Wahlteil B1
Aufgabe B1.1
Gegeben sind die Punkte
,
,
und
.
Das Quadrat
ist die Grundfläche einer Pyramide mit der Spitze
.
Das Quadrat
a)
Die Seitenfläche
liegt in der Ebene
.
Bestimme eine Koordinatengleichung von
.
Berechne den Winkel, der von der Seitenfläche
und der Grundfläche der Pyramide eingeschlossen wird.
Berechne den Flächeninhalt des Dreiecks
.
(4 VP)
b)
Betrachtet werden nun Quader, die jeweils vier Eckpunkte auf den Pyramidenkanten und vier Eckpunkte in der Grundfläche der Pyramide haben.
Einer dieser Quader hat den Eckpunkt
.
Berechne sein Volumen.
Bei einem anderen dieser Quader handelt es sich um einen Würfel.
Welche Koordinaten hat dessen Eckpunkt auf der Kante
?
Einer dieser Quader hat den Eckpunkt
(4 VP)
Aufgabe B1.2
In einem Gefäß
sind
schwarze und
weiße Kugeln.
In einem Gefäß
sind
schwarze und
weiße Kugeln.
In einem Gefäß
a)
Aus Gefäß
wird
Mal eine Kugel mit Zurücklegen gezogen.
Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens
Mal eine schwarze Kugel gezogen wird.
Aus Gefäß
wird
Mal eine Kugel mit Zurücklegen gezogen.
Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass genau
schwarze Kugeln gezogen werden, und zwar bei direkt aufeinander folgenden Zügen.
(4 VP)
b)
Nun werden aus
zwei Kugeln ohne Zurücklegen gezogen und in das Gefäß
gelegt. Anschließend wird eine Kugel aus
gezogen.
Mit welcher Wahrscheinlichkeit ist diese Kugel schwarz?
(3 VP)
Lösung B1.1
a)
Bestimmen einer Koordinatengleichung für Ebene
Der Aufgabenstellung kannst du entnehmen, dass das Quadrat
die Grundfläche einer Pyramide mit der Spitze
ist. Weiterhin weißt du, dass die Seitenfläche
in der Ebene
liegt. Deine Aufgabe ist es dabei, eine Koordinatengleichung der Ebene
zu bestimmen. Die Koordinatengleichung einer Ebene baut sich dabei wie folgt auf:
mit:
bestimmen, so bestimmst du zunächst den Normalenvektor
über das Vektorprodukt bzw. Kreuzprodukt. Verwende dazu die Information, dass die Seitenfläche
der Pyramide in der Ebene
liegt.
.
Bestimmen des Winkels zwischen den Flächen
und
Nun ist es deine Aufgabe, den Winkel
zwischen Seitenfläche
und Grundfläche
der Pyramide zu berechnen. Hier gilt es also einen Winkel zwischen zwei Ebenen zu berechnen. Einen Winkel zwischen zwei gegebenen Ebenen berechnest du dabei über folgende Formel:
mit:
der Ebene, in welcher die Grundfläche
liegt, könntest du wie oben über das Kreuzprodukt bestimmen. Vergleichst du jedoch die Variablen der Punkte
,
,
und
, mit
-Ebene liegen (
-Koordinate ist überall Null). Ein Vektor, welcher senkrecht auf der Ebene steht, in welcher sich auch die Grundfläche
befindet, zeigt also in Richtung der
-Achse. Für den Normalenvektor
gilt hier also:
Berechnen des Flächeninhalts des Dreiecks
Zuletzt sollst den Flächeninhalt
des Dreiecks
berechnen. Der Flächeninhalt eines Dreiecks berechnet sich dabei über folgenden Zusammenhang:
mit:
und
: Einträge des Normalenvektors
der Ebene
: Über Punktprobe zu bestimmende Konstante
Hast du den Normalenvektor
der Ebene
bestimmt, so bestimmst du über eine Punktprobe die Konstante
. Verwende dazu die Koordinaten von Punkt
,
oder
.
1. Schritt: Bestimmen des Normalenvektors
über das Vektorprodukt
Willst du den Normalenvektor
bestimmen, so benötigst du zunächst 2 Vektoren, welche die Ebene
aufspannen. Da die Seitenfläche
in der Ebene
liegt, kannst du hier die Vektoren
und
verwenden:
Berechne nun wie folgt das Vektorprodukt bzw. Kreuzprodukt der Vektoren
und
, um den Normalenvektor
zu bestimmen:
Da beim Normalenvektor
nicht die Länge, sondern nur die Richtung entscheidend ist, ist hier folgende Umformung zulässig:
2. Schritt: Bestimmen der Koordinatengleichung über eine Punktprobe
Setzt du nun den Normalenvektor
in die allgemeine Koordinatengleichung von oben ein, so ergibt sich diese hier zu:
Die Konstante
bestimmst du hier nun, indem du beispielsweise die Koordinaten von
mit
für
,
und
einsetzt und die Gleichung nach
löst:
Eine Koordinatengleichung der Ebene
lautet also:
: Winkel zwischen den Ebenen
: Normalenvektoren der Ebenen
Willst du also den Winkel
zwischen der Seitenfläche
und der Grundfläche
berechnen, so benötigst du hier die Normalenvektoren dieser Ebenen. Den Normalenvektor der Ebene
, in welcher die Seitenfläche
liegt, hast du oben schon bestimmt. Der Normalenvektor der Ebene, in welcher die Grundfläche
liegt, gilt es noch zu berechnen.
