Aufgabe 4
Ein Blatt DIN-A4-Papier liegt in der
-Ebene. Gegeben sind seine Eckpunkte
sowie der Punkt
.1
Das Blatt wird jetzt entlang der Strecke
gefaltet. Das Dreieck
bleibt dabei fest, während das Viereck
in das Viereck
übergeht, das wieder in der
Ebene liegt. Die Gegebenheiten sind in den folgenden Schrägbildern dargestellt.
Zur Veranschaulichung kann ein DIN-A4-Blatt entsprechend gefaltet werden.
Das Blatt wird jetzt entlang der Strecke
Zur Veranschaulichung kann ein DIN-A4-Blatt entsprechend gefaltet werden.

1Als Längeneinheit (LE) wird die Länge der kürzeren Seite des DIN-A4-Blattes verwendet
a)
Bestimmen Sie den Abstand des Punktes B von der Geraden OD.
(8P)
b)
Die Ecke des Blattes, die durch das Falten aus der Position A in die Position A‘ gebracht wird, bewegt sich bei dem Faltvorgang auf einem Halbkreis in einer Ebene E (siehe Abbildung 1 bis 4).
- Leiten Sie je eine Gleichung dieser Ebene E in Parameterform und in Normalenform her.
[Zur Kontrolle eine Koordinatengleichung:]
- Bestimmen Sie die Koordinaten des Schnittpunktes S der Ebene E mit der Geraden OD.
[Zur Kontrolle: S]
(7P + 4P)
Während des Faltvorgangs liegt das beim Falten bewegte Papier-Viereck stets in einer Ebene
der durch
, gegebenen Ebenenschar. Vorher und nachher liegt es jeweils in der
-Ebene (siehe Abbildung 1 bis 4.)
c)
gebracht, das in einer sowohl zur
-Ebene als auch zur Ebene
senkrechten Ebene
liegt (siehe Abbildung 3).
- Weisen Sie rechnerisch nach, dass die Gerade OD in jeder Ebene
der Ebenenschar liegt.
- Begründen Sie, dass die Ebene E aus b) senkrecht zu jeder Ebene
, ist.
- Berechnen Sie den Wert des Parameters k, für den
ist.
- Ermitteln Sie die Koordinaten des Punktes
.

(4P + 5P + 3P + 6P)
d)
Während des Faltvorgangs kommt das beim Falten bewegte Papier-Viereck auch in die Position des Vierecks OA‘‘B‘‘D, dessen Punkt A‘‘ in der Ebene
liegt.
- Bestimmen Sie die Koordinaten des Punktes A‘‘.
Zur Kontrolle:
- Zeigen Sie, dass das Dreieck OCA‘‘ gleichschenklig rechtwinklig ist.

(7P + 6P)
a)
Abstand des Punktes
zur Geraden
angeben
Ein DIN-A4-Blatt wird entlang der Strecke
wie in Abbildung 1 und 2 gefaltet. Bestimme den Abstand des Punktes
zur Geraden
.
Der Abstand eines Punktes zu einer Geraden entspricht der kürzesten Strecke, die den Punkt mit der Geraden verbindet.
Diese Strecke muss folglich senkrecht auf der Geraden stehen. Daher entspricht der gesuchte Abstand gerade der Länge der Strecke
.
Um die Länge dieser Strecke
zu bestimmen, kannst du eine Hilfsgerade
so konstruieren, dass sie senkrecht zur Geraden
verläuft und den Punkt
enthält.
Bestimme den Schnittpunkt
der Hilfgeraden
und der Geraden
.
Hast du diesen bestimmt, so kannst du die Länge der Strecke
mit Hilfe des Betrags bestimmen.
Den Betrag einer Strecke
zweier Punkte
und
kannst du folgendermaßen bestimmen:
1. Schritt: Hilfsgerade
konstruieren
Bevor wir die Geradengleichung für
angeben können, ist es hilfreich, zuerst die Geradengleichung zu
aufzustellen:
Um die Gleichung der Hilfsgeraden
zu bestimmen, gehen wir zunächst von einer allgemeinen Geradengleichung aus:
Dabei ist
der Stützvektor und
der Richtungsvektor. Für den Stützvektor
kannst du die Koordinaten eines Punktes verwenden, der garantiert auf der Geraden
liegt. Hier bietet sich beispielweise der Punkt
an. Du erhältst also folgenden Stützvektor:
Soll die Hilfsgerade
senkrecht zur Geraden
sein, so muss das Skalarprodukt ihrer Richtungsvektoren gleich Null sein. Das heißt, es muss gelten:
Damit das Skalarprodukt gleich Null ist, muss folglich
gelten. Du kannst hier jeden beliebigen Wert für
wählen. Da die Gerade
und der Punkt
in der
Ebene liegen, sollte ebenfalls
gelten.
