a)
Wahrscheinlichkeit bestimmen
In dieser Teilaufgabe sollst du die Wahrscheinlichkeit dafür bestimmen, dass das Glücksrad

genau fünf Mal auf die Zahl

zeigt. Dieses Ereignis wird hierbei mit

bezeichnet. Du hast gegeben, dass der Spieler insgesamt zehn Mal spielt. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass das Glücksrad

bei einer Drehung die Zahl

anzeigt beträgt

, da das Glücksrad aus insgesamt

gleich großen Feldern besteht, wobei

dieser Felder mit der Zahl

beschriftet sind.
Du kannst hierbei die Anzahl der Drehungen, bei denen das Glücksrad auf die Zahl

zeigt, mit der Zufallsvariable

bezeichnen. Somit ist die Wahrscheinlichkeit

gesucht.
Die Zufallsvariable

ist somit binomialverteilt mit der Wahrscheinlichkeit

und der Gesamtzahl der Drehungen

.
Die Wahrscheinlichkeit für eine binomialverteilte Zufallsgröße kannst du mit dem binomialPDf-Befehl deines GTR berechnen.
Den binomialPDf-Befehl findest du unter:
OPTN

F5: STAT

F3: DIST

F5: BINOMIAL

F1: Bpd
Damit folgt für die Wahrscheinlichkeit:
Abb. 1: Wahrscheinlichkeit bestimmen
Somit beträgt die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis

etwa

.
Wahrscheinlichkeit bestimmen
Du sollst die Wahrscheinlichkeit dafür bestimmen, dass beim ersten Spiel die Summe der beiden angezeigten Zahlen

beträgt. Dieses Ereignis wird mit

bezeichnet. Betrachte somit alle möglichen Ereignisse, bei denen die Summe der angezeigten Zahlen genau

ergibt.
Hierbei gibt es die Möglichkeiten, dass das Glücksrad

auf die Zahl

zeigt und das Glücksrad

auf die Zahl

oder dass das Glücksrad

auf die Zahl

zeigt und das Glücksrad

entsprechend auf die Zahl

.
Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass das Glücksrad

auf die Zahl

zeigt beträgt

und auf die Zahl

entsprechend

. Das Glücksrad

zeigt mit einer Wahrscheinlichkeit von

auf die Zahl

und mit einer Wahrscheinlichkeit von

auf die Zahl

.
Somit ergibt sich für die Wahrscheinlichkeit, dass das Ereignis

eintritt:
Damit beträgt die Wahrscheinlichkeit dafür, dass das Ereignis

eintritt

.
Wahrscheinlichkeit bestimmen
Du sollst die Wahrscheinlichkeit dafür bestimmen, dass der Spieler mindestens einmal den Hauptgewinn erzielt. Dieses Ereignis wird mit

bezeichnet.
Bezeichne beispielsweise die Anzahl der Hauptgewinne, welche ein Spieler erzielt, mit der Zufallsvariable

. Somit ist die Wahrscheinlichkeit

gesucht. Der Hauptgewinn besteht darin, dass

ausgezahlt werden. Der Hauptgewinn wird genau dann ausgezahlt, falls beide Glücksräder auf die Zahl

zeigen.
Die Wahrscheinlichkeit

kannst du mit dem Gegenereignis wie folgt umschreiben:
Die Anzahl der Hauptgewinne

ist binomialverteilt mit

und der Wahrscheinlichkeit

, dass ein Spieler einen Hauptgewinn erzielt. Bestimme somit die Wahrscheinlichkeit

und anschließend mit dem binomPDf-Befehl deines GTR die gesuchte Wahrscheinlichkeit.
Für die Wahrscheinlichkeit

, dass ein Spieler einen Hauptgewinn erzielt, folgt mit den Einzelwahrscheinlichkeiten aus der vorherigen Teilaufgabe:
Somit ist die Zufallsvariable

mit

und

binomialverteilt. Damit folgt für die gesuchte Wahrscheinlichkeit mit dem binomialPDf-Befehl deines GTR:
Somit beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass Ereignis

eintritt etwa

.
b)
Mindestanzahl der Spiele bestimmen
In dieser Teilaufgabe sollst du berechnen, wie oft du mindestens spielen musst damit mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als

in mindestens einem Spiel der Hauptgewinn erzielt wird.
Aus der vorherigen Teilaufgabe weißt du, dass die Anzahl der erzielten Hauptgewinne binomialverteilt ist. Bezeichne die Anzahl der erzielten Hauptgewinne mit der Zufallsvariable