1. Schritt: Bestimmen des gesuchten Normalenvektors
Den Normalenvektor
2. Schritt: Bestimmen des Winkels
Den Winkel
bestimmst du nun, in dem du
und
in den oben gezeigten Zusammenhang einsetzt und wie folgt berechnest:
Der Winkel zwischen der Seitenfläche
und der Grundfläche
beträgt also 67,38°.
: Grundseite
: Höhe des Dreiecks
Fertige dir eine Skizze des Dreiecks
an, um dir das Lösen dieser Aufgabe einfacher zu gestalten:

Willst du hier den Flächeninhalt
des Dreiecks
bestimmen, so musst du die Länge der Höhe
berechnen. Diese Länge ermittelst du, in dem du zunächst die Länge der Strecke
berechnest. Zeichnest du die Seitenansicht der Pyramide
, so kannst du erkennen, dass die Strecke
eine der Seitenlängen der Pyramiden entspricht:

Betrachtest du die Skizze oben näher, so kannst du weiterhin erkennen, dass die Strecke
mit der Höhe
der Pyramide und der Hälfte der Grundseitenlänge
in einem rechtwinkligen Dreieck liegt. Diese lässt sich also über den Satz des Pythagoras in diesem Dreieck bestimmen.
Gehe beim Berechnen des Flächeninhalts
also so vor:
- Bestimme die Höhe
der Pyramide
- Bestimme die Grundseitenlänge
- Berechne die Länge der Strecke
- Berechne den Flächeninhalt
1. Schritt: Bestimmen von
und
Die Höhe der Pyramide
ergibt sich aus der
-Koordinaten der Spitze
der Pyramide:
Die Grundseiten Länge entspricht beispielsweise der Länge des Vektors
, da dieser Vektor eine der Quadratseiten des Quadrates
beschreibt:
2. Schritt: Bestimmen der Länge der Strecke
Betrachtest du die Skizze oben näher, so kannst du erkennen, dass
und
die Katheten des betrachteten rechtwinkligen Dreiecks sind. Willst du die Länge der Strecke
über den Satz des Pythagroas bestimmen, so gehst du hier also so vor:
Setzt du nun
sowie
in die oben gezeigte Formel für den Flächeninhalt des Dreicks
ein, so ergibt sich dieser wie folgt:
Der Flächeninhalt des Dreiecks
ist 65 FE.
b)
Berechnen des Quadervolumens
Der Aufgabenstellung kannst du nun entnehmen, dass nun Quader betrachtet werden, die jeweils vier Eckpunkte auf den Pyramidenkanten und vier Eckpunkte in der Grundfläche der Pyramide haben. Einer dieser Quader hat nun den Eckpunkt
.
Deine Aufgabe ist es nun, das Volumen dieses Quaders zu berechnen. Das Volumen
eines Quaders ergibt sich dabei über folgende Formel:
mit:
berechnest du hier, indem du zunächst die Gerade
definierst, auf welcher die Strecke
liegt. Verwende dazu den Ortsvektor
von Punkt
als Stütz- und den Vektor
als Richtungsvektor:
Berechnen der Koordinaten des Eckpunktes
Nun soll ein weiterer Quader betrachtet werden, bei dem es sich um einen Würfel handelt. Dabei sollte dir bekannt sein, dass bei einem Würfel Länge, Breite und Höhe übereinstimmen. Deine Aufgabe ist es nun die Koordinaten von dessen Eckpunkt auf der Kante
zu bestimmen.
Wie oben schon beschrieben, bestimmte der Punkt
unter anderem Breite und Länge des Würfels. Dabei entsprach gerade das Doppelte der
-Koordinate der Länge und das Doppelte der
-Koordinate der Breite des Würfels.
Da der hier zu bestimmende Punkt
auf der Kante
liegt, werden dessen Koordinaten von Gerade
bestimmt. Von oben weißt du, dass dessen
- und
-Koordinate mit denen von Punkt
, der unterhalb von
liegt, übereinstimmt.
Daraus folgt, dass die
-Koordinate dem Doppelten der
- und
-Koordinaten von
entsprechen muss, damit es sich beim betrachteten Quader um einen Würfel handelt.
Deine Aufgabe ist es nun, das Volumen dieses Quaders zu berechnen. Das Volumen
: Länge des Quaders
: Breite des Quaders
: Höhe des Quaders
Bevor du also das Volumen des Quaders bestimmen kannst, musst du dessen Länge, Breite und Höhe bestimmen. Fertige dir dazu eine Skizze des Sachverhalts an, in welche du zunächst die Pyramide
und den Punkt
einzeichnest:

Vergleichst du die Koordinaten von
und dem Punkt
, so kannst du erkennen, dass der Punkt
auf dem Ortsvektor
liegt. Folglich liegt der darüberliegende Punkt
des Quaders auf der Strecke
. Willst du also die Höhe des Quaders berechnen, so bestimmst du die Länge des Vektors
. Berechne dazu die Koordinaten von
über die Gerade, auf welcher die Strecke
liegt.
Die Länge und die Breite des Quaders ermittelst du, indem du die relative Lage des Punktes
zu den Koordinatenachsen näher betrachtest.
Die Länge und die Breite des Quaders ermittelst du, indem du die relative Lage des Punktes
1. Schritt: Berechnen der Quaderhöhe
Die Quaderhöhe
Da der Punkt
senkrecht oberhalb des Punkte
liegt, weißt du, dass für dessen Koordinaten folgendes gelten muss:
.