Wir wählen, um die Rechnung möglichst einfach zu halten,
und erhalten dann folgende Geradengleichung zur Hilfsgeraden
:
2. Schritt: Schnittpunkt
der Hilfsgeraden
mit der Geraden
bestimmen
Die Koordinaten des Schnittpunktes
der Hilfsgeraden
und der Geraden
kannst du bestimmen, indem du die beiden Geradengleichungen gleichsetzt:
Dadurch erhältst du ein lineares Gleichungssystem, durch welches du Werte für die Parameter
und
ermitteln kannst:
Es muss also
bzw.
gelten. Setze entweder den Parameterwert für
in die Hilfsgeradengleichung oder den Parameterwert für
in die Geradengleichung zu
ein. Das liefert dir die Koordinaten von
.
Jetzt kannst du die Koordinaten des Schnittpunktes
vollständig angeben mit:
3 Schritt: Abstand zwischen
und der Geraden
berechnen
Zuvor hast du überlegt, dass der Abstand des Punktes
zur Geraden
gerade dem Abstand den Punktes
zum Punkt
entspricht. Berechne also:
Damit hat der Punkt
einen Abstand von
LE zur Geraden OD.


Bestimme den Schnittpunkt
|
Wir wählen, um die Rechnung möglichst einfach zu halten,
b)
Gleichung der Ebene
in Parameterform angeben
Das Blatt in der
Ebene wird wie in Abbildung 1 und 2 gefaltet. Beim Faltvorgang „wandert“ der Punkt
in die Position
. Dabei bewegt sich der Punkt entlang eines Halbkreises. Die Ebene
soll diesen Halbkreis enthalten und senkrecht zur
Ebene stehen.
Deine Aufgabe ist es, die Ebenengleichung zur Ebene
in Parameterform anzugeben.
Eine Ebenengleichung in Parameterform sieht wie folgt aus:
Der Vektor
wird Stützvektor genannt,
und
sind die linear unabhängigen Spannvektoren der Ebene
.
Stelle die gesuchten Stütz- und Spannvektoren auf, um eine Ebenengleichung in Parameterform zu erhalten.
1. Schritt: Stützvektor der Ebene
aufstellen
Für den Stützvektor kannst du die Koordinaten eines Punktes verwenden, der garantiert in der Ebene liegt. Hier bietet sich beispielweise der Punkt
an. Es ergibt sich also:
2. Schritt: Spannvektor
der Ebene
aufstellen
Da in der Aufgabenstellung verlangt wird, dass die Ebene
senkrecht auf der
Ebene steht, kannst du einen der Spannvektoren direkt angeben, der diese Bedingung erfüllt:
3. Schritt: Spannvektor
der Ebene
aufstellen
Sollen weiterhin die Punkte
und
in der Ebene
enthalten sein, so muss auch ihre Verbindungsstrecke in der Ebene
liegen. Das heißt, du kannst den Vektor
als zweiten Spannvektor verwenden.
Offensichtlich benötigen wir die Koordinaten des Punktes
, um den zweiten Spannvektor angeben zu können. Anhand Abbildung 3 kannst du die Koordinaten ablesen. Der Punkt
hat die Koordinaten
. Damit kannst du nun den Vektor
bestimmen:
4. Schritt: Aufgestellte Vektoren in Ebenengleichung einsetzen
Einsetzen des Stützvektors
und der Spannvektoren
und
in die allgemeine Form einer Ebenengleichung in Parameterform liefert dir die gesuchte Gleichung:
Gleichung der Ebene
in Normalenform angeben
Die Normalenform einer Ebenengleichung kannst du allgemein wie folgt angeben:
Dabei ist
der Stützvektor und
der Normalenvektor der Ebene. Beim Stützvektor kannst du wie zuvor vorgehen: Wähle einen Punkt, der garantiert in der Ebene
liegt und verwende dessen Koordinaten für den Stützvektor. Du kannst hier beispielsweise denselben Stützvektor
wählen, den du bereits bei der Parameterform gewählt hast.
Letztlich benötigst du nur noch den Normalenvektor
. Dafür bieten sich zwei Möglichkeiten an:
Lösungsweg A: Koordinatenform
Eine Ebenengleichung in Koordinatenform ist allgemein von der Form:
Hast du bereits eine Ebenengleichung der Ebene in Parameterform, so kannst du die Koordinatenform ermitteln, indem du die Ebenengleichung in Parameterform mit
,
und
wie folgt gleichsetzt:
Daraus erhältst du ein lineares Gleichungssystem, bei welchem du die Parameter
und
eliminieren musst, um die Koordinatenform zu erhalten.
