Wahlteil A1
Aufgabe A1.1
Gegeben ist die Funktion
mit
.
Ihr Graph ist
.
Ihr Graph ist
a)
(4 VP)
b)
Für jedes
sind
,
und
die Eckpunkte eines Dreiecks.
Bestimme einen Wert für
so, dass dieses Dreieck den Flächeninhalt
hat.
Für welchen Wert von
ist das Dreieck gleichschenklig?
(4 VP)
c)
Auf der
-Achse gibt es Intervalle der Länge
auf denen die Funktion
den Mittelwert
besitzt.
Bestimme die Grenzen eines solchen Intervalls.
(3 VP)
Aufgabe A1.2
Gegeben ist für jedes
eine Funktion
durch
.
Bestimme
so, dass die beiden Extrempunkte des Graphen von
den Abstand
voneinander haben.
(4 VP)
Lösung A1.1
a)
Koordinate des Extrempunktes
angeben
ist ihr Schaubild. Deine Aufgabe ist es, die Koordinaten des Extrempunktes
zu bestimmen.
Koordinate des Wendepunktes
angeben
Gleichung der Asymptote von
angeben
und
und
Skizzieren des Schaubildes
Gegeben ist der Funktionsterm einer Funktion
mit:
Um die Koordinaten angeben zu können, musst du zunächst die notwendige und hinreichende Bedingung für Extremstellen überprüfen.
Für eine Extremstelle
einer Funktion
müssen folgende Kriterien erfüllt werden:
. Hast du diese bestimmt, so kannst du die bestimmte Stelle in den Funktionsterm von
einsetzen und erhältst so den zugehörigen Funktionswert an dieser Extremstelle.
Für eine Extremstelle
- Notwendige Bedingung:
- Hinreichende Bedingung:
1. Schritt: Notwendige Bedingung überprüfen
Um die notwendige Bedingung einer Extremstelle der Funktion
zu überprüfen, benötigst du die erste Ableitungsfunktion der Funktion
.
Diese erhältst du, indem du die Produktregel anwendest:
Diese erhältst du, indem du die Produktregel anwendest:
Für die notwendige Bedingung einer Extremstelle muss
gelten. Setze also den Funktionsterm der ersten Ableitung
gleich Null und ermittle alle potentielle Werte, für die diese Gleichung erfüllt wird:
An dieser Stelle kannst du den Satz vom Nullprodukt anwenden. Da der Term
für keinen Wert für
gleich Null werden kann, kannst du diesen vernachlässigen.
Damit hast du eine potentielle Extremstelle an
ermittelt und kannst für diese Stelle nun das hinreichende Kriterium überprüfen.

Alternativ bietet es sich auch an, die potentielle Extremstelle mit dem GTR zu bestimmen:
Gib dazu den Term der ersten Ableitungsfunktion ƒ‘ an und lass deren Schaubild im Graph-Modus anzeigen. Wähle dann unter
Gib dazu den Term der ersten Ableitungsfunktion ƒ‘ an und lass deren Schaubild im Graph-Modus anzeigen. Wähle dann unter
menu |
den Befehl zum Bestimmen der Nullstelle aus und bestätige mit Enter.
Der GTR liefert dir eine potentielle Extremstelle an
.
2. Schritt: Hinreichende Bedingung überprüfen
Damit eine Extremstelle vorliegt, muss weiterhin die hinreichende Bedingung
erfüllt werden. Das heißt, du benötigst zunächst die zweite Ableitung der Funktion
. Diese erhältst du, indem du den Term von
erneut mit Hilfe der Produktregel ableitest:
Überprüfe nun, ob
erfüllt wird:
Das liefert dir, dass ebenfalls die hinreichende Bedingung erfüllt ist und damit, dass an
eine Extremstelle vorliegt. Wegen
kannst du festhalten, dass es sich hierbei um einen Hochpunkt handelt.
3. Schritt: Koordinaten des Hochpunktes angeben
Aus den Berechnungen zuvor weißt du, dass sich an der Stelle
ein Hochpunkt befindet. Damit hast du die
-Koordinate des Hochpunktes ermittelt. Die
-Koordinate erhältst du, indem du
in den Funktionsterm von
einsetzt und berechnest:

Alternativ kannst du den Funktionswert an der Stelle
auch mit Hilfe des GTR bestimmen.
Gib dazu die Funktion
im Graph-Modus an und lass deren Graph anzeigen. Den Funktionswert an der besagten Stelle
erhältst du über folgende Befehlsfolge:
menu |
Die Koordinaten des Extrempunktes
lauten
.
Laut Aufgabenstellung besitzt das Schaubild
einen Wendepunkt. Um dessen Koordinaten angeben zu können, musst du zunächst die Wendestelle
der Funktion
bestimmen. Für diese Wendestelle müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
- Notwendige Bedingung:
- Hinreichende Bedingung:
Hast du anschließend
bestimmt, so kannst du die Wendestelle in den Term der Funktion
einsetzen und so die
-Koordinate des Wendepunktes bestimmen.
1. Schritt: Notwendige Bedingung überprüfen
Um die notwendige Bedingung einer Wendestelle der Funktion
zu überprüfen, benötigst du die zweite Ableitungsfunktion der Funktion
. Diese hast du zuvor mit Hilfe der Produktregel bestimmt:
Für die hinreichende Bedingung muss
gelten:
An dieser Stelle kannst du den Satz vom Nullprodukt anwenden. Da der Term
für keinen Wert für
gleich Null werden kann, kannst du diesen vernachlässigen.
Damit hast du eine potentielle Wendestelle an
ermittelt.

Alternativ bietet es sich auch an, die potentielle Wendestelle mit dem GTR zu bestimmen:
Gib dazu den Term der zweiten Ableitungsfunktion an und lass deren Schaubild im Graph-Modus anzeigen. Wähle dann unter
Gib dazu den Term der zweiten Ableitungsfunktion an und lass deren Schaubild im Graph-Modus anzeigen. Wähle dann unter
menu |
den Befehl zum Bestimmen der Nullstelle aus und bestätige mit Enter.
Der GTR liefert dir eine potentielle Wendestelle an
.
2. Schritt: Hinreichende Bedingung überprüfen
Damit eine Wendestelle vorliegt, muss weiterhin die hinreichende Bedingung
erfüllt werden. Das heißt, du benötigst zunächst die dritte Ableitung der Funktion
. Diese erhältst du, indem du den Term von
erneut mit Hilfe der Produktregel ableitest:
Überprüfe nun, ob
erfüllt wird:
Das liefert dir, dass ebenfalls die hinreichende Bedingung erfüllt ist und damit, dass an
eine Wendestelle liegt.
3. Schritt: Koordinaten des Wendepunktes angeben
Aus den Berechnungen zuvor weißt du, dass sich an der Stelle
ein Wendepunkt befindet. Damit hast du die
-Koordinate des Wendepunktes ermittelt. Die
-Koordinate erhältst du, indem du
in den Funktionsterm von
einsetzt und berechnest:

Alternativ kannst du den Funktionswert an der Stelle
auch mit Hilfe des GTR bestimmen. Gib dazu die Funktion
im Graph-Modus an und lass deren Graph anzeigen. Den Funktionswert an der besagten Stelle
erhältst du über folgende Befehlsfolge:
menu |
Die Koordinaten des des Wendepunktes
lauten
.

Betrachte das Schaubild der Funktion
in deinem GTR.
Deine Aufgabe ist es, die Gleichung der Asymptote von
anzugeben.
Anhand des Schaubildes (Abbildung links) kannst du bereits vermuten, dass es sich um eine waagrechte Asymptote handelt.
Um die Gleichung der Asymptote zu bestimmen, kannst du die Funktion
für
und für
untersuchen.
Deine Aufgabe ist es, die Gleichung der Asymptote von
Anhand des Schaubildes (Abbildung links) kannst du bereits vermuten, dass es sich um eine waagrechte Asymptote handelt.
Um die Gleichung der Asymptote zu bestimmen, kannst du die Funktion
Untersuchen für
:
Der Funktionsterm von
ist gegeben durch
.
Betrachtest du
, so kannst du festhalten, dass gilt:
Betrachtest du
Da der
-Term den dominanten Term darstellt, konvergiert die Funktion
für
gegen 0.
Die Gleichung der Asymptote lautet also
.
Die Gleichung der Asymptote lautet also
Untersuchen für
:
Betrachtest du noch
, so kannst du festhalten, dass gilt:
Da auch hier der
-Term den dominanten Term darstellt, strebt die Funktion
für
gegen
. Damit liegt keine weitere Asymptote vor.
Weiterhin verlangt die Aufgabenstellung, das Schaubild
zu skizzieren. Dabei kannst du folgende Angaben verwenden:
- Betrachte das Schaubild in deinem GTR, indem du den Graph-Modus auswählst.
- Verwende, dass sich der Hochpunkt an
und der Wendepunkt an
befindet.
- Für
konvergiert die Funktion gegen 0, für
strebt sie gegen
.
Zusätzlich kannst du dir noch die zugehörige Wertetabelle der Funktion einblenden lassen. Diese findest du im Graph-Modus unter TABLE:

Das Schaubild
sollte dann folgendermaßen aussehen:

b)
Wert für
bestimmen, sodass der Flächeninhalt 8 FE beträgt
Wert für
bestimmen, sodass das Dreieck gleichschenklig ist
Gegeben sind die Punkte
,
und
. Sie stellen die Eckpunkte eines Dreiecks dar.
Deine Aufgabe ist es, einen Wert für
so zu bestimmen, dass der Flächeninhalt des Dreieck 8 FE beträgt.
Deine Aufgabe ist es, einen Wert für