Setzt du nun den Ortsvektor
von
mit der Geradengleichung von
gleich, so kannst du wie folgt die vollständigen Koordinaten von
bestimmen:
Übertrage diese Gleichung wie folgt in ein Gleichungssystem, um die vollständigen Koordinaten von
zu bestimmen:
Die vollständigen Koordinaten von Punkt
sind also:
. Vergleichst du nun die Koordinaten von
und
, so kannst du erkennen, dass die Höhe des Quaders offensichtlich
sein muss.
2. Schritt: Berechnen der Länge und der Breite des Quaders
Willst du die Länge und die Breite des Quaders bestimmen, so betrachtest du die Koordinaten von
.
hat eine
-Koordinate von
. Das heißt der Abstand von
zur
-Achse beträgt 2,5. Da es sich um einen Quader handelt, dessen Grundfläche in der Fläche
liegt, muss für dessen Länge gelten:
.
.

3. Schritt: Berechnen des Quadervolumens
Das Quadervolumen
ergibt sich nun über den obigen Ansatz wie folgt:
.
Der Quader besitzt ein Volumen von 150 VE.
Wie oben schon beschrieben, bestimmte der Punkt
Da der hier zu bestimmende Punkt
Daraus folgt, dass die
1. Schritt: Bestimmen der allgemeinen Koordinaten von
Die allgemeinen Koordinaten von
ergeben sich wie folgt aus der Gleichung von Gerade
:
2. Schritt: Bestimmen der gesuchten Koordinaten von
Wie oben erwähnt, handelt es sich dann um einen Würfel, wenn die
-Koordinate von
dem Doppelten der
- und der
-Koordinaten dieses Punktes entspricht. Berechne demnach mit
die gesuchten Koordinaten von
über folgende Gleichung:
Für
muss also
gelten. Für die gesuchten Koordinaten gilt also:
Die gesuchten Koordinaten des Eckpunktes auf der Kante
sind also
.
Lösung B1.2
a)
Wahrscheinlichkeit, dass mind. 12 Mal eine schwarze Kugel gezogen wird
Der Aufgabenstellung kannst du entnehmen, dass insgesamt 20 Mal eine Kugel aus dem Gefäß
gezogen wird. Die Kugeln werden dabei jeweils wieder ins Gefäß zurückgelegt, weswegen es sich hier um ein Ziehen mit Zurücklegen handelt. Im Gefäß
befinden sich 6 schwarze und 4 weiße Kugel. Deine Aufgabe ist es nun, die Wahrscheinlichkeit dafür zu bestimmen, dass bei 20 Zügen mindestens 12 Mal eine schwarze Kugeln gezogen wird.
Willst du hier diese Wahrscheinlichkeit bestimmen, so betrachtest du zunächst die Zufallsvariable
. Zufallsvariable
beschreibt dabei die Anzahl der gezogenen schwarzen Kugeln. Da bei diesem Zufallsversuch nur die Anzahl der gezogenen schwarzen Kugeln relevant ist und es sich um ein Ziehen mit Zurücklegen handelt, ist Zufallsvariable
binomialverteilt. Da insgesamt
Mal gezogen wird ist
.
Wahrscheinlichkeit
ergibt sich aus der Gesamtanzahl der schwarzen Kugeln unter allen Kugeln. Da hier die Wahrscheinlichkeit dafür gesucht wird, dass mindestens 12 Mal eine schwarze Kugeln gezogen wird, muss für die Zufallsvariable
hier folgendes gelten:
.
Diese Wahrscheinlichkeit kannst du mit deinem GTR berechnen. Dazu musst du den binomCdf-Befehl verwenden. Da dieser aber nur Ausdrücke wie
berechnen kann, musst du hier zunächst wie folgt das Gegenereignis zu
bilden:
eine schwarze Kugel zu ziehen, die folgende ist:
,
gilt. Wende den binomCdf-Befehl wie in den Schaubildern unten an, um hier die gesuchte Wahrscheinlichkeit zu berechnen. Greife dazu aber zunächst über 2nd
DISTR
B:binomcdf( auf diesen zu.
Die Wahrscheinlichkeit, mindestens 12 schwarze Kugeln aus Gefäß
zu ziehen beträgt also etwa 59,6 %.
Wahrscheinlichkeit, dass 2 schwarze Kugeln hintereinander gezogen werden
Nun betrachtest du Gefäß
, indem sich 3 schwarze und 7 weiße Kugeln befinden und aus dem mit Zurücklegen gezogen wird. Deine Aufgabe ist es dabei, die Wahrscheinlichkeit dafür zu bestimmen, dass aus diesem Gefäß genau 2 schwarze Kugeln hintereinander gezogen werden.
Willst du diese Aufgabe lösen, so musst du dir zunächst überlegen, wie viele Möglichkeiten es gibt, zwei schwarze Kugeln bei insgesamt 8 Zügen aus dem Gefäß zu ziehen. Hast du dies ermittelt, so musst du dir klar machen, mit welcher Wahrscheinlichkeit überhaupt zwei schwarze Kugeln hintereinander aus dem Gefäß entnommen werden.
Die Wahrscheinlichkeit eine schwarze Kugel aus dem Gefäß
zu ziehen ermittelst du hier wie oben:
Wird insgesamt 8 Mal aus dem Gefäß eine Kugel mit Zurücklegen gezogen, so gibt es insgesamt 7 Mal die Möglichkeit 2 schwarze Kugeln aus diesem Gefäß zu entnehmen. Die Wahrscheinlichkeit
im Allgemeinen genau 2 schwarze Kugeln aus dem Gefäß zu ziehen, ergibt sich hier über die Pfadmultiplikation (mit
: Wahrscheinlichkeit für weiße Kugel):
Multiplizierst du dieses Ergebnis nun noch mit 7 so hast du die Wahrscheinlichkeit
dafür berechnet, genau 2 schwarze Kugeln hintereinander aus dem Gefäß zu ziehen:
.
