Aufbau
Georg Büchners Lenz ist eine Erzählung über einen Lebensabschnitt des gleichnamigen Protagonisten, der ins Steintal wandert, um dort seine geistige Krankheit auszukurieren.
Die Erzählung setzt unmittelbar mit Lenz Wanderung nach Waldbach ein und folgt einem chronologischen Ablauf, der teilweise von kurzen Zeitsprüngen unterbrochen wird. Die Erzählzeit ist deshalb ungleich zu der erzählten Zeit. Die erzählte Zeit umfasst ungefähr einen Monat, während man zum Lesen der Erzählung lediglich einige Stunden braucht. Der auktoriale Erzähler besitzt dabei einen Überblick über alle Figuren der Handlung.
Grundsätzlich kann die Erzählung in drei Teile gegliedert werden:
Des Weiteren ist die Erzählung durch Orts- und Personenwechsel gekennzeichnet. Anhand dieser Wechsel lässt sich die ganze Handlung zusammen mit der Einleitung, dem Hauptteil und dem Schluss in fünf Abschnitte untergliedern:
- Einleitung: Die Wanderung ins Steintal
- Hauptteil: Lenz Aufenthalt in Waldbach bei Pfarrer Oberlin
- Schluss: Lenz Fahrt zurück nach Straßburg und sein Leben in Straßburg
Des Weiteren ist die Erzählung durch Orts- und Personenwechsel gekennzeichnet. Anhand dieser Wechsel lässt sich die ganze Handlung zusammen mit der Einleitung, dem Hauptteil und dem Schluss in fünf Abschnitte untergliedern:
- Die Gebirgswanderung ins Steintal
- Lenz Aufenthalt in Waldbach bei Pfarrer Oberlin
- Das Treffen mit Kaufmann
- Oberlins Abwesenheit und Lenz Unterhaltungen mit Madame Oberlin
- Lenz Selbstmordversuche und seine Fahrt zurück nach Straßburg
- Eine geringe Anzahl von Protagonisten
- Die Charaktere sind weitestgehend eindimensional und verändern sich nicht im Verlauf der Novelle.
- Die Novelle erzählt von einer außergewöhnlichen und neuartigen Begebenheit.
- Keine Alltagssituationen, sondern nur berichtenswertes
- Der Inhalt der Novelle ist für den Leser neu.
- Die Novelle spielt in der realen Welt und soll für den Leser glaubhaft sein.
- Die Novelle besitzt eine strenge, geschlossene Form.
- Der Leser erhält nur wenige Hintergrundinformationen zu den Charakteren und den Schauplätzen.
- In der Novelle arbeitet der Autor mit starken Bildern und vielen Symbolen.
- Eine Novelle stellt oft eine Krisenerzählung dar.
- Im Mittelpunkt der Novelle steht ein Wendepunkt, der die Handlung ändert.