In der Gleichung
sind nun beide Parameter eliminiert. Das heißt, die Ebenengleichung zur Ebene
in Koordinatenform lautet:
Hier kannst du den Normalenvektor direkt ablesen mit:
Lösungsweg B: Kreuzprodukt
Da der Normalenvektor
senkrecht auf beiden Spannvektoren
und
stehen soll, kannst du deren Kreuzprodukt bilden:
Da bei einem Normalenvektor nur dessen Richtung und nicht dessen Länge relevant ist, kannst du diesen wie folgt vereinfachen:
In allgemeine Normalenform einsetzen:
Da du den Normalenvektor
bestimmt hast und den Stützvektor aus der Parameterform wiederverwenden kannst, ergibt sich folgende Gleichung der Ebene
in Normalenform:
Koordinaten des Schnittpunktes
bestimmen
Die Gerade
schneidet die Ebene
in einem Punkt
. Um den Schnittpunkt einer Geraden mit einer Ebene zu ermitteln, kannst du die Geradengleichung komponentenweise in die zuvor bestimme Ebenengleichung in Parameterform einsetzen. Gehe also wie folgt vor:
mit Ebenengleichung von
gleichsetzen
Komponentenweise Gleichsetzen der Geradengleichung mit der Ebenengleichung von
liefert dir folgendes lineares Gleichungssystem, welches du nach
auflösen sollst:
Du erhältst
.
2. Schritt: Parameter
in Geradengleichung von
einsetzen
Einsetzen von
in die Geradengleichung zu
liefert dir die Koordinaten des Schnittpunktes
:
Der Schnittpunkt
besitzt die Koordinaten
.

Eine Ebenengleichung in Parameterform sieht wie folgt aus:
|
|
Letztlich benötigst du nur noch den Normalenvektor
A: | Stelle die Ebenengleichung in Koordinatenform auf, denn an dieser kannst du den Normalenvektor direkt ablesen. |
B: | Da der Normalenvektor senkrecht auf der Ebene |
|
- Setze diese Geradengleichung komponentenweise in die Ebenengleichung von
ein und löse nach dem Parameter
auf. Dadurch erhältst du einen Wert für den Parameter
.
- Setze diesen Parameterwert für
anschließend in die Geradengleichung von
ein. Das liefert dir die Koordinaten des gesuchten Schnittpunktes
.
c)
Nachweisen, dass Gerade
in jeder Ebene der Ebenenschar liegt
Während des Faltvorgangs liegt das bewegte Papierviereck immer in einer Ebene der Ebenenschar mit der Ebenengleichung
Weise rechnerisch nach, dass die Gerade
in jeder Ebene
liegt.
Willst du zeigen, dass die Gerade
in jeder Ebene
liegt, so kannst du die Gleichung der Gerade in die Gleichung der Ebenenschar einsetzen. Löse nach deren Parametern
und
auf. Ergibt sich hierbei eine wahre Aussage für alle
und
, so liegt die Gerade
in jeder Ebene
.
Die Gleichung der Gerade
hast du zuvor bereits aufgestellt mit:
Komponentenweise Einsetzen liefert dir:
In diese Gleichung kannst du jeden beliebigen Wert für den Parameter
bzw.
einsetzen. Das heißt, es liegt immer eine wahre Aussage vor und damit gilt, dass die Gerade
in jeder Ebene
liegt.
Nachweisen, dass die Ebene
senkrecht zu jeder Ebene der Ebenenschar ist
Die Ebene
hat laut Teilaufgabe b) folgende Ebenengleichung:
Willst du zeigen, dass die Ebene senkrecht zu jeder Ebene
ist, so kannst du zeigen, dass die Normalenvektoren
und
senkrecht zueinander sind. Das heißt, ihr Skalarprodukt ist gleich Null.
Die Normalenvektoren
und
der Ebene
und
kannst du anhand der Koordinatenform direkt ablesen:
Bildest du das Skalarprodukt der Normalenvektoren, so erhältst du:
Damit hast du gezeigt, dass das Skalarprodukt der Normalenvektoren für jedes
gleich Null ist. Folglich steht die Ebene
senkrecht auf allen Ebenen der Schar
.
Parameter
für
bestimmen, sodass
gilt
Während des Faltvorgangs nehmen die Punkte
und
die Positionen
und
ein.
Eine neue Ebene
soll nun das daraus entstehende Viereck
enthalten. Weiterhin ist
eine Ebene der Ebenenschar
und senkrecht zur
Ebene.
Deine Aufgabe ist es, einen Parameterwert für
zu ermitteln, sodass
gilt.
Soll
senkrecht zur
Ebene sein, kannst du verwenden, dass das Skalarprodukt des Normalenvektors der
Ebene und des Normalenvektors der Ebene
gleich Null sein muss. In mathematischen Formeln ausgedrückt heißt das:
Da dir der Normalenvektor
nicht bekannt ist, aber
eine Ebene der Schar
ist, kannst du den Normalenvektor der Ebenenschar
verwenden und so einen passenden Wert für den Parameter
ermitteln.
