Viertes Kapitel
Infos
- Seite: 24-27
- Ort: Rheingau
- Zeit: 16-18. Lebensjahr Felix Krulls
- Personen: Felix Krull, Pate Schimmelpreester
Inhalt
- Dieses Kapitel widmet Krull dezidiert seinem Paten Schimmelpreester. Der außergewöhnliche Name des Paten stammt daher, dass laut Schimmelpreester „die Natur nichts als Fäulnis und Schimmel“ (S. 24, Z. 22 f.) bereithält und er als selbst ernannter „Priester“ (S. 24, Z. 23) Familie Krull vor diesem Verderben schützt
- Felix bezeichnet Schimmelpreester als „Hausfreund“ (S. 24, Z. 31) der Familie Krull, zu welchem der Protagonist eine „herzliche Wechselneigung“ (S. 25, Z. 29) empfindet
- Da Schimmelpreester die Kunst des Malens ausübt, kommt Felix des öfteren in den Genuss, selbst Modell zu sitzen
- In dem Zuhause und gleichzeitig Studio des Paten, welches der Protagonist als „eine Art Trödelspeicher mit einem großen Fenster“ (S. 25, Z. 35) bezeichnet, geht Schimmelpreester seinem Kunstwerk nach
- Felix sitzt seinem Paten sowohl nackt als auch verkleidet Modell, wobei sich Krull in diesem Zuge nicht nehmen lässt, auf seine körperlichen Vorzüge hinzuweisen. Besonders das Modellsitzen als verkleideter junger Mann aus verschiedenen sozialen Ständen und historischen Epochen gefällt Krull
- Schimmelpreester komplimentiert sein Patenkind damit, dass dieser ein sehr anpassungsfähiges und zeitloses Gesicht besäße, dies mache Krull zu einem virtuosen Modell für den Maler
- Auch erwähnt Felix, dass ihm Schimmelpreester im späteren Verlauf seiner Laufbahn als Hochstapler noch von unschätzbarem Wert sein wird