Teil B
1
Gegeben ist die Funktion
mit
und
Abbildung 1 zeigt den Graphen
von
sowie die einzge Nullstelle
von
.
a)
Zeige, dass für den Term der Ableitungsfunktion
von
gilt:
(3 BE)
b)
Bestimme rechnerisch die Lage und Art des Extrempunkts von
[Teilergebnis:
-Koordinaten des Extrempunkts:
]
Zusätzlich ist die Funktion
(4 BE)
c)
Zeige, dass
eine Stammfunktion von
ist, und begründe anhand des Terms von
, dass
gilt.
(3 BE)
d)
Der Graph von
verläuft durch den Punkt
Begründe ohne weitere Rechnung, dass
keine größeren Werte als
annehmen kann und bei
eine Wendestelle besitzt. Berechne die
-Koordinate des zugehörigen Wendepunkts.
(5 BE)
e)
Zeichne den Graphen von
unter Berücksichtigung der bisherigen Ergebnisse sowie des Funktionswerts
im Bereich
in Abbildung 1 ein.
(4 BE)
f)
Der Graph von
schließt mit den Koordinatenachsen ein Flächenstück ein, das durch das Dreieck mit den Eckpunkten
und
angenähert werden kann. Berechne, um wie viel Prozenz der Flächeninhalt des Dreiecks
vom Inhalt des Flächenstücks abweicht.
Betrachtet wird nun die Integralfunktion
(4 BE)
g)
Begründe, dass
mit der betrachteten Stammfunktion
von
übereinstimmt. Interpretiere geometrisch den Wert
mithilfe von in Abbildung 1 geeignet zu markierenden Flächenstücken.
(4 BE)
h)
Gib den Term einer in
definierten Funktion an, die eine Stammfunktion, aber keine Integralfunktion von
ist.
(2 BE)
2
Zur Modellierung einer Zerfallsreihe wird vereinfachend davon ausgegangen, dass sich in einem Gefäß zu Beginn eines Beobachtungszeitraums ausschließlich der radioaktive Stoff Bi 211 befindet. Jeder Atomkern dieses Stoffs Bi 211 wandelt sich irgendwann in einen Kern des radioaktiven Stoffs TI 207 um und dieser wiederum irgendwann in einen KErn des Stoffs Pb 207. Abbildung 2 zeigt diese Zerfallsreihe schematisch.
Der zeitliche Verlauf des Bi 211-Anteils, des TI 207-Anteils und des Pb 207-Anteils der Kerne im Gefäßlässt sich durch die in
definierten Funktionen
,
bzw.
beschreiben, deren Terme der folgenden Tabelle zu entnehmen sind. Dabei ist
die in Aufgabe 1 betrachtete Funktion.
Für jede der drei Funktionen bezeichnet
die seit Beobachtungsbeginn vergangene Zeit in der Einheit
Minuten. Beispielsweise bedeutet
dass sechs minuten nach Beginn der Beobachtung etwa
aller Kerne im Gefäß Pb 207-Kerne sind.
Bildnachweise [nach oben]
Bi 211 | TI 207 | Pb 207 |
---|---|---|
a)
Bestimme jeweils auf zehntel Prozent genau die Anteile der dreie Kernsorten zwölf Minuten nach Beobachtungsbeginn.
(4 BE)
b)
Ermittle unter Verwendung von Ergebnissen aus Aufgabe 1 den Zeitpunkt auf Sekunden genau, zu dem der Anteil von TI 207-Kernen im Gefäß am größten ist.
(2 BE)
c)
Begründe rechnerisch, dass zu keinem Zeitpunkt die Anteile der drei Kernsorten gleich groß sind.
(3 BE)
d)
Weise mithilfe des Terms der Funktion
nach, dass
gilt, und interpretiere diesen Grenzwert im Sachzusammenhang.
(2 BE)
(40 BE)
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1
a)
b)
- Notwendiges Kriterium:
- Hinreichendes Kriterium:
- Ist
, handelt es sich um eine Minimalstelle.
- Ist
, handelt es sich um eine Maximalstelle.
- Ist
- Bestimme die zweite Ableitungsfunktion
.
- Wende das notwendige Kriterium an, indem du
setzt und nach
löst.
- Überprüfe das hinreichende Kriterium, indem du die Lösung aus 2. in
einsetzt. So bestimmst du gleichzeitig die Art der Extrema.
- Berechne die Funktionswerte von
an den Extremstellen.
c)
d)
ist die erste Ableitungsfunktion von
und beschreibt daher die Steigung des Graphen von
.
besitzt genau eine Nullstelle an der Stelle
- Vor dieser Nullstelle, also für
ist
positiv, danach für
negativ.
Da die Steigung des Graphen von
- Notwendiges Kriterium:
- Hinreichendes Kriterium:
e)
ist eine Stammfunktion von
. Der Graph steigt daher für alle
und fällt für alle
- Der Graph besitzt einen Wendepunkt mit den Koordinaten
- Der Graph verläuft durch den Punkt
und nimmt dort sein Maximum an. Es handelt sich also um einen Hochpunkt.
- Für
geht
f)
Zur Berechnung des Integrals kannst du
g)
Mit dem ersten Integral, kann der Flächeninhalt
der Fläche berechnet werden, die der Graph von
mit den Koordinatenachsen einschließt, siehe Aufgabe f).
Mit dem zweiten Integral kann der Inhalt
der Fläche berechnet werden, die vom Graphen von
und der
-Achse im Intervall
eingeschlossen wird. Da diese Fläche wie in Abbildung 1 zu erkennen ist, unterhalb der
-Achse liegt, ist der Integralwert negativ. Der Flächeninhalt
wird daher von
subtrahiert. Somit ist
die Differenz der Flächeninhalte
und
Die Fläche, die
im Intervall
mit der
-Achse einschließt, ist ca.
Flächeneinheiten kleiner als die Fläche, die von
mit den Koordinatenachsen eingeschlossen wird.
Mit dem zweiten Integral kann der Inhalt

h)
Du weißt bereits, dass
Es gilt
2
a)
b)
c)
Du kannst also beispielsweise die Koordinaten der Schnittpunkte von
d)
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