge und Motive im Werk als Verunglimpfung und Blasphemie gelten.
  • Auch die spielerische und teilweise ironische Darstellung des Ritterkreuzes und ihre Vergleiche mit anderen Gegenständen (Ding, Bonbon etc.) stößt nicht gerade auf Zuspruch in konservativen Leserkreisen. Die eigentliche Bedeutung des Symbols würde somit an Bedeutung verlieren.
  • Aber auch die Relativierung oder beinahe Ironisierung kriegshistorischer Ereignisse wird kritisiert und soll der Tragik des Geschehens nicht gerecht werden.

Erfolge

  • Das Werk wurde in ca. 20 verschiedene Sprachen übersetzt
  • Im Jahr 1967 kam es zur Veröffentlichung einer Verfilmung unter gleichnamigem Titel

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