Die Wahrscheinlichkeit genau zwei schwarze Kugeln hintereinander aus dem Gefäß zu ziehen beträgt also 0,0741 bzw. 7,41%.
Willst du hier diese Wahrscheinlichkeit bestimmen, so betrachtest du zunächst die Zufallsvariable
Wahrscheinlichkeit

Willst du diese Aufgabe lösen, so musst du dir zunächst überlegen, wie viele Möglichkeiten es gibt, zwei schwarze Kugeln bei insgesamt 8 Zügen aus dem Gefäß zu ziehen. Hast du dies ermittelt, so musst du dir klar machen, mit welcher Wahrscheinlichkeit überhaupt zwei schwarze Kugeln hintereinander aus dem Gefäß entnommen werden.
Die Wahrscheinlichkeit eine schwarze Kugel aus dem Gefäß
b)
Berechnen der Wahrscheinlichkeit für eine schwarze Kugel
Der Aufgabenstellung kannst du hier nun entnehmen, dass insgesamt 2 Kugeln aus Gefäß
ohne Zurücklegen gezogen und in das Gefäß
gelegt werden. Anschließend wird dann eine Kugel aus Gefäß
gezogen. Deine Aufgabe ist es nun, zu ermitteln, mit welcher Wahrscheinlichkeit diese Kugel schwarz ist.
Willst du diese Wahrscheinlichkeit hier berechnen, so musst du hier folgende drei Fälle betrachten:
zu ziehen. Die Wahrscheinlichkeit dafür, eine schwarze Kugel aus
zu ziehen, wird also maßgeblich von diesen Wahrscheinlichkeiten beeinflusst.
Hast du die Wahrscheinlichkeiten für die verschiedenen Fälle ermittelt, so kannst du ausgehend von diesen die Wahrscheinlichkeit für das Ziehen einer schwarzen Kugel aus dem Gefäß
ermitteln. Auch hier ergeben sich drei verschiedene Fälle:
Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass 2 schwarze Kugeln in Gefäß
gelegt werden, ergibt sich hier über die Pfadmultiplikation. Denke dabei daran, dass es sich um ein Ziehen ohne Zurücklegen handelt.
Eine schwarze Kugel:
Die Wahrscheinlichkeit, dass eine schwarze Kugel in Gefäß
gelegt wird, ergibt sich aus der Wahrscheinlichkeit, dass eine schwarze und eine weiße Kugel in Gefäß
gelegt wird. Achte hierbei auf die Reihenfolge.
Keine schwarze Kugel:
Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass keine schwarze Kugel ins Gefäß
gelegt wird, ergibt sich hier aus der Wahrscheinlichkeit dafür, dass zwei weiße Kugeln ins Gefäß gelegt werden:
2. Schritt: Wahrscheinlichkeit für das Ziehen einer schwarzen Kugel
Willst du hier nun die Wahrscheinlichkeit für das Ziehen einer schwarzen Kugel aus Gefäß
berechnen, so musst du auch hier wieder die drei Fälle von oben beachten. Denke dabei daran, dass sich die Anzahl der Kugeln in Gefäß
auf 12 erhöht ist und dass die Anzahl der schwarzen Kugel abhängig von dem eingetretenen Fall ist.
Fall 1: Zwei schwarze Kugeln
Wurden 2 schwarze Kugeln ins Gefäß gelegt, so befinden sich nun insgesamt 5 schwarze Kugeln in diesem Gefäß. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Fall eintritt und dass dann eine schwarze Kugel gezogen wird, ergibt sich wie folgt über die Pfadmultiplikation:
Fall 2: Eine schwarze Kugel
Wurde 1 schwarze Kugel ins Gefäß gelegt, so befinden sich nun insgesamt 4 schwarze Kugeln in diesem Gefäß.
Fall 3: Keine schwarze Kugel
Wurde keine schwarze Kugel ins Gefäß gelegt, so befinden sich nun insgesamt 3 schwarze Kugeln in diesem Gefäß.
Die Wahrscheinlichkeit nun eine schwarze Kugel aus dem Gefäß
zu ziehen ergibt sich über die Pfadaddition. Bilde also die Summe der berechneten Wahrscheinlichkeiten:
Die Wahrscheinlichkeit, unter den neuen Umständen, eine schwarze Kugel aus Gefäß
zu ziehen liegt also bei
bzw. 35 %.
Willst du diese Wahrscheinlichkeit hier berechnen, so musst du hier folgende drei Fälle betrachten:
- Es werden 2 schwarze Kugeln in
gelegt;
- es wird eine schwarze Kugel in
gelegt und
- es wird keine schwarze Kugel in
gelegt.
Hast du die Wahrscheinlichkeiten für die verschiedenen Fälle ermittelt, so kannst du ausgehend von diesen die Wahrscheinlichkeit für das Ziehen einer schwarzen Kugel aus dem Gefäß
- Die Anzahl der schwarzen Kugeln hat sich um 2 erhöht;
- die Anzahl der schwarzen Kugeln hat sich um 1 erhöht und
- die Anzahl der schwarzen Kugeln hat sich nicht erhöht.
