Lerninhalte in Mathe
Abi-Aufgaben GK (GTR)
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Digitales Schulbuch
Inhaltsverzeichnis

Aufgabe 2

Das Jagdverhalten von Raubkatzen in der freien Wildbahn ist gekennzeichnet durch eine hohe Anfangsbeschleunigung. Darauf folgt eine kurze Phase mit annähernd konstanter Geschwindigkeit, bevor die Geschwindigkeit wieder abfällt.
Die Geschwindigkeit eines Tigers bei einem Jagdvorgang aus der Ruheposition heraus wird für \(0\leq t\leq 10\) zunächst ohne Berücksichtigung der Phase mit konstanter Geschwindigkeit modelliert. Dazu wird für \(0\leq t\leq 10\) die Funktion \(f\) mit
\(f(t)= 0,0808 \cdot t^3-1,71\cdot t^2 + 10,08 \cdot t,\,\) \(t \in \mathbb{R}\)
verwendet. Dabei gibt \(t\) die Zeit seit Verlassen der Ruheposition in Sekunden und \(f(\mathrm{t})\) die Geschwindigkeit in \(\displaystyle \frac{\mathrm{m}}{\mathrm{s}}\) an.
mathe-nrw-abi-20-2b-jagd
Abbildung 1
a)
(1)
Gib den Funktionswert von \(f\) für \(t=5\) an und interpretiere diesen Wert im Sachzusammenhang.
(2)
Weise rechnerisch nach, dass der Tiger seine Maximalgeschwindigkeit von ca. \(18,2\;\dfrac{\mathrm{m}}{\mathrm{s}}\) ungefähr \(4,2\) Sekunden nach Verlassen der Ruheposition erreicht, und gib die Maximalgeschwindigkeit in \(\displaystyle \frac{\mathrm{k}\mathrm{m}}{\mathrm{h}}\) an.
(3 + 8 Punkte)
b)
(1)
Erläutere die Bedeutung der ersten Ableitung von \(f\) im Sachzusammenhang.
(2)
Ermittle den Zeitpunkt, zu dem die Geschwindigkeit am stärksten abnimmt, auf zwei Nachkommastellen genau.
(2 + 4 Punkte)
c)
Ermittle das Zeitintervall, in dem die Geschwindigkeit des Tigers mindestens \(15\;\dfrac{\text{m}}{\text{s}}\) beträgt.
(4 Punkte)
d)
(1)
Berechne \(\displaystyle \int_{0}^{10}f(\mathrm{t})\mathrm{d}\mathrm{t}\) und erläutere die Bedeutung dieses Wertes im Sachzusammenhang.
(2)
Ermittle die Durchschnittsgeschwindigkeit des Tigers in den modellierten \(10\; \text{s}.\)
(6 + 2 Punkte)
e)
Nimm an, dass der Tiger zunächst seine Maximalgeschwindigkeit gemäß dem oberen Modell erreicht (Phase 1). Nach Erreichen seiner Maximalgeschwindigkeit behält er diese noch \(5\; \text{s}\) lang bei (Phase 2). Anschließend verringert sich seine Geschwindigkeit gemäß einem neuen Modell (Phase 3). Dieses entspricht bis auf eine zeitliche Verschiebung dem oberen Modell (vgl. Abbildung 2). Ab \(t=15\) läuft er mit konstanter Geschwindigkeit weiter (Phase 4). Im Folgenden werden die ersten \(15\; \text{s}\) (Phase 1 bis 3) dieses Ablaufs betrachtet.
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Abbildung 2
(1)
Gib für die Phasen 2 und 3 jeweils einen Funktionsterm an.
[Hinweis: Der Term für Phase 3 muss nicht vereinfacht werden.]
(2)
Prüfe, ob nach \(15\; \text{s}\) ein knickfreier Übergang zu einer konstanten Funktion, welche die Geschwindigkeit in Phase 4 modelliert, möglich ist.
(3)
Ermittle die Länge der Strecke, die der Tiger in diesen ersten \(15\; \text{s}\) zurücklegt.
(4 + 3 + 4 Punkte)