Folglich muss
gelten, damit die Bedingung erfüllt wird. Das heißt, für
gilt
. Die Ebene
halt also folgende Ebenengleichung in Koordinatenform:
Koordinaten des Punktes
ermitteln
Der Punkt
liegt laut Voraussetzung in den Ebenen
und
. Folglich muss dieser Punkt ebenfalls auf der Schnittgeraden
der Ebenen liegen.
Im Punkt
schneidet die Ebene
die Gerade
, an welcher das Blatt gefaltet wird. Durch das Falten bewegt sich der Punkt
entlang eines Halbkreises um den Punkt
und nimmt entlang dieses Halbkreises die Position
ein. Das heißt, der Punkt
hat den selben Abstand zum Punkt
wie der gesuchte Punkt
, es gilt also
.
Du kann also wie folgt vorgehen, um die Koordinaten des Punktes
zu bestimmen:
der Ebenen
und
bestimmen
Die Schnittgerade erhältst du, indem du beide Ebenengleichungen in einem linearen Gleichungssystem auflöst.
Damit sind die
- und
-Koordinaten der Geradengleichung fest. Da über die
-Koordinate keine Aussage gemacht werden kann, kannst du für diese jeden beliebigen Wert einsetzen. Wir setzen also
und erhalten die Gleichung der Schnittgeraden
mit:
Da der Punkt
auf der Schnittgeraden
liegt, kannst du die Koordinaten des Punktes
in Abhängigkeit vom Parameter
angeben mit:
2. Schritt: Verwenden, dass
gelten muss
Offensichtlich ist nur noch die
-Koordinate vom Parameter
abhängig. Einen passenden Wert für
kannst du mit Hilfe der Bedingung
bestimmen.
Den Betrag
kannst du bereits berechnen, da dir die Koordinaten beider Punkte bekannt sind:
Damit gilt
und wir können diese Bedingung im Folgenden weiterverwenden:
Damit muss
gelten. Nun kannst du die Koordinaten des Punktes
vollständig angeben:

|
Im Punkt

- Bestimme die Schnittgerade
der Ebenen
und
. (Dadurch erhältst du zunächst die erste und zweite Koordinate von
).
- Verwende, dass
gilt, um die dritte Koordinate zu bestimmen.
d)
Bestimmen der Koordinaten des Punktes
Beim Faltvorgang erreicht das Papierviereck die Position OA‘‘B‘‘D. Die Koordinaten des Punktes
sind teilweise bekant mit:
.
Deine Aufgabe ist es, die vollständigen Koordinaten des Punktes
anzugeben.
In einem Aufgabenteil zuvor hast du eine Ebene
ermittelt, in der sich der Halbkreis befindet, auf dem sich der Ausgangspunkt
entlang bewegt. Diese Ebene hat die folgende Ebenengleichung:
Daher muss auch der gesuchte Punkt
in dieser Ebene liegen. Das heißt, der Punkt
liegt auf der Schnittgeraden der Ebene
und der Ebene
.
Weiterhin kannst du verwenden, dass sich durch das Falten der Punkt
entlang eines Halbkreises um den Punkt
bewegt und entlang dieses Halbkreises die Position
einnimmt. Das heißt, der Punkt
hat den selben Abstand zum Punkt
wie der gesuchte Punkt
, es gilt also
.
Du kann also wie folgt vorgehen, um die Koordinaten des Punktes
zu bestimmen:
der Ebenen
und
bestimmen
Die Schnittgerade erhältst du, indem du beide Ebenengleichungen in einem linearen Gleichungssystem auflöst.
Damit sind die
- und
-Koordinaten der Geradengleichung fest. Da über die
-Koordinate keine Aussage gemacht werden kann, kannst du für diese jeden beliebigen Wert einsetzen. Wir setzen also
und erhalten die Gleichung der Schnittgeraden
mit:
Da der Punkt
auf der Schnittgeraden
liegt, kannst du die Koordinaten des Punktes
in Abhängigkeit vom Parameter
angeben mit:
2. Schritt: Verwenden, dass
gelten muss
Offensichtlich ist nur noch die
-Koordinate vom Parameter
abhängig. Einen passenden Wert für
kannst du mit Hilfe der Bedingung
bestimmen.
Den Betrag
hast du bereits zuvor berechnet und es gilt
. Wir können diese Bedingung im Folgenden weiterverwenden:
Damit muss
gelten. Nun kannst du die Koordinaten des Punktes
vollständig angeben:
Zeigen, dass das Dreieck
gleichschenklig rechtwinklig ist
Zeige, dass das Dreieck
rechtwinklig und gleichschenklig ist. Dabei kannst du folgende Eigenschaften verwenden:
rechtwinklig ist
Ein Dreieck ist rechtwinklig, wenn zwei Kantenvektoren senkrecht aufeinander stehen. Ist das der Fall, so ist ihr Skalarprodukt gleich Null. Gib zunächst die Kantenvektoren
,
und
des Dreieck
an:
,
und
:
und
gleich Null. Folglich ist das Dreieck
rechtwinklig.
