Erzähler
Die Handlung von Mario und der Zauberer wird aus Sicht eines Ich-Erzählers berichtet, der mit seiner Familie in Italien Urlaub macht.
Infos zur Person
- Mann aus Deutschland
- Ehemann und Vater von zwei Kindern
- Wohl recht gut betucht, da er sich einen mehrwöchigen Urlaub in Italien leisten kann
- Über sein Äußeres ist nichts bekannt
Charakter
- Liebevoller Vater: Er verteidigt seine Kinder und setzt sich im Hotel und am Strand für sie ein; es fällt ihm sehr schwer, seinen Kindern einen Wunsch abzuschlagen, weshalb die Familie auch überhaupt nur den Auftritt von Cipolla besucht und nach dem Flehen der Kinder nicht früher verlässt
- Selbstbewusst: Im Hotel bittet er um einen Tisch auf der Veranda, obwohl man ihnen erst einen anderen Tisch zuweisen wollte; besucht mit seiner Familie auch nach dem Umzug weiterhin das Grand Hotel, ohne sich vor der Fürstin zu fürchten; sowohl der Erzähler als auch seine Familie sind offen und suchen Kontakt zu anderen Menschen wie etwa Kellner Mario
- Bedacht: Nach dem Ärger im Hotel um den Husten der Kinder will er die Lage ruhig mit dem Hotelmanager klären; anstatt auf Konfrontation mit der Fürstin zu gehen, zieht er mit seiner Familie in die Pension um; beim Eklat um seine Tochter am Strand argumentiert und diskutiert er nicht, sondern versucht mit „nachdenklichem Kopfnicken zuzuhören“ (Vgl. S. 27)
- Gebildet: Er weiß, dass die politische Lage in Italien die Menschen beeinflusst und zur Ausgrenzung der Urlauber führt; er versucht seinen Kindern das Wissen weiterzugeben und zu erklären, warum die anderen Kinder so unfreundlich mit ihnen umgehen
- Kämpferisch: Will sich nicht einfach aus seinem Urlaub vertreiben lassen, „nur“ weil die Stimmung angespannt ist; lässt sich auch nach der Strafe für die öffentliche Empörung durch die nackte Tochter nicht unterkriegen
- Reflektiert: Er stellt schnell fest, dass die Italiener die Touristen aufgrund des Nationalismus skeptisch behandeln; der Erzähler durchschaut schon nach wenigen Minuten, dass es sich bei Cipolla nicht um einen gewöhnlichen Zauberer handelt; er erkennt, dass Cipolla mit Hypnose arbeitet und sich bewusst die Personen aussucht, die einen schwachen Willen haben
- Neugierig: Obwohl die Atmosphäre im Urlaub nicht gut ist, verlässt er Italien aus Neugier darauf, was noch kommen wird, nicht; trotz direkter Zweifel durch Cipollas Plakat, wollen nicht nur die Kinder, sondern auch der Erzähler wissen, was es mit Cipolla auf sich hat
- Gebannt: Der Erzähler empfindet die Kunst Cipollas als abstoßend und würde gerne gehen, lässt sich aber andererseits fesseln vom Geschehen