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Mythos Medea

Die Medea-Sage entstammt der griechischen Mythologie und ist einer der bekanntesten Stoffe der Weltliteratur, der unzählige Male überarbeitet wurde. Er handelt von der Königstochter und Heilerin Medea, die mit dem Argonauten Jason aus ihrer Heimat Kolchis flieht und sich mit ihm und den beiden gemeinsamen Kindern in Korinth niederlässt.
  • Entstehung des Mythos: 14 Jhd. v. Chr.
  • Grundlage war nicht eine Ursprungsversion, sondern verschiedene Versionen der Geschichte um Jason, die Argonauten und Medea
  • Die Versionen widersprechen sich in
    - der Beschreibung des Todes von Absyrtos, der mal ein Unfall, mal ein Hinterhalt war
    - und im Schicksal von Glauke und Kreon
  • Allen frühen Versionen gleich ist die Tatsache, dass Medea ihre Kinder nicht ermordet hat
  • In der Antike erfolgten viele Überarbeitungen des Mythos‘ von männlichen Autoren in Epik oder Drama, z.B. Euripides und Seneca
  • Bei Euripides Version von 431 v. Chr. wird Medea zur Kindesmörderin; aus Rache an Jason tötet sie Kreon, Glauke und ihre eigenen Kinder
  • Im Hochmittelalter beschäftigten sich zahlreiche Schriftsteller, Dichter und bildende Künstler mit dem Mythos
  • In der Moderne überarbeiteten auch vermehrt Frauen die Medea-Sage und deuten die patriarchale Sichtweise um
  • Die moderne Forschung versucht, das komplexe Geschehen und die Beweggründe zu erklären

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