Zeigen, dass das Dreieck
gleichschenklig ist
Ein Dreieck ist gleichschenklig, wenn zwei Kanten gleich lang sind. Berechne also die Beträge der Vektoren und überprüfe, ob das der Fall ist:
und
gleich lang. Folglich ist das Dreieck
gleichschenklig.

Du kann also wie folgt vorgehen, um die Koordinaten des Punktes
- Bestimme die Schnittgerade
der Ebenen
und
. (Dadurch erhältst du zunächst die erste Koordinate von
).
- Verwende, dass
gilt, um die dritte Koordinate zu bestimmen.
- Rechtwinklig: Soll das Dreieck
rechtwinklig sein, so kannst du zeigen, dass das Skalarprodukt zweier Kantenvektoren gleich Null ist.
- Gleichschenklig: Damit ein Dreieck gleichschenklig ist, müssen zwei Kanten gleich lang sein. Zeige also, dass der Betrag zweier Kantenvektoren übereinstimmt.
a)
Abstand des Punktes
zur Geraden
angeben
Ein DIN-A4-Blatt wird entlang der Strecke
wie in Abbildung 1 und 2 gefaltet. Bestimme den Abstand des Punktes
zur Geraden
.
Der Abstand eines Punktes zu einer Geraden entspricht der kürzesten Strecke, die den Punkt mit der Geraden verbindet.
Diese Strecke muss folglich senkrecht auf der Geraden stehen. Daher entspricht der gesuchte Abstand gerade der Länge der Strecke
.
Um die Länge dieser Strecke
zu bestimmen, kannst du eine Hilfsgerade
so konstruieren, dass sie senkrecht zur Geraden
verläuft und den Punkt
enthält.
Bestimme den Schnittpunkt
der Hilfgeraden
und der Geraden
.
Hast du diesen bestimmt, so kannst du die Länge der Strecke
mit Hilfe des Betrags bestimmen.
Den Betrag einer Strecke
zweier Punkte
und
kannst du folgendermaßen bestimmen:
1. Schritt: Hilfsgerade
konstruieren
Bevor wir die Geradengleichung für
angeben können, ist es hilfreich, zuerst die Geradengleichung zu
aufzustellen:
Um die Gleichung der Hilfsgeraden
zu bestimmen, gehen wir zunächst von einer allgemeinen Geradengleichung aus:
Dabei ist
der Stützvektor und
der Richtungsvektor. Für den Stützvektor
kannst du die Koordinaten eines Punktes verwenden, der garantiert auf der Geraden
liegt. Hier bietet sich beispielweise der Punkt
an. Du erhältst also folgenden Stützvektor:
Soll die Hilfsgerade
senkrecht zur Geraden
sein, so muss das Skalarprodukt ihrer Richtungsvektoren gleich Null sein. Das heißt, es muss gelten:
Damit das Skalarprodukt gleich Null ist, muss folglich
gelten. Du kannst hier jeden beliebigen Wert für
wählen. Da die Gerade
und der Punkt
in der
Ebene liegen, sollte ebenfalls
gelten.
Wir wählen, um die Rechnung möglichst einfach zu halten,
und erhalten dann folgende Geradengleichung zur Hilfsgeraden
:
2. Schritt: Schnittpunkt
der Hilfsgeraden
mit der Geraden
bestimmen
Die Koordinaten des Schnittpunktes
der Hilfsgeraden
und der Geraden
kannst du bestimmen, indem du die beiden Geradengleichungen gleichsetzt:
Dadurch erhältst du ein lineares Gleichungssystem, durch welches du Werte für die Parameter
und
ermitteln kannst:
Es muss also
bzw.
gelten. Setze entweder den Parameterwert für
in die Hilfsgeradengleichung oder den Parameterwert für
in die Geradengleichung zu
ein. Das liefert dir die Koordinaten von
.
Jetzt kannst du die Koordinaten des Schnittpunktes
vollständig angeben mit:
3 Schritt: Abstand zwischen
und der Geraden
berechnen
Zuvor hast du überlegt, dass der Abstand des Punktes
zur Geraden
gerade dem Abstand den Punktes
zum Punkt
entspricht. Berechne also:
Damit hat der Punkt
einen Abstand von
LE zur Geraden OD.