Der Flächeninhalt
eines Dreiecks berechnet sich allgemein über folgenden Zusammenhang:
Dabei stellt
die Länge der Grundseite und
die Länge der Höhe dar.
Um einen passenden Wert für
zu ermitteln, kannst du wie folgt vorgehen:
Um einen passenden Wert für
- Stelle die Flächenfunktion in Abhängigkeit vom Parameter
auf.
- Setze den resultierenden Term mit 8 gleich und löse nach
auf, um den gesuchten Wert zu erhalten.
Den zweiten Schritt kannst du mit Hilfe deines GTR durchführen.
1. Schritt: Flächenfunktion aufstellen
Anhand der Abbildung kannst du erkennen, dass die Grundseite dem Wert
und die Höhe dem Funktionswert
entspricht. Dadurch erhältst du folgende von
abhängige Flächenfunktion
:
Setze den Funktionsterm von
ein, um den vollständigen Term er Flächenfunktion
zu erhalten:
2. Schritt: Wert für Parameter
ermitteln
Um einen passenden Wert für
zu erhalten, sodass der Flächeninhalt 8 FE beträgt, kannst du den aufgestellten Term der Flächenfunktion mit 8 gleichsetzen und nach
auflösen. Da dieser Weg rechnerisch sehr aufwendig ist, wählen wir die graphische Lösung des Problems mit Hilfe des GTR:
- Gib den Funktionsterm
im GTR ein.
- Gib weiterhin eine Gerade mit der Gleichung y = 8 an und lass beide im Graph-Modus anzeigen.
- Bestimme die Schnittstelle der beiden Schaubilder. Diese entspricht gerade dem gesuchten Wert für
.


Der GTR liefert dir drei verschiedene Werte für
, sodass der Flächeninhalt 8 FE beträgt.
Da aber laut Aufgabenstellung
gelten soll, kannst du das Resultat
vernachlässigen.
Da aber laut Aufgabenstellung
Damit hast du zwei passende Werte für
ermittelt mit
,
.

Damit das Dreieck gleichschenklig ist, muss einer der folgenden Fälle eintreten:
oder
oder
.
Gib dazu zunächst die Länge der Seiten
,
und
in Abhängigkeit von
an und setze diese gleich, um so einen passenden Parameterwert für
zu ermitteln.
1. Schritt: Länge der Seiten in Abhängigkeit von
angeben
- Die Seitenlänge
entspricht dem Abstand vom Ursprung
zum Punkt
. Dieser Abstand ist gerade gleich
.
- Die Seitenlänge
stellt den Abstand zwischen den Punkten
und
dar. Da diese die gleiche
-Koordinate haben, besitzen sie einen Abstand von
.
berechnet sich mit Hilfe des Satzes von Pythagoras:
2. Schritt: Seitenlängen gleichsetzen, um
zu bestimmen
Damit das Dreieck gleichschenklig ist, können die oben genannten drei Fälle
,
oder
eintreten. Wir überprüfen zunächst, ob für den Fall
ein
existiert:
1. Fall:
Mit dem Satz vom Nullprodukt folgt, dass die Gleichung nur für
gelöst werden kann. Da aber für
kein Dreieck zustande kommt, kannst du diesen Wert vernachlässigen. Geometrisch interpretiert heißt das, dass die Seiten
und
in dieser Konstruktion niemals gleich lang werden.
2. Fall:
Als nächstes überprüfen wir, ob ein
für den Fall
existiert.
Auch diese Gleichung hat nur die Lösung
, was wiederum heißt, dass die Seiten
und
niemals gleich lang werden.
3. Fall:
Überprüfe noch den letzten Fall
:
Im zweiten Schritt dividieren wir durch
, da für die Lösung
kein Dreieck entsteht.
Durch Auflösen der Gleichung erhältst du den gesuchten Parameterwert für
mit
. Das heißt, für
ist das Dreieck gleichschenklig.
Durch Auflösen der Gleichung erhältst du den gesuchten Parameterwert für
c)
Grenzen des Intervalls bestimme, sodass der Mittelwert 2,2 beträgt
Bestimme ein Intervall der Länge 3, sodass die Funktion
mit dem gegebenen Funktionsterm
den Mittelwert 2,2 besitzt.
Den Mittelwert
einer Funktion
auf einem Intervall
kannst du mit Hilfe der folgenden Formel bestimmen:
Den Mittelwert
Um das gesuchte Intervall zu bestimmen, kannst du diese Angaben verwenden:
- Der Mittelwert beträgt laut Aufgabentext
.
- Die Länge des Intervalls soll 3 betragen, das heißt, es muss
bzw.
gelten.
Setze alle bekannten Informationen in die oben angeführte Formel ein und bestimme so das gesuchte Intervall.
Einsetzen aller Angaben liefert dir:
Einsetzen aller Angaben liefert dir:
Um an dieser Stelle die Stammfunktion von
zu erhalten, kannst du partielle Integration verwenden:
Wähle in diesem Fall:
Einsetzen in die oben angeführte Formel liefert dir das gesuchte Integral von
:
Setze anschließend noch
und
ein:
Diese Gleichung kannst du graphisch mit Hilfe deines GTR lösen. Gib dazu die rechte und linke Seite der Gleichung als separate Funktionen ein und bestimme deren Schnittpunkt. Den Befehl zur Bestimmung von Schnittpunkten findest du unter
menu . |

