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Stilmittel

Shakespeare, der generell für seine stilistische Vielfalt und seine bildhafte Sprache bekannt ist, arbeitete auch in seinem Werk Hamlet mit einer Vielzahl an Stilmitteln. Diese sollen im Folgenden beispielhaft analysiert werden:
    Alliteration: „und Eile empfehle Euren Eifer“ (S. 16)
    \(\rightarrow\) Der Lesefluss wird durch die Wiederholung desselben Anfangsbuchstabens verbessert
    Akkumulation: „Ich nenn Euch, Hamlet, Fürst, Vater, Dänenkönig“ (S. 30)
    \(\rightarrow\) Eine Reihung von Begriffen, die alle dasselbe meinen
    Anapher: „Noch diese Tracht .../ Noch stürmische Seufzer.../ Noch der ergiebige Strom des Auges,/ Noch der finstere Ausdruck des Gesichts“ (S. 18)
    \(\rightarrow\) Eindringliche Rede, indem ein Wort in aufeinander folgenden Sätzen oder Versen wiederholt wird
    Antithese: „Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage“ (S. 65)
    \(\rightarrow\) Zwei gegensätzliche Gedanken werden in einem Zuge genannt, um zum Nachdenken anzuregen
    Antonomasie: „Dieses Vieh von blutschänderischem Ehebrecher“ (S. 33)
    \(\rightarrow\) Ein Begriff oder Name wird ersetzt durch die Beschreibung einer Charaktereigenschaft oder eines typischen Merkmals
    Apostrophe: „O Gott, o Gott!“ (S. 98)
    \(\rightarrow\) Ein imaginäres Wesen oder eine abwesende Person wird angesprochen
    Asyndeton: „Ob in Wasser, Feuer, Erde“ (S. 14)
    \(\rightarrow\) Gleichgestellte Wörter werden ohne Bindewort aneinandergereiht
    Hyperbel: „und steckt sie auch im Mittelpunkt der Erde“ (S. 48)
    \(\rightarrow\) Um die Pointe des Gesagten herauszuarbeiten, wird maßlos übertrieben
    Matapher: „selbst den Blumenpfad der Lust betritt“ (S. 25)
    \(\rightarrow\) Ein Wort wird in einem anderen Kontext genutzt; die Bedeutungsübertragung macht die Sprache bildlicher
    Paradoxon: „Jemand, der, alles duldend, nichts erduldet“ (S. 71)
    \(\rightarrow\) Ein Widerspruch in sich, der auf den zweiten Blick allerdings eine tiefere Wahrheit offenbaren soll
    Parenthese: „An die liebreizende Ophelia - das ist kein guter Ausdruck ... - aber nun hört weiter“ (S. 46)
    \(\rightarrow\) Ein Einschub, der weitere Informationen liefert und durch die Unterbrechung hervorgehoben wird
    Personifikation: „Wo Grüfte gähnen und die Hölle selbst haucht Pest in die Welt“ (S. 82)
    \(\rightarrow\) Eine Sache wird vermenschlicht, um die Sprache lebendiger wirken zu lassen
    Pleonasmus: „der wache Tag“ (S. 82)
    \(\rightarrow\) Das beigestellte Adjektiv bietet keine zusätzliche Information, sondern sagt das Gleiche
    Rhetorische Frage: „Was wollte ich doch sagen“ (S. 40)
    \(\rightarrow\) Eine Frage, auf die der Sprecher keine Antwort erwartet
    Synekdoche: „Taub sind die Ohren, die uns zuhörn sollten“ (S. 140)
    \(\rightarrow\) Ein Begriff (Ohr) steht für einen anderen aus dem gleichen Bedeutungsfeld (Mensch); die Auswahl des Teils lenkt die Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Detail
    Vergleich: „meine Einbildungen sind so schwarz wie Vulkans Schmiede“ (S. 72)
    \(\rightarrow\) Zur Veranschaulichung wird der abstrakte Gedanke mit einem bekannteren Sachverhalt verglichen
    Wiederholung: „Bleibt, sprecht! Sprecht, ich befehle Euch, sprecht!“ (S. 11)
    \(\rightarrow\) Die Wiederholung eines Wortes verstärkt die Eindringlichkeit

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