Teil A: Ohne Hilfsmittel
a)
Gegeben ist eine Funktion
mit
(1)
Ermittle die Nullstelle der Funktion
.
(3 Punkte)
(2)
Die Tangente an den Graphen von
im Punkt
begrenzt mit den beiden Koordinatenachsen ein Dreieck. Weise nach, dass dieses Dreieck gleichschenklig ist.
(3 Punkte)
b)
Gegeben sind die Ebene
und die Gerade
(1)
Berechne die Koordinaten des Schnittpunkts von
und
(4 Punkte)
(2)
Begründe, dass
nicht senkrecht zur Ebene
verläuft.
(2 Punkte)
c)
Untersucht werden die Lösungsmengen von linearen Gleichungssystemen.
(1)
Bestimme die Lösungsmenge des folgenden Gleichungssystems:
(3 Punkte)
(2)
Betrachtet wird das folgende Gleichungssystem mit einem Parameter
Gib einen Wert für
an, für den das Gleichunggsystem unendlich viele Lösungen hat.
Begründe, dass es keinen Wert von
gibt, für den das Gleichungssystem genau eine Lösung hat.
Begründe, dass es keinen Wert von
(3 Punkte)
d)
Jedes Überraschungsei eines Herstellers enthält entweder eine Figur oder keine Figur, wobei der Anteil der Überraschungseier mit einer Figur
beträgt.
(1)
Zehn Überraschungseier werden nacheinander zufällig ausgewählt.
Gib einen Term zur Berechnung der Wahrscheinlichkeit dafür an, dass nur in den letzten beiden Überraschungseiern jeweils eine Figur enthalten ist.
(2 Punkte)
(2)
Sechs Überraschungseier werden zufällig ausgewählt. Die Zufallsgröße
gibt an, wie viele dieser Überraschungseier eine Figur enthalten. Eine der folgenden Abbildungen stellt die Wahrscheinlichkeitsverteilung dieser Zufallsgröße
dar:
Gib an, welche Abbildung dies ist.
Begründe, dass die beiden anderen Abbildungen dies nicht sind.
(4 Punkte)
a)
(1)
(2)
1. Schritt: Tangentengleichung bestimmen
Für die Tangente
muss gelten:
Also gilt für die Steigung:
Einsetzen von
und
in die Tangentengleichung liefert eine Gleichung in Abhängigkeit von
Die Gleichung der Tangente an den Graphen von
im Punkt
lautet also
.
2. Schritt: Koordinaten der Eckpunkte bestimmen
Der erste Eckpunkt ist der Koordinatenursprung
. Der zweite Eckpunkt ist der Schnittpunkt der Tangente mit der
-Achse, also
Der dritte Eckpunkt ist der Schnittpunkt der Tangente mit der
-Achse.
Der dritte Eckpunkt ist also
3. Schritt: Seitenlängen berechnen
Es gilt
,
und
. Also ist das Dreieck mit den Eckpunkten
,
und
gleichschenklig.
besitzt die gleiche Steigung wie der Graph von
im Punkt
, also
.
verläuft durch den Punkt
also
b)
(1)
Einsetzen der einzelnen Koordinaten der Geradengleichung in die Ebenengleichung liefert:
Dies kann nun wiederum in die Geradengleichung eingesetzt werden:
Die Koordinaten des Schnittpunkt von
und
lauten
(2)
Damit die Gerade
senkrecht zur Ebene
verläuft, müssen der Richtungsvektor
von
und der Normalenvektor
von
linear abhängig sein.
Dies ist der Fall, wenn es einen Faktor
gibt, sodass folgende Gleichung erfüllt ist:
Die ersten beiden Zeilen der Gleichung wären für
erfüllt. Dann ist allerdings die dritte Zeile
nicht mehr korrekt. Es gibt also kein
das die Gleichung erfüllt. Die beiden Vektoren sind somit nicht linear abhängig, sodass die Gerade
nicht senkrecht zu
verlaufen kann.
Dies ist der Fall, wenn es einen Faktor
c)
(1)
Die Lösungsmenge des Gleichungssystems ist
(2)
Aus den ersten beiden Gleichungen erhält man bereits:
Das gleiche Vorgehen mit der ersten und der dritten Gleichung liefert:
Setzt man jetzt
in
ein, erhält man:
ist also der einzige Wert von
für den das Gleichungssystem überhaupt eine Lösung besitzt. In diesem Fall stimmen die erste und dritte Gleichung genau überein, sodass es nur zwei unterschiedliche Gleichungen bei drei Variablen gibt.
Damit gibt es für
unendlich viele Lösungen.
Für einen anderen Wert von
besitzt das Gleichungssystem keine Lösung, wie die obige Rechnung zeigt. Es gibt also keinen Wert von
für den das Gleichungssystem genau eine Lösung hat.
Damit gibt es für
d)
(1)
In den ersten acht Zügen sollen keine Überraschungseier mit Figur gezogen werden, in den letzten beiden Zügen sollen Figuren enthalten sein. Mit der Pfadmultiplikationsregel folgt:
Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass unter
Überraschungseiern nur die letzten beiden jeweils eine Figur enthalten, kann mit dem Term
berechnet werden.
(2)
Die erste Abbildung stellt die Wahrscheinlichkeitsverteilung von
dar.
Da
aller Überraschungseier unabhängig von einander eine Figur enthalten oder nicht, ist die Wahrscheinlichkeit dafür eine Figur zu enthalten bei jedem Überraschungsei gleich. Diese Wahrscheinlichkeit ist unabhängig davon ob sich in den anderen Überraschungseiern der Stichprobe Figuren befinden oder nicht.
kann daher als binomialverteilt mit den Parametern
und
angenommen werden. Der Erwartungswert von
beträgt daher
Abbildung zwei zeigt eine Gleichverteilung. Da
aber nicht gleichverteilt sondern binomialverteilt ist, kann diese Abbildung nicht die richtige sein.
Der Erwartungswert einer binomialverteilten Zufallsgröße gibt den Wert von
mit der größten Wahrscheinlichkeit an. Die höchsten Balken im Diagramm in Abbildung 3 befinden sich aber bei
und
nicht bei
und
was bei einem Erwartungswert von
der Fall sein müsste. Abbildung 3 kann also nicht die richtige sein.
Da