Der GTR liefert dir Schnittstellen an
und
. Das heißt, für das Intervall
mit
und
sowie
und
beträgt der Mittelwert der Funktion 2,2.
Lösung A1.2
Gegeben ist der Funktionsterm einer Funktion
mit:
Deine Aufgabe ist es, den Parameter
so zu bestimmen, dass die beiden Extrempunkte des Graphen von
einen Abstand von 13 besitzen.
Dazu kannst du wie folgt vorgehen:
Dazu kannst du wie folgt vorgehen:
- Bestimme die Koordinaten der Extrempunkte in Abhängigkeit von
.
- Berechne den Abstand
der Extrempunkte.
- Bestimme
so, dass der Abstand gerade 13 beträgt.
Um die Koordinaten angeben zu können, musst du zunächst die notwendige und hinreichende Bedingung für Extremstellen überprüfen.
Für eine Extremstelle
einer Funktion
müssen folgende Kriterien erfüllt werden:
Für eine Extremstelle
- Notwendige Bedingung:
- Hinreichende Bedingung:
Ermittle anhand diesen Bedingungen die Extremstellen der Funktion
. Hast du diese bestimmt, so kannst du die bestimmten Stellen in den Funktionsterm von
einsetzen und erhältst so die zugehörigen Funktionswerte an den Extremstellen.
1. Schritt: Extrempunkte bestimmen (Notwendige Bedingung)
Um die notwendige Bedingung einer Extremstelle der Funktion
zu überprüfen, benötigst du die erste Ableitungsfunktion der Funktion
. Diese erhältst du, indem du die Produktregel anwendest:
Für die notwendige Bedingung einer Extremstelle muss
gelten. Setze also den Funktionsterm der ersten Ableitung
gleich Null und ermittle alle potentielle Werte, für die diese Gleichung erfüllt wird.
Damit hast du zwei potentielle Extremstellen an
und
ermittelt und kannst für diese Stellen nun das hinreichende Kriterium überprüfen.
2. Schritt: Extrempunkte bestimmen (Hinreichende Bedingung)
Damit eine Extremstelle vorliegt, muss weiterhin die hinreichende Bedingung
erfüllt werden. Das heißt, du benötigst zunächst die zweite Ableitung der Funktion
. Diese erhältst du, indem du den Term von
erneut ableitest:
Überprüfe nun, ob
erfüllt wird:
Da in der Aufgabenstellung
vorausgesetzt wird, kann die zweite Ableitungsfunktion nicht gleich Null werden.
Das liefert dir, dass ebenfalls die hinreichende Bedingung erfüllt ist und damit, dass an
Extremstellen vorliegen.
Wegen
kannst du festhalten, dass es sich hierbei um einen Tiefpunkt und handelt. Analog kannst du aussagen, dass wegen
an der Stelle
ein Hochpunkt vorliegt.
3. Schritt: Koordinaten der Extrempunkte angeben
Aus den Berechnungen zuvor weißt du, dass sich an den Stellen
und
Extrempunkte befinden. Damit hast du die
-Koordinate der Extrempunkte ermittelt. Die
-Koordinate erhältst du, indem du
in den Funktionsterm von
einsetzt und berechnest:
Das liefert dir, dass der Tiefpunkt die Koordinaten
besitzt.
Das liefert dir, dass der Hochpunkt die Koordinaten
besitzt.
4. Schritt: Abstand der Extrempunkte bestimmen
Den Abstand
zweier Punkte
und
kannst du über folgenden Zusammenhang bestimmen:
Einsetzen der Koordinaten der Extrempunkte
und
liefert dir den Abstand mit:
Der Abstand der Extrempunkte
und
beträgt also
.
5. Schritt: Parameterwert für
bestimmen
Damit die beiden Extrempunkte einen Abstand von 13 haben, muss
gelten. Löse diese Gleichung nach
auf, um den gesuchten Parameterwert zu erhalten.