. Die Zufallsvariable

ist mit der unbekannten Gesamtanzahl

der Spiele und der Wahrscheinlichkeit

aus der vorherigen Teilaufgabe binomialverteilt.
Du sollst hierbei

so bestimmen, dass für die Wahrscheinlichkeit

gilt. Aus der vorherigen Teilaufgabe weißt du, dass du die Wahrscheinlichkeit

wie folgt umschreiben kannst:
Die Wahrscheinlichkeit für eine binomialverteilte Zufallsgröße

ist durch die folgende Formel gegeben:
Somit gilt für die Wahrscheinlichkeit mit

:
Da du die Mindestanzahl der Spiele bestimmen sollst, ist die kleinste Anzahl an Spielen

gesucht für die die Ungleichung erfüllt ist.
Den Wert für

kannst du mit deinem GTR bestimmen. Benutze hierzu den Solve-Befehl deines GTR.
Achte darauf, dass du für die Lösung durch den Solve-Befehl die Gleichung

betrachten musst. Die Lösung der Gleichung entspricht der Mindestanzahl

. Die Ungleichung

ist somit ab einer Anzahl von

Spielen erfüllt.
Den Solve-Befehl findest du unter:
OPTN

F4: CALC

F5: SolveN
Damit folgt für die Mindestanzahl an Spielen

:
Abb. 2: Mindestanzahl bestimmen
Damit gilt, dass ab einer Anzahl von mindestens

Spielen die Wahrscheinlichkeit größer als

ist, dass ein Spieler mindestens einen Hauptgewinn erzielt.
c)
Durchschnittlichen Verdienst bestimmen
Du sollst den durchschnittlichen Verdienst des Betreibers berechnen. Berechne dazu den erwarteten Gewinn des Betreibers. Bezeichne beispielsweise den Gewinn des Betreibers in Euro mit der Zufallsvariable

.
Die Formel für den Erwartungswert für vier verschiedene Ereignisse lautet:
Hierbei ist gegeben, dass ein Spieler die Summe der beiden angezeigten Zahlen auf den Glücksrädern ausgezahlt bekommt, falls die angezeigten Zahlen der Glücksräder identisch sind.
In diesem Fall gibt es somit die Möglichkeit, dass der Betreiber

verliert. Dies ist der Fall, falls der Spieler

ausgezahlt bekommt, nachdem er bereits

Spieleinsatz bezahlt hat. Weiter gibt es die Möglichkeit, dass der Betreiber

verliert, falls der Spieler

ausgezahlt bekommt. Außerdem kann der Betreiber einen Gewinn von

erhalten, falls der Spieler

gewinnt, nachdem er bereits

Spieleinsatz bezahlt hat. Zudem kann der Betreiber einen Gewinn von

erhalten, falls der Spieler verliert nachdem er

Spieleinsatz bezahlt hat.
Somit musst du noch die Wahrscheinlichkeiten für die jeweiligen Fälle bestimmen. Der Betreiber verliert

, falls beide Glücksräder die Zahl

anzeigen. Somit gilt für die Wahrscheinlichkeit

:
Entsprechend gelten für die weiteren Wahrscheinlichkeiten laut der Aufgabenstellung:
Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Betreiber

Gewinn erzielt ergibt sich nun aus der Gegenwahrscheinlichkeit zu den zuvor bestimmten Wahrscheinlichkeiten:
Somit gilt für den zu erwarteten Gewinn pro Spiel mit der oben genannten Formel für den Erwartungswert:
Daraus folgt, dass der Betreiber auf lange Sicht durchschnittlich pro Spiel

verdient.
d)
Mittelpunktswinkel berechnen
Du sollst berechnen, wie weit der Mittelpunktswinkel des Kreissektors maximal gewählt werden darf. Dazu hast du gegeben, dass der Betreiber erreichen möchte, dass bei zehn Spielen die Wahrscheinlichkeit für mindestens einen Hauptgewinn maximal

beträgt. Der Betreiber möchte dazu beim Glücksrad

den Mittelpunktswinkel des Kreissektors verändern, welcher mit der Zahl

beschriftet ist.
Aus der Teilaufgabe b) weißt du bereits, dass die Anzahl der Hauptgewinne binomialverteilt ist. Die Anzahl der Hauptgewinne hast du mit der Zufallsvariable

bezeichnet, welche mit

und einer unbekannten Wahrscheinlichkeit

binomialverteilt ist.
Hierfür musst du die Wahrscheinlichkeit für einen Hauptgewinn in Abhängigkeit des Mittelpunktswinkels bestimmen und anschließend die folgende Ungleichung nach dem Mittelpunktswinkel auflösen:
Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass das zweite Glücksrad auf die Zahl

zeigt in Abhängigkeit des Mittelpunktswinkels

beträgt

. Damit folgt für die Wahrscheinlichkeit

, dass ein Spieler den Hauptgewinn gewinnt:
Somit kannst du die Lösung der Ungleichung mit deinem GTR berechnen. Verwende hierzu den Solve-Befehl. Beachte hierbei, dass du dazu die Gleichung

lösen musst. Daraus erhältst du die maximale Größe des Mittelpunktwinkels.
Mit dem Solve-Befehl und des binomialPDf-Befehls deines GTR erhältst du:
Daraus folgt, dass der Mittelpunktswinkel des Kreissektors maximal

betragen darf, damit der Betreiber erreicht, dass bei zehn Spielen die Wahrscheinlichkeit für mindestens einen Hauptgewinn maximal

beträgt.
Bildnachweise [nach oben]
© 2017 - SchulLV.
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