Personen |
Handlungs-ort |
Inter-
pretation |
Faust
Margarete
Mephistopheles
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Auf der Straße
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Szene direkt nach Hexenküche Gretchen ist die „Erstbeste“
Anmerkung: Mädchen galten damals mit 14 Jahren als heiratsfähig
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Faust trifft in der Szene nach der Hexenküche beim Spazierengehen auf Margarete (später Gretchen genannt), die gerade von der Beichte kommt. Er bietet ihr an, sie nach Hause zu begleiten, was sie jedoch ablehnt: „Bin weder Fräulein, weder schön, / Kann ungeleitet nach Hause gehn.“ (Sz. 7, Z. 9 f.)
Faust setzt Mephisto daraufhin unter Druck, Gretchen noch am selben Tag zu seiner Geliebten zu machen. Der Teufel wendet daraufhin ein, dass er über ein gottesfürchtiges Mädchen wie Margarete keine Macht hat: „Es ist ein gar unschuldig Ding, / Das eben für nichts zur Beichte ging; / Über die hab ich keine Gewalt“ (Sz. 7, Z. 41 ff.).
Faust besteht jedoch darauf, Gretchen zu gewinnen. Der Teufel überzeugt Faust schließlich von seinem Plan, geduldig zu sein und zunächst einmal ein Geschenk in Gretchens Zimmer zu hinterlegen.