1. Schritt: Wahrscheinlichkeiten, für die drei Fälle
Zwei schwarze Kugeln:
Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass 2 schwarze Kugeln in Gefäß
Die Wahrscheinlichkeit, dass eine schwarze Kugel in Gefäß
Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass keine schwarze Kugel ins Gefäß
Wurden 2 schwarze Kugeln ins Gefäß gelegt, so befinden sich nun insgesamt 5 schwarze Kugeln in diesem Gefäß. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Fall eintritt und dass dann eine schwarze Kugel gezogen wird, ergibt sich wie folgt über die Pfadmultiplikation:
Wurde 1 schwarze Kugel ins Gefäß gelegt, so befinden sich nun insgesamt 4 schwarze Kugeln in diesem Gefäß.
Wurde keine schwarze Kugel ins Gefäß gelegt, so befinden sich nun insgesamt 3 schwarze Kugeln in diesem Gefäß.
Aufgabe B1.1
a)
Bestimmen einer Koordinatengleichung für Ebene
Der Aufgabenstellung kannst du entnehmen, dass das Quadrat
die Grundfläche einer Pyramide mit der Spitze
ist. Weiterhin weißt du, dass die Seitenfläche
in der Ebene
liegt. Deine Aufgabe ist es dabei, eine Koordinatengleichung der Ebene
zu bestimmen. Die Koordinatengleichung einer Ebene baut sich dabei wie folgt auf:
mit:
bestimmen, so bestimmst du zunächst den Normalenvektor
über das Vektorprodukt bzw. Kreuzprodukt. Verwende dazu die Information, dass die Seitenfläche
der Pyramide in der Ebene
liegt.
.
Bestimmen des Winkels zwischen den Flächen
und
Nun ist es deine Aufgabe, den Winkel
zwischen Seitenfläche
und Grundfläche
der Pyramide zu berechnen. Hier gilt es also einen Winkel zwischen zwei Ebenen zu berechnen. Einen Winkel zwischen zwei gegebenen Ebenen berechnest du dabei über folgende Formel:
mit:
der Ebene, in welcher die Grundfläche
liegt, könntest du wie oben über das Kreuzprodukt bestimmen. Vergleichst du jedoch die Variablen der Punkte
,
,
und
, mit
-Ebene liegen (
-Koordinate ist überall Null). Ein Vektor, welcher senkrecht auf der Ebene steht, in welcher sich auch die Grundfläche
befindet, zeigt also in Richtung der
-Achse. Für den Normalenvektor
gilt hier also:
Berechnen des Flächeninhalts des Dreiecks
Zuletzt sollst den Flächeninhalt
des Dreiecks
berechnen. Der Flächeninhalt eines Dreiecks berechnet sich dabei über folgenden Zusammenhang:
mit:
und
: Einträge des Normalenvektors
der Ebene
: Über Punktprobe zu bestimmende Konstante
Hast du den Normalenvektor
der Ebene
bestimmt, so bestimmst du über eine Punktprobe die Konstante
. Verwende dazu die Koordinaten von Punkt
,
oder
.
1. Schritt: Bestimmen des Normalenvektors
über das Vektorprodukt
Willst du den Normalenvektor
bestimmen, so benötigst du zunächst 2 Vektoren, welche die Ebene
aufspannen. Da die Seitenfläche
in der Ebene
liegt, kannst du hier die Vektoren
und
verwenden:
Berechne nun wie folgt das Vektorprodukt bzw. Kreuzprodukt der Vektoren
und
, um den Normalenvektor
zu bestimmen:
Da beim Normalenvektor
nicht die Länge, sondern nur die Richtung entscheidend ist, ist hier folgende Umformung zulässig:
2. Schritt: Bestimmen der Koordinatengleichung über eine Punktprobe
Setzt du nun den Normalenvektor
in die allgemeine Koordinatengleichung von oben ein, so ergibt sich diese hier zu:
Die Konstante
bestimmst du hier nun, indem du beispielsweise die Koordinaten von
mit
für
,
und
einsetzt und die Gleichung nach
löst:
Eine Koordinatengleichung der Ebene
lautet also:
: Winkel zwischen den Ebenen
: Normalenvektoren der Ebenen
Willst du also den Winkel
zwischen der Seitenfläche
und der Grundfläche
berechnen, so benötigst du hier die Normalenvektoren dieser Ebenen. Den Normalenvektor der Ebene
, in welcher die Seitenfläche
liegt, hast du oben schon bestimmt. Der Normalenvektor der Ebene, in welcher die Grundfläche
liegt, gilt es noch zu berechnen.
1. Schritt: Bestimmen des gesuchten Normalenvektors
Den Normalenvektor
2. Schritt: Bestimmen des Winkels
Den Winkel
bestimmst du nun, in dem du
und
in den oben gezeigten Zusammenhang einsetzt und wie folgt berechnest:
Der Winkel zwischen der Seitenfläche
und der Grundfläche
beträgt also 67,38°.
: Grundseite
: Höhe des Dreiecks
Fertige dir eine Skizze des Dreiecks
an, um dir das Lösen dieser Aufgabe einfacher zu gestalten:

Willst du hier den Flächeninhalt
des Dreiecks
bestimmen, so musst du die Länge der Höhe
berechnen. Diese Länge ermittelst du, in dem du zunächst die Länge der Strecke
berechnest. Zeichnest du die Seitenansicht der Pyramide
, so kannst du erkennen, dass die Strecke
eine der Seitenlängen der Pyramiden entspricht:

Betrachtest du die Skizze oben näher, so kannst du weiterhin erkennen, dass die Strecke
mit der Höhe
der Pyramide und der Hälfte der Grundseitenlänge
in einem rechtwinkligen Dreieck liegt. Diese lässt sich also über den Satz des Pythagoras in diesem Dreieck bestimmen.