Diese Gleichung kannst du mit Hilfe des GTR graphisch lösen. Interpretiere dazu den Term
als Funktionsterm und untersuche diesen auf Nullstellen.
Der GTR liefert dir zwei Resultate:
Der GTR liefert dir zwei Resultate:
Da laut Aufgabenstellung aber
gelten soll, ist
das gesuchte Ergebnis.
Es muss
gelten, damit der Abstand der beiden Extrempunkte 13 beträgt.
Es muss
Lösung A1.1
a)
Koordinate des Extrempunktes
angeben
ist ihr Schaubild. Deine Aufgabe ist es, die Koordinaten des Extrempunktes
zu bestimmen.
Koordinate des Wendepunktes
angeben
Gleichung der Asymptote von
angeben
und
und
Skizzieren des Schaubildes
Parameter
bestimmen
Gegeben ist der Funktionsterm einer Funktion
mit:
Um die Koordinaten angeben zu können, musst du zunächst die notwendige und hinreichende Bedingung für Extremstellen überprüfen.
Für eine Extremstelle
einer Funktion
müssen folgende Kriterien erfüllt werden:
. Hast du diese bestimmt, so kannst du die bestimmte Stelle in den Funktionsterm von
einsetzen und erhältst so den zugehörigen Funktionswert an dieser Extremstelle.
Für eine Extremstelle
- Notwendige Bedingung:
- Hinreichende Bedingung:
1. Schritt: Notwendige Bedingung überprüfen
Um die notwendige Bedingung einer Extremstelle der Funktion
zu überprüfen, benötigst du die erste Ableitungsfunktion der Funktion
.
Diese erhältst du, indem du die Produktregel anwendest:
Diese erhältst du, indem du die Produktregel anwendest:
Für die notwendige Bedingung einer Extremstelle muss
gelten. Setze also den Funktionsterm der ersten Ableitung
gleich Null und ermittle alle potentielle Werte, für die diese Gleichung erfüllt wird:
An dieser Stelle kannst du den Satz vom Nullprodukt anwenden. Da der Term
für keinen Wert für
gleich Null werden kann, kannst du diesen vernachlässigen.
Damit hast du eine potentielle Extremstelle an
ermittelt und kannst für diese Stelle nun das hinreichende Kriterium überprüfen.

Alternativ bietet es sich auch an, die potentielle Extremstelle mit dem GTR zu bestimmen:
Gib dazu den Term der ersten Ableitungsfunktion ƒ‘ an und lass deren Schaubild im Graph-Modus anzeigen. Wähle dann unter
Gib dazu den Term der ersten Ableitungsfunktion ƒ‘ an und lass deren Schaubild im Graph-Modus anzeigen. Wähle dann unter
G-Solve |
den Befehl zum Bestimmen der Nullstelle aus und bestätige mit Enter.
Der GTR liefert dir eine potentielle Extremstelle an
.
2. Schritt: Hinreichende Bedingung überprüfen
Damit eine Extremstelle vorliegt, muss weiterhin die hinreichende Bedingung
erfüllt werden. Das heißt, du benötigst zunächst die zweite Ableitung der Funktion
. Diese erhältst du, indem du den Term von
erneut mit Hilfe der Produktregel ableitest:
Überprüfe nun, ob
erfüllt wird:
Das liefert dir, dass ebenfalls die hinreichende Bedingung erfüllt ist und damit, dass an
eine Extremstelle vorliegt. Wegen
kannst du festhalten, dass es sich hierbei um einen Hochpunkt handelt.
3. Schritt: Koordinaten des Hochpunktes angeben
Aus den Berechnungen zuvor weißt du, dass sich an der Stelle
ein Hochpunkt befindet. Damit hast du die
-Koordinate des Hochpunktes ermittelt. Die
-Koordinate erhältst du, indem du
in den Funktionsterm von
einsetzt und berechnest:

Alternativ kannst du den Funktionswert an der Stelle
auch mit Hilfe des GTR bestimmen.
Gib dazu die Funktion
im Graph-Modus an und lass deren Graph anzeigen. Den Funktionswert an der besagten Stelle
erhältst du über folgende Befehlsfolge:
G-Solve |
Die Koordinaten des Extrempunktes
lauten
.
Laut Aufgabenstellung besitzt das Schaubild
einen Wendepunkt. Um dessen Koordinaten angeben zu können, musst du zunächst die Wendestelle
der Funktion
bestimmen. Für diese Wendestelle müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
- Notwendige Bedingung:
- Hinreichende Bedingung:
Hast du anschließend
bestimmt, so kannst du die Wendestelle in den Term der Funktion
einsetzen und so die
-Koordinate des Wendepunktes bestimmen.
1. Schritt: Notwendige Bedingung überprüfen
Um die notwendige Bedingung einer Wendestelle der Funktion
zu überprüfen, benötigst du die zweite Ableitungsfunktion der Funktion
. Diese hast du zuvor mit Hilfe der Produktregel bestimmt:
Für die hinreichende Bedingung muss
gelten:
An dieser Stelle kannst du den Satz vom Nullprodukt anwenden. Da der Term
für keinen Wert für
gleich Null werden kann, kannst du diesen vernachlässigen.
Damit hast du eine potentielle Wendestelle an
ermittelt.