Bestimme den Schnittpunkt
|
Wir wählen, um die Rechnung möglichst einfach zu halten,
b)
Gleichung der Ebene
in Parameterform angeben
Das Blatt in der
Ebene wird wie in Abbildung 1 und 2 gefaltet. Beim Faltvorgang „wandert“ der Punkt
in die Position
. Dabei bewegt sich der Punkt entlang eines Halbkreises. Die Ebene
soll diesen Halbkreis enthalten und senkrecht zur
Ebene stehen.
Deine Aufgabe ist es, die Ebenengleichung zur Ebene
in Parameterform anzugeben.
Eine Ebenengleichung in Parameterform sieht wie folgt aus:
Der Vektor
wird Stützvektor genannt,
und
sind die linear unabhängigen Spannvektoren der Ebene
.
Stelle die gesuchten Stütz- und Spannvektoren auf, um eine Ebenengleichung in Parameterform zu erhalten.
1. Schritt: Stützvektor der Ebene
aufstellen
Für den Stützvektor kannst du die Koordinaten eines Punktes verwenden, der garantiert in der Ebene liegt. Hier bietet sich beispielweise der Punkt
an. Es ergibt sich also:
2. Schritt: Spannvektor
der Ebene
aufstellen
Da in der Aufgabenstellung verlangt wird, dass die Ebene
senkrecht auf der
Ebene steht, kannst du einen der Spannvektoren direkt angeben, der diese Bedingung erfüllt:
3. Schritt: Spannvektor
der Ebene
aufstellen
Sollen weiterhin die Punkte
und
in der Ebene
enthalten sein, so muss auch ihre Verbindungsstrecke in der Ebene
liegen. Das heißt, du kannst den Vektor
als zweiten Spannvektor verwenden.
Offensichtlich benötigen wir die Koordinaten des Punktes
, um den zweiten Spannvektor angeben zu können. Anhand Abbildung 3 kannst du die Koordinaten ablesen. Der Punkt
hat die Koordinaten
. Damit kannst du nun den Vektor
bestimmen:
4. Schritt: Aufgestellte Vektoren in Ebenengleichung einsetzen
Einsetzen des Stützvektors
und der Spannvektoren
und
in die allgemeine Form einer Ebenengleichung in Parameterform liefert dir die gesuchte Gleichung:
Gleichung der Ebene
in Normalenform angeben
Die Normalenform einer Ebenengleichung kannst du allgemein wie folgt angeben:
Dabei ist
der Stützvektor und
der Normalenvektor der Ebene. Beim Stützvektor kannst du wie zuvor vorgehen: Wähle einen Punkt, der garantiert in der Ebene
liegt und verwende dessen Koordinaten für den Stützvektor. Du kannst hier beispielsweise denselben Stützvektor
wählen, den du bereits bei der Parameterform gewählt hast.
Letztlich benötigst du nur noch den Normalenvektor
. Dafür bieten sich zwei Möglichkeiten an:
Lösungsweg A: Koordinatenform
Eine Ebenengleichung in Koordinatenform ist allgemein von der Form:
Hast du bereits eine Ebenengleichung der Ebene in Parameterform, so kannst du die Koordinatenform ermitteln, indem du die Ebenengleichung in Parameterform mit
,
und
wie folgt gleichsetzt:
Daraus erhältst du ein lineares Gleichungssystem, bei welchem du die Parameter
und
eliminieren musst, um die Koordinatenform zu erhalten.
In der Gleichung
sind nun beide Parameter eliminiert. Das heißt, die Ebenengleichung zur Ebene
in Koordinatenform lautet:
Hier kannst du den Normalenvektor direkt ablesen mit:
Lösungsweg B: Kreuzprodukt
Da der Normalenvektor
senkrecht auf beiden Spannvektoren
und
stehen soll, kannst du deren Kreuzprodukt bilden:
Da bei einem Normalenvektor nur dessen Richtung und nicht dessen Länge relevant ist, kannst du diesen wie folgt vereinfachen:
In allgemeine Normalenform einsetzen:
Da du den Normalenvektor
bestimmt hast und den Stützvektor aus der Parameterform wiederverwenden kannst, ergibt sich folgende Gleichung der Ebene
in Normalenform:
Koordinaten des Schnittpunktes
bestimmen
Die Gerade
schneidet die Ebene
in einem Punkt
. Um den Schnittpunkt einer Geraden mit einer Ebene zu ermitteln, kannst du die Geradengleichung komponentenweise in die zuvor bestimme Ebenengleichung in Parameterform einsetzen. Gehe also wie folgt vor:
mit Ebenengleichung von
gleichsetzen
Komponentenweise Gleichsetzen der Geradengleichung mit der Ebenengleichung von
liefert dir folgendes lineares Gleichungssystem, welches du nach
auflösen sollst:
Du erhältst
.
2. Schritt: Parameter
in Geradengleichung von
einsetzen
Einsetzen von
in die Geradengleichung zu
liefert dir die Koordinaten des Schnittpunktes
:
Der Schnittpunkt
besitzt die Koordinaten
.