Gehe beim Berechnen des Flächeninhalts
also so vor:
- Bestimme die Höhe
der Pyramide
- Bestimme die Grundseitenlänge
- Berechne die Länge der Strecke
- Berechne den Flächeninhalt
1. Schritt: Bestimmen von
und
Die Höhe der Pyramide
ergibt sich aus der
-Koordinaten der Spitze
der Pyramide:
Die Grundseiten Länge entspricht beispielsweise der Länge des Vektors
, da dieser Vektor eine der Quadratseiten des Quadrates
beschreibt:
2. Schritt: Bestimmen der Länge der Strecke
Betrachtest du die Skizze oben näher, so kannst du erkennen, dass
und
die Katheten des betrachteten rechtwinkligen Dreiecks sind. Willst du die Länge der Strecke
über den Satz des Pythagroas bestimmen, so gehst du hier also so vor:
Setzt du nun
sowie
in die oben gezeigte Formel für den Flächeninhalt des Dreicks
ein, so ergibt sich dieser wie folgt:
Der Flächeninhalt des Dreiecks
ist 65\,\text{FE}.
b)
Berechnen des Quadervolumens
Der Aufgabenstellung kannst du nun entnehmen, dass nun Quader betrachtet werden, die jeweils vier Eckpunkte auf den Pyramidenkanten und vier Eckpunkte in der Grundfläche der Pyramide haben. Einer dieser Quader hat nun den Eckpunkt
.
Deine Aufgabe ist es nun, das Volumen dieses Quaders zu berechnen. Das Volumen
eines Quaders ergibt sich dabei über folgende Formel:
mit:
berechnest du hier, indem du zunächst die Gerade
definierst, auf welcher die Strecke
liegt. Verwende dazu den Ortsvektor
von Punkt
als Stütz- und den Vektor
als Richtungsvektor:
Berechnen der Koordinaten des Eckpunktes
Nun soll ein weiterer Quader betrachtet werden, bei dem es sich um einen Würfel handelt. Dabei sollte dir bekannt sein, dass bei einem Würfel Länge, Breite und Höhe übereinstimmen. Deine Aufgabe ist es nun die Koordinaten von dessen Eckpunkt auf der Kante
zu bestimmen.
Wie oben schon beschrieben, bestimmte der Punkt
unter anderem Breite und Länge des Würfels. Dabei entsprach gerade das Doppelte der
-Koordinate der Länge und das Doppelte der
-Koordinate der Breite des Würfels.
Da der hier zu bestimmende Punkt
auf der Kante
liegt, werden dessen Koordinaten von Gerade
bestimmt. Von oben weißt du, dass dessen
- und
-Koordinate mit denen von Punkt
, der unterhalb von
liegt, übereinstimmt.
Daraus folgt, dass die
-Koordinate dem Doppelten der
- und
-Koordinaten von
entsprechen muss, damit es sich beim betrachteten Quader um einen Würfel handelt.
Deine Aufgabe ist es nun, das Volumen dieses Quaders zu berechnen. Das Volumen
: Länge des Quaders
: Breite des Quaders
: Höhe des Quaders
Bevor du also das Volumen des Quaders bestimmen kannst, musst du dessen Länge, Breite und Höhe bestimmen. Fertige dir dazu eine Skizze des Sachverhalts an, in welche du zunächst die Pyramide
und den Punkt
einzeichnest:

Vergleichst du die Koordinaten von
und dem Punkt
, so kannst du erkennen, dass der Punkt
auf dem Ortsvektor
liegt. Folglich liegt der darüberliegende Punkt
des Quaders auf der Strecke
. Willst du also die Höhe des Quaders berechnen, so bestimmst du die Länge des Vektors
. Berechne dazu die Koordinaten von
über die Gerade, auf welcher die Strecke
liegt.
Die Länge und die Breite des Quaders ermittelst du, indem du die relative Lage des Punktes
zu den Koordinatenachsen näher betrachtest.
Die Länge und die Breite des Quaders ermittelst du, indem du die relative Lage des Punktes
1. Schritt: Berechnen der Quaderhöhe
Die Quaderhöhe
Da der Punkt
senkrecht oberhalb des Punkte
liegt, weißt du, dass für dessen Koordinaten folgendes gelten muss:
.
Setzt du nun den Ortsvektor
von
mit der Geradengleichung von
gleich, so kannst du wie folgt die vollständigen Koordinaten von
bestimmen:
Übertrage diese Gleichung wie folgt in ein Gleichungssystem, um die vollständigen Koordinaten von
zu bestimmen:
Die vollständigen Koordinaten von Punkt
sind also:
. Vergleichst du nun die Koordinaten von
und
, so kannst du erkennen, dass die Höhe des Quaders offensichtlich
sein muss.
2. Schritt: Berechnen der Länge und der Breite des Quaders
Willst du die Länge und die Breite des Quaders bestimmen, so betrachtest du die Koordinaten von
.
hat eine
-Koordinate von
. Das heißt der Abstand von
zur
-Achse beträgt 2,5. Da es sich um einen Quader handelt, dessen Grundfläche in der Fläche
liegt, muss für dessen Länge gelten:
.
.

3. Schritt: Berechnen des Quadervolumens
Das Quadervolumen
ergibt sich nun über den obigen Ansatz wie folgt:
.