Alternativ bietet es sich auch an, die potentielle Wendestelle mit dem GTR zu bestimmen:
Gib dazu den Term der zweiten Ableitungsfunktion an und lass deren Schaubild im Graph-Modus anzeigen. Wähle dann unter
Gib dazu den Term der zweiten Ableitungsfunktion an und lass deren Schaubild im Graph-Modus anzeigen. Wähle dann unter
G-Solve |
den Befehl zum Bestimmen der Nullstelle aus und bestätige mit Enter.
Der GTR liefert dir eine potentielle Wendestelle an
.
2. Schritt: Hinreichende Bedingung überprüfen
Damit eine Wendestelle vorliegt, muss weiterhin die hinreichende Bedingung
erfüllt werden. Das heißt, du benötigst zunächst die dritte Ableitung der Funktion
. Diese erhältst du, indem du den Term von
erneut mit Hilfe der Produktregel ableitest:
Überprüfe nun, ob
erfüllt wird:
Das liefert dir, dass ebenfalls die hinreichende Bedingung erfüllt ist und damit, dass an
eine Wendestelle liegt.
3. Schritt: Koordinaten des Wendepunktes angeben
Aus den Berechnungen zuvor weißt du, dass sich an der Stelle
ein Wendepunkt befindet. Damit hast du die
-Koordinate des Wendepunktes ermittelt. Die
-Koordinate erhältst du, indem du
in den Funktionsterm von
einsetzt und berechnest:

Alternativ kannst du den Funktionswert an der Stelle
auch mit Hilfe des GTR bestimmen. Gib dazu die Funktion
im Graph-Modus an und lass deren Graph anzeigen. Den Funktionswert an der besagten Stelle
erhältst du über folgende Befehlsfolge:
G-Solve |
Die Koordinaten des des Wendepunktes
lauten
.

Betrachte das Schaubild der Funktion
in deinem GTR.
Deine Aufgabe ist es, die Gleichung der Asymptote von
anzugeben.
Anhand des Schaubildes (Abbildung links) kannst du bereits vermuten, dass es sich um eine waagrechte Asymptote handelt.
Um die Gleichung der Asymptote zu bestimmen, kannst du die Funktion
für
und für
untersuchen.
Deine Aufgabe ist es, die Gleichung der Asymptote von
Anhand des Schaubildes (Abbildung links) kannst du bereits vermuten, dass es sich um eine waagrechte Asymptote handelt.
Um die Gleichung der Asymptote zu bestimmen, kannst du die Funktion
Untersuchen für
:
Der Funktionsterm von
ist gegeben durch
.
Betrachtest du
, so kannst du festhalten, dass gilt:
Betrachtest du
Da der
-Term den dominanten Term darstellt, konvergiert die Funktion
für
gegen 0.
Die Gleichung der Asymptote lautet also
.
Die Gleichung der Asymptote lautet also
Untersuchen für
:
Betrachtest du noch
, so kannst du festhalten, dass gilt:
Da auch hier der
-Term den dominanten Term darstellt, der Term durch den Teil
für
aber immer ein negatives Vorzeichen besitzt, strebt die Funktion
für
gegen
. Damit liegt keine weitere Asymptote vor.
Weiterhin verlangt die Aufgabenstellung, das Schaubild
zu skizzieren. Dabei kannst du folgende Angaben verwenden:
- Betrachte das Schaubild in deinem GTR, indem du den Graph-Modus auswählst.
- Verwende, dass sich der Hochpunkt an
und der Wendepunkt an
befindet.
- Für
konvergiert die Funktion gegen 0, für
strebt sie gegen
.
Zusätzlich kannst du dir noch die zugehörige Wertetabelle der Funktion einblenden lassen. Diese findest du im TABLE-Modus unter F6: TABL:

Das Schaubild
sollte dann folgendermaßen aussehen:

b)
Wert für
bestimmen, sodass der Flächeninhalt 8 FE beträgt
Wert für
bestimmen, sodass das Dreieck gleichschenklig ist
Gegeben sind die Punkte
,
und
. Sie stellen die Eckpunkte eines Dreiecks dar.
Deine Aufgabe ist es, einen Wert für
so zu bestimmen, dass der Flächeninhalt des Dreieck 8 FE beträgt.
Deine Aufgabe ist es, einen Wert für