Eine Ebenengleichung in Parameterform sieht wie folgt aus:
|
|
Letztlich benötigst du nur noch den Normalenvektor
A: | Stelle die Ebenengleichung in Koordinatenform auf, denn an dieser kannst du den Normalenvektor direkt ablesen. |
B: | Da der Normalenvektor senkrecht auf der Ebene |
|
- Setze diese Geradengleichung komponentenweise in die Ebenengleichung von
ein und löse nach dem Parameter
auf. Dadurch erhältst du einen Wert für den Parameter
.
- Setze diesen Parameterwert für
anschließend in die Geradengleichung von
ein. Das liefert dir die Koordinaten des gesuchten Schnittpunktes
.
c)
Nachweisen, dass Gerade
in jeder Ebene der Ebenenschar liegt
Während des Faltvorgangs liegt das bewegte Papierviereck immer in einer Ebene der Ebenenschar mit der Ebenengleichung
Weise rechnerisch nach, dass die Gerade
in jeder Ebene
liegt.
Willst du zeigen, dass die Gerade
in jeder Ebene
liegt, so kannst du die Gleichung der Gerade in die Gleichung der Ebenenschar einsetzen. Löse nach deren Parametern
und
auf. Ergibt sich hierbei eine wahre Aussage für alle
und
, so liegt die Gerade
in jeder Ebene
.
Die Gleichung der Gerade
hast du zuvor bereits aufgestellt mit:
Komponentenweise Einsetzen liefert dir:
In diese Gleichung kannst du jeden beliebigen Wert für den Parameter
bzw.
einsetzen. Das heißt, es liegt immer eine wahre Aussage vor und damit gilt, dass die Gerade
in jeder Ebene
liegt.
Nachweisen, dass die Ebene
senkrecht zu jeder Ebene der Ebenenschar ist
Die Ebene
hat laut Teilaufgabe b) folgende Ebenengleichung:
Willst du zeigen, dass die Ebene senkrecht zu jeder Ebene
ist, so kannst du zeigen, dass die Normalenvektoren
und
senkrecht zueinander sind. Das heißt, ihr Skalarprodukt ist gleich Null.
Die Normalenvektoren
und
der Ebene
und
kannst du anhand der Koordinatenform direkt ablesen:
Bildest du das Skalarprodukt der Normalenvektoren, so erhältst du:
Damit hast du gezeigt, dass das Skalarprodukt der Normalenvektoren für jedes
gleich Null ist. Folglich steht die Ebene
senkrecht auf allen Ebenen der Schar
.
Parameter
für
bestimmen, sodass
gilt
Während des Faltvorgangs nehmen die Punkte
und
die Positionen
und
ein.
Eine neue Ebene
soll nun das daraus entstehende Viereck
enthalten. Weiterhin ist
eine Ebene der Ebenenschar
und senkrecht zur
Ebene.
Deine Aufgabe ist es, einen Parameterwert für
zu ermitteln, sodass
gilt.
Soll
senkrecht zur
Ebene sein, kannst du verwenden, dass das Skalarprodukt des Normalenvektors der
Ebene und des Normalenvektors der Ebene
gleich Null sein muss. In mathematischen Formeln ausgedrückt heißt das:
Da dir der Normalenvektor
nicht bekannt ist, aber
eine Ebene der Schar
ist, kannst du den Normalenvektor der Ebenenschar
verwenden und so einen passenden Wert für den Parameter
ermitteln.
Folglich muss
gelten, damit die Bedingung erfüllt wird. Das heißt, für
gilt
. Die Ebene
halt also folgende Ebenengleichung in Koordinatenform:
Koordinaten des Punktes
ermitteln
Der Punkt
liegt laut Voraussetzung in den Ebenen
und
. Folglich muss dieser Punkt ebenfalls auf der Schnittgeraden
der Ebenen liegen.
Im Punkt
schneidet die Ebene
die Gerade
, an welcher das Blatt gefaltet wird. Durch das Falten bewegt sich der Punkt
entlang eines Halbkreises um den Punkt
und nimmt entlang dieses Halbkreises die Position
ein. Das heißt, der Punkt
hat den selben Abstand zum Punkt
wie der gesuchte Punkt
, es gilt also
.
Du kann also wie folgt vorgehen, um die Koordinaten des Punktes
zu bestimmen:
der Ebenen
und
bestimmen
Die Schnittgerade erhältst du, indem du beide Ebenengleichungen in einem linearen Gleichungssystem auflöst.
