Wahlteil C1
Ein Unternehmen stellt Olivenöl her und füllt es in Flaschen ab. Laut Aufdruck beträgt die Füllmenge jeder Flasche
Die Flaschen werden in Kartons verpackt; jeder Karton enthält zwölf Flaschen. Ein Karton gilt als fehlerhaft, wenn mehr als eine Flasche weniger als
Öl enthält. Für jede Flasche beträgt die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sie weniger als
Öl enthält,
und einer Standardabweichung von
angenommen werden.
a)
Die Rechnung
stellt im Sachzusammenhang die Lösung einer Aufgabe dar.
Formuliere eine passende Aufgabenstellung und erläutere den Ansatz der Rechnung.
(1,5 VP)
b)
An einen Supermarkt wird regelmäßig die gleiche Anzahl von Flaschen geliefert. Dabei enthalten im Mittel mehr als 780 Flaschen mindestens
Öl.
Ermittle, wie viele Flaschen mindestens geliefert werden.
(1,5 VP)
c)
Ein Supermarkt erhält eine Lieferung von 150 Kartons.
Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mehr als
der Kartons fehlerhaft sind.
Die Füllmenge der Flaschen soll als normalverteilt mit einem Erwartungswert von
(2 VP)
d)
Eine Flasche wird zufällig ausgewählt. Ermittle für die folgenden Ereignisse jeweils die Wahrscheinlichkeit:
„Die Flasche enthält mehr als
Öl.“
„Die Füllmenge der Flasche weicht höchstens um
vom Erwartungswert ab.“
(0,5 VP)
(1 VP)
e)
Die Füllmenge einer Flasche ist nie negativ. Die Normalverteilung, die zur Beschreibung der Füllmenge der Flaschen verwendet wird, ist jedoch auch für negative reelle Zahlen definiert und nimmt dabei ausschließlich positive Werte an.
Begründe, dass die Verwendung der Normalverteilung dennoch sinnvoll ist.
(1 VP)
f)
Das Unternehmen möchte die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine Flasche weniger als
Öl enthält, verringern. Für die nötige Änderung der Maschine, die die Flaschen befüllt, gibt es zwei Vorschläge:
Vorschlag 1: Die eingestellte Füllmenge von
wird erhöht.
Vorschlag 2: Die Genauigkeit, mit der die eingestellte Füllmenge von
erreicht wird, wird erhöht.
Die Abbildungen 1 und 2 zeigen jeweils den Graphen der Dichtefunktion, die vor der Änderung der Maschine die Füllmenge der Flaschen beschreibt.
Skizziere in der Abbildung 1 den Graphen einer Dichtefunktion, die sich aus dem Vorschlag 1 ergeben könnte, und in der Abbildung 2 den Graphen einer Dichtefunktion, die zum Vorschlag 2 passt.
Begründe für jeden Vorschlag mithilfe des skizzierten Graphen, dass damit das Ziel des Unternehmens erreicht wird.
(3 VP)

Abbildung 1

Abbildung 2
g)
Jede Flasche wird mit einem Anhänger versehen. Die Anhänger gibt es mit
verschiedenen Motiven. Für jede Flasche wird eines dieser Motive zufällig ausgewählt. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass bei
zufällig ausgewählten Flaschen alle Motive verschieden sind, ist kleiner als
Ermittle den kleinsten möglichen Wert von
(2 VP)
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a)
Aufgabenstellung formulieren
„Es wird ein Karton zufällig ausgewählt. Berechne die Wahrscheinlichkeit dafür, dass jede Flasche aus dem Karton mindestens
Öl enthält."
Ansatz erläutern
Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine Flasche mindestens
enthält:
Wahrscheinlichkeit dafür, dass alle 12 Flaschen aus einem Karton mindestens
enthalten:
b)
Das Mittel von mehr als 780 Flaschen entspricht dem Erwartungswert. Hierbei beschreibt
die Anzahl der gelieferten Flaschen.
Es soll gelten:
Da die Anzahl der Flaschen eine natürliche Zahl sein muss, gilt
Es werden also mindestens 792 Flaschen geliefert.
c)
d)
e)
Die verwendete Normalverteilung liefert für die negativen Füllmengen so geringe Wahrscheinlichkeiten, dass diese vernachlässigt werden können.
f)
Graphen skizzieren
Mögliche Graphen für die beiden Vorschläge sind beispielsweise:
Vorschläge begründen
Der Inhalt der Fläche, die für
zwischen dem Graphen der Dichtefunktion und der
-Achse eingeschlossen wird, entspricht der Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine Flasche weniger als
Öl enthält.
Beim ersten Vorschlag wird der Graph der Dichtefunktion auf der
-Achse weiter entlang der positiven
-Achse verschoben, sodass die darunterliegende Fläche für
minimiert wird.
Durch das Strecken des Graphen der Dichtefunktion in
-Richtung wird ebenso durch Vorschlag 2 die Fläche für
unter dem Graphen reduziert.
Somit erfüllen beide Vorschläge, das Ziel, die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine Flasche weniger als
Öl enthält, zu verringern.

Abbildung 1

Abbildung 2
g)
Das Vorgehen beschreibt das stochastische Modell „Ziehen mit Zurücklegen und mit Beachtung der Reihenfolge".
Für
verschiedene Motive und
zufällig ausgewählte Flaschen gibt es somit genau
mögliche Kombinationen.
Wenn jede Flasche ein unterschiedliches Motiv haben soll, gibt es nach jedem Versehen einer Flasche mit einem Anhänger ein mögliches Motiv weniger für die nächsten Flaschen. Die Anzahl der möglichen Kombinationen entspricht somit
Es folgt also:
Einsetzen verschiedener Werte für
liefert
und
Als kleinstmöglicher Wert von
ergibt sich somit