Der Flächeninhalt
eines Dreiecks berechnet sich allgemein über folgenden Zusammenhang:
Dabei stellt
die Länge der Grundseite und
die Länge der Höhe dar.
Um einen passenden Wert für
zu ermitteln, kannst du wie folgt vorgehen:
Um einen passenden Wert für
- Stelle die Flächenfunktion in Abhängigkeit vom Parameter
auf.
- Setze den resultierenden Term mit 8 gleich und löse nach
auf, um den gesuchten Wert zu erhalten.
Den zweiten Schritt kannst du mit Hilfe deines GTR durchführen.
1. Schritt: Flächenfunktion aufstellen
Anhand der Abbildung kannst du erkennen, dass die Grundseite dem Wert
und die Höhe dem Funktionswert
entspricht. Dadurch erhältst du folgende von
abhängige Flächenfunktion
:
Setze den Funktionsterm von
ein, um den vollständigen Term er Flächenfunktion
zu erhalten:
2. Schritt: Wert für Parameter
ermitteln
Um einen passenden Wert für
zu erhalten, sodass der Flächeninhalt 8 FE beträgt, kannst du den aufgestellten Term der Flächenfunktion mit 8 gleichsetzen und nach
auflösen. Da dieser Weg rechnerisch sehr aufwendig ist, wählen wir die graphische Lösung des Problems mit Hilfe des GTR:
- Gib den Funktionsterm
im GTR ein.
- Gib weiterhin eine Gerade mit der Gleichung y = 8 an und lass beide im Graph-Modus anzeigen.
- Bestimme die Schnittstelle der beiden Schaubilder. Diese entspricht gerade dem gesuchten Wert für
.


Der GTR liefert dir drei verschiedene Werte für
, sodass der Flächeninhalt 8 FE beträgt.
Da aber laut Aufgabenstellung
gelten soll, kannst du das Resultat
vernachlässigen.
Da aber laut Aufgabenstellung
Damit hast du zwei passende Werte für
ermittelt mit
,
.

Damit das Dreieck gleichschenklig ist, muss einer der folgenden Fälle eintreten:
oder
oder
.
Gib dazu zunächst die Länge der Seiten
,
und
in Abhängigkeit von
an und setze diese gleich, um so einen passenden Parameterwert für
zu ermitteln.
1. Schritt: Länge der Seiten in Abhängigkeit von
angeben
- Die Seitenlänge
entspricht dem Abstand vom Ursprung
zum Punkt
. Dieser Abstand ist gerade gleich
.
- Die Seitenlänge
stellt den Abstand zwischen den Punkten
und
dar. Da diese die gleiche
-Koordinate haben, besitzen sie einen Abstand von
.
berechnet sich mit Hilfe des Satzes von Pythagoras:
2. Schritt: Seitenlängen gleichsetzen, um
zu bestimmen
Damit das Dreieck gleichschenklig ist, können die oben genannten drei Fälle
,
oder
eintreten. Wir überprüfen zunächst, ob für den Fall
ein
existiert:
1. Fall:
Mit dem Satz vom Nullprodukt folgt, dass die Gleichung nur für
gelöst werden kann. Da aber für
kein Dreieck zustande kommt, kannst du diesen Wert vernachlässigen. Geometrisch interpretiert heißt das, dass die Seiten
und
in dieser Konstruktion niemals gleich lang werden.
2. Fall:
Als nächstes überprüfen wir, ob ein
für den Fall
existiert.
Auch diese Gleichung hat nur die Lösung
, was wiederum heißt, dass die Seiten
und
niemals gleich lang werden.
3. Fall:
Überprüfe noch den letzten Fall
:
Im zweiten Schritt dividieren wir durch
, da für die Lösung
kein Dreieck entsteht.
Durch Auflösen der Gleichung erhältst du den gesuchten Parameterwert für
mit
. Das heißt, für
ist das Dreieck gleichschenklig.
Durch Auflösen der Gleichung erhältst du den gesuchten Parameterwert für
c)
Grenzen des Intervalls bestimme, sodass der Mittelwert 2,2 beträgt
Bestimme ein Intervall der Länge 3, sodass die Funktion
mit dem gegebenen Funktionsterm
den Mittelwert 2,2 besitzt.
Den Mittelwert
einer Funktion
auf einem Intervall
kannst du mit Hilfe der folgenden Formel bestimmen:
Den Mittelwert
Um das gesuchte Intervall zu bestimmen, kannst du diese Angaben verwenden:
- Der Mittelwert beträgt laut Aufgabentext
.
- Die Länge des Intervalls soll 3 betragen, das heißt, es muss
bzw.
gelten.
Setze alle bekannten Informationen in die oben angeführte Formel ein und bestimme so das gesuchte Intervall.
Einsetzen aller Angaben liefert dir:
Einsetzen aller Angaben liefert dir:
Um an dieser Stelle die Stammfunktion von
zu erhalten, kannst du partielle Integration verwenden:
Wähle in diesem Fall:
Einsetzen in die oben angeführte Formel liefert dir das gesuchte Integral von
:
Setze anschließend noch
und
ein:
Diese Gleichung kannst du graphisch mit Hilfe deines GTR lösen. Gib dazu die rechte und linke Seite der Gleichung als separate Funktionen ein und bestimme deren Schnittpunkt. Den Befehl zur Bestimmung von Schnittpunkten findest du unter
G-Solve . |