Der Quader besitzt ein Volumen von 150 VE.
Wie oben schon beschrieben, bestimmte der Punkt
Da der hier zu bestimmende Punkt
Daraus folgt, dass die
1. Schritt: Bestimmen der allgemeinen Koordinaten von
Die allgemeinen Koordinaten von
ergeben sich wie folgt aus der Gleichung von Gerade
:
2. Schritt: Bestimmen der gesuchten Koordinaten von
Wie oben erwähnt, handelt es sich dann um einen Würfel, wenn die
-Koordinate von
dem Doppelten der
- und der
-Koordinaten dieses Punktes entspricht. Berechne mit
die gesuchten Koordinaten von
über folgende Gleichung:
Für
muss also
gelten. Für die gesuchten Koordinaten gilt also:
Die gesuchten Koordinaten des Eckpunktes auf der Kante
sind also
.
Aufgabe 1.2
a)
Wahrscheinlichkeit, dass mind. 12 Mal eine schwarze Kugel gezogen wird
Der Aufgabenstellung kannst du entnehmen, dass insgesamt 20 Mal eine Kugel aus dem Gefäß
gezogen wird. Die Kugeln werden dabei jeweils wieder ins Gefäß zurückgelegt, weswegen es sich hier um ein Ziehen mit Zurücklegen handelt. Im Gefäß
befinden sich 6 schwarze und 4 weiße Kugel. Deine Aufgabe ist es nun, die Wahrscheinlichkeit dafür zu bestimmen, dass bei 20 Zügen mindestens 12 Mal eine schwarze Kugeln gezogen wird.
Willst du hier diese Wahrscheinlichkeit bestimmen, so betrachtest du zunächst die Zufallsvariable
. Zufallsvariable
beschreibt dabei die Anzahl der gezogenen schwarzen Kugeln. Da bei diesem Zufallsversuch nur die Anzahl der gezogenen schwarzen Kugeln relevant ist und es sich um ein Ziehen mit Zurücklegen handelt, ist Zufallsvariable
binomialverteilt. Da insgesamt
Mal gezogen wird ist
.
Wahrscheinlichkeit
ergibt sich aus der Gesamtanzahl der schwarzen Kugeln unter allen Kugeln. Da hier die Wahrscheinlichkeit dafür gesucht wird, dass mindestens 12 Mal eine schwarze Kugeln gezogen wird, muss für die Zufallsvariable
hier folgendes gelten:
.
Diese Wahrscheinlichkeit kannst du mit deinem GTR berechnen. Dazu musst du den binomCdf-Befehl verwenden. Da dieser aber nur Ausdrücke wie
berechnen kann, musst du hier zunächst wie folgt das Gegenereignis zu
bilden:
Insgesamt befinden sich 10 Kugel im Gefäß, weswegen die Wahrscheinlichkeit
eine schwarze Kugel zu ziehen, die folgende ist:
Nun weißt du, dass
,
gilt. Wende den binomCdf-Befehl wie in den Schaubildern unten an, um hier die gesuchte Wahrscheinlichkeit zu berechnen. Greife dazu aber zunächst über menu
Stat
DIST
BINM auf diesen zu.
Die Wahrscheinlichkeit, mindestens 12 schwarze Kugeln aus Gefäß
zu ziehen beträgt also etwa 59,6 %.
Wahrscheinlichkeit, dass 2 schwarze Kugeln hintereinander gezogen werden
Nun betrachtest du Gefäß
, indem sich 3 schwarze und 7 weiße Kugeln befinden und aus dem mit Zurücklegen gezogen wird. Deine Aufgabe ist es dabei, die Wahrscheinlichkeit dafür zu bestimmen, dass aus diesem Gefäß genau 2 schwarze Kugeln hintereinander gezogen werden.
Willst du diese Aufgabe lösen, so musst du dir zunächst überlegen, wie viele Möglichkeiten es gibt, zwei schwarze Kugeln bei insgesamt 8 Zügen aus dem Gefäß zu ziehen. Hast du dies ermittelt, so musst du dir klar machen, mit welcher Wahrscheinlichkeit überhaupt zwei schwarze Kugeln hintereinander aus dem Gefäß entnommen werden.
Die Wahrscheinlichkeit eine schwarze Kugel aus dem Gefäß
zu ziehen ermittelst du hier wie oben:
Wird insgesamt 8 Mal aus dem Gefäß eine Kugel mit Zurücklegen gezogen, so gibt es insgesamt 7 Mal die Möglichkeit 2 schwarze Kugeln aus diesem Gefäß zu entnehmen. Die Wahrscheinlichkeit
im Allgemeinen genau 2 schwarze Kugeln aus dem Gefäß zu ziehen, ergibt sich hier über die Pfadmultiplikation (mit
: Wahrscheinlichkeit für weiße Kugel):
Multiplizierst du dieses Ergebnis nun noch mit 7 so hast du die Wahrscheinlichkeit
dafür berechnet, genau 2 schwarze Kugeln hintereinander aus dem Gefäß zu ziehen:
Die Wahrscheinlichkeit genau zwei schwarze Kugeln hintereinander aus dem Gefäß zu ziehen beträgt also 0,0741 bzw. 7,41%.
Willst du hier diese Wahrscheinlichkeit bestimmen, so betrachtest du zunächst die Zufallsvariable
Wahrscheinlichkeit

Willst du diese Aufgabe lösen, so musst du dir zunächst überlegen, wie viele Möglichkeiten es gibt, zwei schwarze Kugeln bei insgesamt 8 Zügen aus dem Gefäß zu ziehen. Hast du dies ermittelt, so musst du dir klar machen, mit welcher Wahrscheinlichkeit überhaupt zwei schwarze Kugeln hintereinander aus dem Gefäß entnommen werden.
