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Basiswissen
Inhaltsverzeichnis

Inhalt der Vorspiele

Zueignung

  • Auseinandersetzung des lyrischen Ichs mit dem künstlerischen Schaffensprozess
  • Die vorangestellte Elegie (= Trauergedicht) Zueignung behandelt den künstlerischen Schaffensprozess, der zur Entstehung des Faust geführt hat.
  • Dem lyrischen Ich erscheinen die Gestalten des Dramas in seiner Einbildung, wenn auch noch „schwankend“ (V. 1, Z. 2), also undeutlich.
  • Das Schreiben weckt im lyrischen Ich die Erinnerung an seine Jugend, darunter positive Emotionen („Ihr bringt mit euch die Bilder froher Tage“ (V. 1, Z. 11)), aber auch negative wie den „Schmerz“ (V. 1, Z. 15).
  • Das lyrische Ich packt die Sehnsucht nach der Vergangenheit, sodass es schließlich am Ende der Elegie zu weinen beginnt.

Vorspiel auf dem Theater

Personen Handlungs-ort Inter-
pretation
Direktor
Theater-dichter
Lustige Person
  • Theater
  • Die drei Personen in dieser Szene stehen jeweils für einen Aspekt einer Theateraufführung
    Der Direktor steht für den finanziellen Aspekt einer Aufführung
    Der Dichter verkörpert den inhaltlichen und künstlerischen Aspekt
    Die Lustige Person (der Schauspieler) symbolisiert den unterhaltenden Faktor einer Inszenierung
    • Der Selbstreflexion des lyrischen Ichs folgt nun eine Szene auf dem Schauplatz der Aufführung eines jeden Werks: dem Theater.
    • Der Theaterdirektor beginnt die Diskussion, indem er die These aufstellt, dass die Arbeit eines jeden Künstlers lediglich auf ausverkaufte Vorstellungen abziele. Der idealistische Dichter jedoch ist nicht dieser Meinung und misst den Erfolg eines Stücks an dessen Beliebtheit über die Generationen hinweg. Die lustige Person erwidert daraufhin, dass das Theater einzig der gegenwärtigen Unterhaltung diene.
    • Der Direktor lenkt nun ein wenig ein und fordert Handlungsreichtum im Theater und - daraus resultierend - die Beachtung der Wünsche des Publikums. Der Dichter jedoch will sich nicht dessen Wünschen beugen - „Geh hin und such dir einen anderen Knecht“ (V. 2, Z. 119) -, denn er hält die Kunst für etwas Erhabenes, was über den Gelüsten der Masse steht: „Wer sichert den Olymp, vereinet Götter? / Des Menschen Kraft im Dichter offenbart.“ (V. 2, Z. 141 f.)
    • Nachdem der Dichter und die lustige Person die Gestalt des Stücks weiter diskutieren, fordert der Direktor nun, dass das Werk neben einer unterhaltsamen Thematisierung des menschlichen Lebens auch eine Reise „vom Himmel durch die Welt zur Hölle“ (V. 2, Z. 236) sein solle.

    Prolog im Himmel

    Personen Handlungs-ort Interpretation
    Der Herr
    Die himmlischen Heerscharen
    Mephisto-
    pheles
    Himmel
    Gott und Mephisto diskutieren den Wert der Menschen und schließen eine Wette darüber ab, ob Mephisto Faust zum Bösen verführen kann (ähnlich zur Hiobsgeschichte)
    Gibt die Kernthematik des Stücks wieder
    • Der Prolog im Himmel beginnt mit dem Loblied der Erzengel auf die Erde: Trotz des Chaos sei Gottes Schöpfung für die Ewigkeit bestimmt.
    • Mephistopheles, der Teufel, taucht auf am Hofe des Herrn. Er interessiert sich jedoch nicht für die Natur wie die Engel, sondern nur für die Menschheit - und sieht nichts Positives an dieser: „[...] Ich find es dort [auf der Erde], wie immer, herzlich schlecht. / Die Menschen dauern mich in ihren Jammertagen, / Ich mag sogar die Armen selbst nicht plagen“ (V. 3, Z. 71f.). Er verachtet die Menschen dafür, stets nach der Wahrheit zu suchen, wo sie doch zum Scheitern verdammt seien.
    • Der Herr lenkt daraufhin das Gespräch auf Faust, der Mephistopheles wohlbekannt ist: Er hält ihn wegen seines unablässigen Strebens nach Erkenntnis und Sinnesfreuden für einen „Toren“ (V. 3, Z. 86). Während Gott Fausts innere Unruhe als positiv ansieht („Des Menschen Tätigkeit kann allzu leicht erschlaffen“ (V. 3, Z. 139)), glaubt Mephistopheles, Faust durch diese innere Unruhe auf den Weg des Bösen führen zu können.
    • Der Herr ist sich allerdings sicher, dass Faust sich nicht vom Teufel beeinflussen lassen wird (vgl. V. 3, Z. 140) und erlaubt Mephistopheles aus diesem Grund, negativen Einfluss auf den Gelehrten auszuüben - er sieht Mephistopheles als Gehilfen darin, den Menschen zur Tätigkeit zu bewegen (vgl. V. 3, Z. 141 ff.).
    • Gott und Mephistopheles schließen eine Wette ab (vgl. V. 3, Z. 118 ff.). Deren Einsatz ist Fausts Seele, Gott rechnet jedoch keinesfalls damit, dass Mephistopheles die Wette gewinnen könnte: „Ein guter Mensch in seinem dunkeln Drange / Ist sich des rechten Weges wohl bewusst“ (V. 3, Z. 123f.). Mephistopheles jedoch ist siegessicher: „Mir ist für meine Wette gar nicht bange“ (V. 3, Z. 128).

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