Wahlteil C1
Auf einer Meeresfarm werden Muscheln zur Perlengewinnung gezüchtet.
Erfahrungsgemäß bringen
der Muscheln keine Perlen hervor. In den restlichen Muscheln befindet sich jeweils genau eine Perle, aber nur
der Perlen entsprechen dem geforderten Qualitätsstandard.
Erfahrungsgemäß bringen
a)
Bestimme für die folgenden Ereignisse jeweils die Wahrscheinlichkeit:
A: In
zufällig ausgewählten Muscheln ist keine Perle.
B: In
zufällig ausgewählten Muscheln sind insgesamt mindestens zwei Perlen.
C: In
zufällig ausgewählten Muscheln sind insgesamt mehr als drei Perlen, die dem geforderten Qualitätsstandard entsprechen.
A: In
B: In
C: In
(3 VP)
b)
Ermittle die Anzahl der Muscheln, die man mindestens öffnen muss, damit mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens
mindestens eine Perle zu finden ist.
(2 VP)
c)
Ein Muschelzüchter hat eine neue Zuchtmethode entwickelt. Er behauptet, damit die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine Muschel eine Perle hervorbringt, zu erhöhen. Um die Behauptung zu überprüfen, wird die Nullhypothese "Mit einer Wahrscheinlichkeit von höchstens
bringt eine Muschel eine Perle hervor." getestet.
Man vereinbart einen Stichprobenumfang von
Muscheln und ein Signifikanzniveau von
.
Formuliere die zugehörige Entscheidungsregel.
Man vereinbart einen Stichprobenumfang von
Formuliere die zugehörige Entscheidungsregel.
(2,5 VP)
d)
Ein Goldschmied hat in einer Schale weiße und schwarze Perlen. Es sind mehr schwarze als weiße Perlen. Insgesamt sind es
Perlen. Der Goldschmied zieht zufällig zwei Perlen ohne Zurücklegen aus der Schale. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sich die Farben der beiden Perlen unterscheiden, beträgt
.
Bestimme die Anzahl der schwarzen Perlen, die vor dem Ziehen in der Schale waren.
Bestimme die Anzahl der schwarzen Perlen, die vor dem Ziehen in der Schale waren.
(2,5 VP)
a)
Die Wahrscheinlichkeit, dass keine Perle in der Muschel enthalten ist, beträgt 70%.
Die Wahrscheinlichkeit von A kann deshalb folgendermaßen berechnet werden: Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Perle in der Muschel ist, beträgt 30 %.
ist die Anzahl der Muscheln, die Perlen enthalten.
ist die Anzahl der Perlen, die dem Qualitätsstandard entsprechen. Die Wahrscheinlichkeit in einer Muschel eine Perle, die dem Qualitätsstandard entspricht, zu finden, ist:
%.
Die Wahrscheinlichkeit von A kann deshalb folgendermaßen berechnet werden: Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Perle in der Muschel ist, beträgt 30 %.
b)
Das n kennst du nicht. Gesucht ist das kleinste n mit
Es gilt
c)
Aus der Aufgabenstellung geht
,
und
hervor.
Z: Anzahl der Muscheln, die Perlen enthalten.
Stelle die Nullhypothese auf:
Trifft
zu, so ist Z binomialverteilt mit
und
.
Gesucht wird die kleinste ganze Zahl, für die die Irrtumswahrscheinlichkeit bei
höchstens
beträgt:
bzw.
.
Die Wahrscheinlichkeiten aus der Binomialverteilungstabelle ergeben
und
.
Damit ergibt sich
und
.
Ist
, so wird die Nullhypothese nicht abgelehnt, für
wird sie abgelehnt. Bei einer Irrtumswahrscheinlichkeit von 5% kann man davon ausgehen, dass wenn mindestens 72 Muscheln Perlen enthalten, die Nullhypothese abgelehnt wird, ansonsten nicht abgelehnt wird.
Z: Anzahl der Muscheln, die Perlen enthalten.
Stelle die Nullhypothese auf:
Damit ergibt sich
d)
Erstellen eines Baumdiagramms zur Übersicht:
Mit
(=Anzahl der schwarzen Perlen) muss gelten:
Mit der abc-Formel ergibt sich
und
Da die Anzahl der schwarzen Perlen größer sein soll, als die der weißen, waren vor dem Ziehen 16 schwarze Perlen in der Schale.