Die Wahrscheinlichkeit eine schwarze Kugel aus dem Gefäß
b)
Berechnen der Wahrscheinlichkeit für eine schwarze Kugel
Der Aufgabenstellung kannst du hier nun entnehmen, dass insgesamt 2 Kugeln aus Gefäß
ohne Zurücklegen gezogen und in das Gefäß
gelegt werden. Anschließend wird dann eine Kugel aus Gefäß
gezogen. Deine Aufgabe ist es nun, zu ermitteln, mit welcher Wahrscheinlichkeit diese Kugel schwarz ist.
Willst du diese Wahrscheinlichkeit hier berechnen, so musst du hier folgende drei Fälle betrachten:
zu ziehen. Die Wahrscheinlichkeit dafür, eine schwarze Kugel aus
zu ziehen, wird also maßgeblich von diesen Wahrscheinlichkeiten beeinflusst.
Hast du die Wahrscheinlichkeiten für die verschiedenen Fälle ermittelt, so kannst du ausgehend von diesen die Wahrscheinlichkeit für das Ziehen einer schwarzen Kugel aus dem Gefäß
ermitteln. Auch hier ergeben sich drei verschiedene Fälle:
Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass 2 schwarze Kugeln in Gefäß
gelegt werden, ergibt sich hier über die Pfadmultiplikation. Denke dabei daran, dass es sich um ein Ziehen ohne Zurücklegen handelt.
Eine schwarze Kugel:
Die Wahrscheinlichkeit, dass eine schwarze Kugel in Gefäß
gelegt wird, ergibt sich aus der Wahrscheinlichkeit, dass eine schwarze und eine weiße Kugel in Gefäß
gelegt wird. Achte hierbei auf die Reihenfolge.
Keine schwarze Kugel:
Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass keine schwarze Kugel ins Gefäß
gelegt wird, ergibt sich hier aus der Wahrscheinlichkeit dafür, dass zwei weiße Kugeln ins Gefäß gelegt werden:
2. Schritt: Wahrscheinlichkeit für das Ziehen einer schwarzen Kugel
Willst du hier nun die Wahrscheinlichkeit für das Ziehen einer schwarzen Kugel aus Gefäß
berechnen, so musst du auch hier wieder die drei Fälle von oben beachten. Denke dabei daran, dass sich die Anzahl der Kugeln in Gefäß
auf 12 erhöht ist und dass die Anzahl der schwarzen Kugel abhängig von dem eingetretenen Fall ist.
Fall 1: Zwei schwarze Kugeln
Wurden 2 schwarze Kugeln ins Gefäß gelegt, so befinden sich nun insgesamt 5 schwarze Kugeln in diesem Gefäß. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Fall eintritt und dass dann eine schwarze Kugel gezogen wird, ergibt sich wie folgt über die Pfadmultiplikation:
Fall 2: Eine schwarze Kugel
Wurde 1 schwarze Kugel ins Gefäß gelegt, so befinden sich nun insgesamt 4 schwarze Kugeln in diesem Gefäß.
Fall 3: Keine schwarze Kugel
Wurde keine schwarze Kugel ins Gefäß gelegt, so befinden sich nun insgesamt 3 schwarze Kugeln in diesem Gefäß.
Die Wahrscheinlichkeit nun eine schwarze Kugel aus dem Gefäß
zu ziehen ergibt sich über die Pfadaddition. Bilde also die Summe der berechneten Wahrscheinlichkeiten:
Die Wahrscheinlichkeit, unter den neuen Umständen, eine schwarze Kugel aus Gefäß
zu ziehen liegt also bei
bzw. 35 %.
Willst du diese Wahrscheinlichkeit hier berechnen, so musst du hier folgende drei Fälle betrachten:
- Es werden 2 schwarze Kugeln in
gelegt;
- es wird eine schwarze Kugel in
gelegt und
- es wird keine schwarze Kugel in
gelegt.
Hast du die Wahrscheinlichkeiten für die verschiedenen Fälle ermittelt, so kannst du ausgehend von diesen die Wahrscheinlichkeit für das Ziehen einer schwarzen Kugel aus dem Gefäß
- Die Anzahl der schwarzen Kugeln hat sich um 2 erhöht;
- die Anzahl der schwarzen Kugeln hat sich um 1 erhöht und
- die Anzahl der schwarzen Kugeln hat sich nicht erhöht.
1. Schritt: Wahrscheinlichkeiten, für die drei Fälle
Zwei schwarze Kugeln:
Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass 2 schwarze Kugeln in Gefäß
Die Wahrscheinlichkeit, dass eine schwarze Kugel in Gefäß
Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass keine schwarze Kugel ins Gefäß
Wurden 2 schwarze Kugeln ins Gefäß gelegt, so befinden sich nun insgesamt 5 schwarze Kugeln in diesem Gefäß. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Fall eintritt und dass dann eine schwarze Kugel gezogen wird, ergibt sich wie folgt über die Pfadmultiplikation:
Wurde 1 schwarze Kugel ins Gefäß gelegt, so befinden sich nun insgesamt 4 schwarze Kugeln in diesem Gefäß.
Wurde keine schwarze Kugel ins Gefäß gelegt, so befinden sich nun insgesamt 3 schwarze Kugeln in diesem Gefäß.