Der GTR liefert dir Schnittstellen an
und
. Das heißt, für das Intervall
mit
und
sowie
und
beträgt der Mittelwert der Funktion 2,2.
Lösung A1.2
Gegeben ist der Funktionsterm einer Funktion
mit:
Deine Aufgabe ist es, den Parameter
so zu bestimmen, dass die beiden Extrempunkte des Graphen von
einen Abstand von 13 besitzen.
Dazu kannst du wie folgt vorgehen:
Dazu kannst du wie folgt vorgehen:
- Bestimme die Koordinaten der Extrempunkte in Abhängigkeit von
.
- Berechne den Abstand
der Extrempunkte.
- Bestimme
so, dass der Abstand gerade 13 beträgt.
Um die Koordinaten angeben zu können, musst du zunächst die notwendige und hinreichende Bedingung für Extremstellen überprüfen.
Für eine Extremstelle
einer Funktion
müssen folgende Kriterien erfüllt werden:
Für eine Extremstelle
- Notwendige Bedingung:
- Hinreichende Bedingung:
Ermittle anhand diesen Bedingungen die Extremstellen der Funktion
. Hast du diese bestimmt, so kannst du die bestimmten Stellen in den Funktionsterm von
einsetzen und erhältst so die zugehörigen Funktionswerte an den Extremstellen.
1. Schritt: Extrempunkte bestimmen (Notwendige Bedingung)
Um die notwendige Bedingung einer Extremstelle der Funktion
zu überprüfen, benötigst du die erste Ableitungsfunktion der Funktion
. Diese erhältst du, indem du die Produktregel anwendest:
Für die notwendige Bedingung einer Extremstelle muss
gelten. Setze also den Funktionsterm der ersten Ableitung
gleich Null und ermittle alle potentielle Werte, für die diese Gleichung erfüllt wird.
Damit hast du zwei potentielle Extremstellen an
und
ermittelt und kannst für diese Stellen nun das hinreichende Kriterium überprüfen.
2. Schritt: Extrempunkte bestimmen (Hinreichende Bedingung)
Damit eine Extremstelle vorliegt, muss weiterhin die hinreichende Bedingung
erfüllt werden. Das heißt, du benötigst zunächst die zweite Ableitung der Funktion
. Diese erhältst du, indem du den Term von
erneut ableitest:
Überprüfe nun, ob
erfüllt wird:
Da in der Aufgabenstellung
vorausgesetzt wird, kann die zweite Ableitungsfunktion nicht gleich Null werden.
Das liefert dir, dass ebenfalls die hinreichende Bedingung erfüllt ist und damit, dass an
Extremstellen vorliegen.
Wegen
kannst du festhalten, dass es sich hierbei um einen Tiefpunkt und handelt. Analog kannst du aussagen, dass wegen
an der Stelle
ein Hochpunkt vorliegt.
3. Schritt: Koordinaten der Extrempunkte angeben
Aus den Berechnungen zuvor weißt du, dass sich an den Stellen
und
Extrempunkte befinden. Damit hast du die
-Koordinate der Extrempunkte ermittelt. Die
-Koordinate erhältst du, indem du
in den Funktionsterm von
einsetzt und berechnest:
Das liefert dir, dass der Tiefpunkt die Koordinaten
besitzt.
Das liefert dir, dass der Hochpunkt die Koordinaten
besitzt.
4. Schritt: Abstand der Extrempunkte bestimmen
Den Abstand
zweier Punkte
und
kannst du über folgenden Zusammenhang bestimmen:
Einsetzen der Koordinaten der Extrempunkte
und
liefert dir den Abstand mit:
Der Abstand der Extrempunkte
und
beträgt also
.
5. Schritt: Parameterwert für
bestimmen
Damit die beiden Extrempunkte einen Abstand von 13 haben, muss
gelten. Löse diese Gleichung nach
auf, um den gesuchten Parameterwert zu erhalten.

Diese Gleichung kannst du mit Hilfe des GTR graphisch lösen. Interpretiere dazu den Term
als Funktionsterm und untersuche diesen auf Nullstellen.
Der GTR liefert dir zwei Resultate:
Der GTR liefert dir zwei Resultate:
Da laut Aufgabenstellung aber
gelten soll, ist
das gesuchte Ergebnis.
Es muss
gelten, damit der Abstand der beiden Extrempunkte 13 beträgt.
Es muss