Kapitel 24 - 29: Wiederaufnahme der Beziehung und emotionale Distanz
(24) Während er mit Louise zusammen war, dachte E. nicht an Agnes. Dafür widmet er sich nun seiner Fiktion: In der Geschichte lässt er sein Kind zur Welt kommen. Die von ihm entworfene Vorstellung - Es war der glücklichste Sommer meines Lebens - steht in scharfem Kontrast zur Wirklichkeit. E. lässt sich so von der Fiktion leiten, dass er sich sicher ist, wieder mit Agnes zusammenzukommen. Er bekommt einen Anruf, dass Agnes sehr krank sei. Erst Tage später geht er zu ihr und kauft das Buch über Babys How to Survive the First Two Years.
(25) Agnes hat eine Fehlgeburt erlitten.
(26) Sie zieht wieder zu E., der ihr von Louise erzählt und gekränkt ist, als sie keine Eifersucht zeigt. Agnes bittet ihn, die Geschichte fortzuschreiben, jedoch so, dass das Kind zur Welt gekommen ist: „Du musst es aufschreiben, [...] du musst uns das Kind machen. Ich habe es nicht geschafft.“
(27) In völliger Verdrängung der Realität kaufen sie Kuscheltiere und Babykleider. Agnes ist tränen-überströmt. Als sie nachhause kommen, bricht sie zusammen: „Sie schauen uns an. Alle schauen uns an, wenn wir Kindersachen kaufen. Alle wissen es. Es ist eine Lüge.“
Deshalb soll E. sich in seiner Geschichte nun doch an die Realität halten. Als sie über Literatur sprechen, erzählt Agnes, dass sie sich ungewöhnlich stark mit Literatur identifiziert. Da Bücher eine große Gewalt über sie hätten, lese sie nicht mehr viel. (28) Agnes und der Erzähler haben sich voneinander entfremdet. Physisch und emotional wendet sie sich von ihm ab. Bezeichnenderweise schmecken nicht einmal die Lebkuchen, die sie backen, richtig. Im Gegensatz zur inneren Zurückgezogenheit ist Agnes äußerlich sehr aktiv. (29) An Heiligabend erhält E. ein Paket von Louise, die ihn auch zu einer Silvester-Party einlädt. Mit Agnes kommt es zum Dissens darüber, wer wen verlassen hat. Sie schlafen miteinander, was Agnes als Geschenk ihrerseits bezeichnet. Sie sei zurückgekommen, weil sie E. liebe.
Deshalb soll E. sich in seiner Geschichte nun doch an die Realität halten. Als sie über Literatur sprechen, erzählt Agnes, dass sie sich ungewöhnlich stark mit Literatur identifiziert. Da Bücher eine große Gewalt über sie hätten, lese sie nicht mehr viel. (28) Agnes und der Erzähler haben sich voneinander entfremdet. Physisch und emotional wendet sie sich von ihm ab. Bezeichnenderweise schmecken nicht einmal die Lebkuchen, die sie backen, richtig. Im Gegensatz zur inneren Zurückgezogenheit ist Agnes äußerlich sehr aktiv. (29) An Heiligabend erhält E. ein Paket von Louise, die ihn auch zu einer Silvester-Party einlädt. Mit Agnes kommt es zum Dissens darüber, wer wen verlassen hat. Sie schlafen miteinander, was Agnes als Geschenk ihrerseits bezeichnet. Sie sei zurückgekommen, weil sie E. liebe.