Damit sind die
- und
-Koordinaten der Geradengleichung fest. Da über die
-Koordinate keine Aussage gemacht werden kann, kannst du für diese jeden beliebigen Wert einsetzen. Wir setzen also
und erhalten die Gleichung der Schnittgeraden
mit:
Da der Punkt
auf der Schnittgeraden
liegt, kannst du die Koordinaten des Punktes
in Abhängigkeit vom Parameter
angeben mit:
2. Schritt: Verwenden, dass
gelten muss
Offensichtlich ist nur noch die
-Koordinate vom Parameter
abhängig. Einen passenden Wert für
kannst du mit Hilfe der Bedingung
bestimmen.
Den Betrag
kannst du bereits berechnen, da dir die Koordinaten beider Punkte bekannt sind:
Damit gilt
und wir können diese Bedingung im Folgenden weiterverwenden:
Damit muss
gelten. Nun kannst du die Koordinaten des Punktes
vollständig angeben:

|
Im Punkt

- Bestimme die Schnittgerade
der Ebenen
und
. (Dadurch erhältst du zunächst die erste und zweite Koordinate von
).
- Verwende, dass
gilt, um die dritte Koordinate zu bestimmen.
d)
Bestimmen der Koordinaten des Punktes
Beim Faltvorgang erreicht das Papierviereck die Position OA‘‘B‘‘D. Die Koordinaten des Punktes
sind teilweise bekant mit:
.
Deine Aufgabe ist es, die vollständigen Koordinaten des Punktes
anzugeben.
In einem Aufgabenteil zuvor hast du eine Ebene
ermittelt, in der sich der Halbkreis befindet, auf dem sich der Ausgangspunkt
entlang bewegt. Diese Ebene hat die folgende Ebenengleichung:
Daher muss auch der gesuchte Punkt
in dieser Ebene liegen. Das heißt, der Punkt
liegt auf der Schnittgeraden der Ebene
und der Ebene
.
Weiterhin kannst du verwenden, dass sich durch das Falten der Punkt
entlang eines Halbkreises um den Punkt
bewegt und entlang dieses Halbkreises die Position
einnimmt. Das heißt, der Punkt
hat den selben Abstand zum Punkt
wie der gesuchte Punkt
, es gilt also
.
Du kann also wie folgt vorgehen, um die Koordinaten des Punktes
zu bestimmen:
der Ebenen
und
bestimmen
Die Schnittgerade erhältst du, indem du beide Ebenengleichungen in einem linearen Gleichungssystem auflöst.
Damit sind die
- und
-Koordinaten der Geradengleichung fest. Da über die
-Koordinate keine Aussage gemacht werden kann, kannst du für diese jeden beliebigen Wert einsetzen. Wir setzen also
und erhalten die Gleichung der Schnittgeraden
mit:
Da der Punkt
auf der Schnittgeraden
liegt, kannst du die Koordinaten des Punktes
in Abhängigkeit vom Parameter
angeben mit:
2. Schritt: Verwenden, dass
gelten muss
Offensichtlich ist nur noch die
-Koordinate vom Parameter
abhängig. Einen passenden Wert für
kannst du mit Hilfe der Bedingung
bestimmen.
Den Betrag
hast du bereits zuvor berechnet und es gilt
. Wir können diese Bedingung im Folgenden weiterverwenden:
Damit muss
gelten. Nun kannst du die Koordinaten des Punktes
vollständig angeben:
Zeigen, dass das Dreieck
gleichschenklig rechtwinklig ist
Zeige, dass das Dreieck
rechtwinklig und gleichschenklig ist. Dabei kannst du folgende Eigenschaften verwenden:
rechtwinklig ist
Ein Dreieck ist rechtwinklig, wenn zwei Kantenvektoren senkrecht aufeinander stehen. Ist das der Fall, so ist ihr Skalarprodukt gleich Null. Gib zunächst die Kantenvektoren
,
und
des Dreieck
an:
,
und
:
und
gleich Null. Folglich ist das Dreieck
rechtwinklig.
Zeigen, dass das Dreieck
gleichschenklig ist
Ein Dreieck ist gleichschenklig, wenn zwei Kanten gleich lang sind. Berechne also die Beträge der Vektoren und überprüfe, ob das der Fall ist:
und
gleich lang. Folglich ist das Dreieck
gleichschenklig.

Du kann also wie folgt vorgehen, um die Koordinaten des Punktes
- Bestimme die Schnittgerade
der Ebenen
und
. (Dadurch erhältst du zunächst die erste Koordinate von
).
- Verwende, dass
gilt, um die dritte Koordinate zu bestimmen.
- Rechtwinklig: Soll das Dreieck
rechtwinklig sein, so kannst du zeigen, dass das Skalarprodukt zweier Kantenvektoren gleich Null ist.
- Gleichschenklig: Damit ein Dreieck gleichschenklig ist, müssen zwei Kanten gleich lang sein. Zeige also, dass der Betrag zweier Kantenvektoren übereinstimmt.