Aufgabe 3
Gegeben ist die Funktion
mit der Gleichung
Der Graph der Funktion
wird in der Abbildung auf Seite 7 dargestellt.
a)
- Begründen Sie, dass der Graph der Funktion
symmetrisch zum Ursprung ist.
- Berechnen Sie die Nullstellen der Funktion
und
.
Untersuchen Sie, an welchen Stellen ein lokales Maximum bzw. Minimum der Funktionvorliegt.
- Zeigen Sie, dass die Funktion
genau drei verschiedene Wendestellen besitzt.
(2P + 8P + 7P)
b)
Gegeben ist die Ursprungsgerade
mit der Gleichung
, wobei
eine positive reelle Zahl ist.
- Beweisen Sie: Genau für
schneidet die Gerade
den Graphen der Funktion
im 1. Quadranten im Ursprung 0 und in einem davon verschiedenen Punkt
.
- Berechnen Sie die Koordinaten des Punktes
.
[Zur Kontrolle: P besitzt die x-Koordinate]
(6P + 3P)
c)
- Zeigen Sie, dass die Funktion F mit der Gleichung
, eine Stammfunktion der Funktion
ist.
- Es sei
die Ursprungsgerade mit der Gleichung
.
Erklären Sie, dass die Geradeund der Graph der Funktion
im 1. Quadranten eine Fläche einschließen.
Ermitteln Sie den Inhalt dieser Fläche.
(3P + 9P)
d)
Man betrachtet den Graphen der Funktion
. Die Punkte O und
seien wie in b) (1) definiert. Zusätzlich sei der Punkt
die senkrechte Projektion des Punktes
auf die x-Achse.
- Zeigen Sie: Der Flächeninhalt des Dreiecks
ist
.
- Untersuchen Sie, für welche
der Flächeninhalt des Dreiecks
maximal wird.

(4P + 8P)
a) (1)
Symmetrie zum Ursprung zeigen
Gegeben ist die Funktion
. Die Funktion
setzt sich aus einem linearenund einem exponentiellen Teil zusammen und ist gegeben über
, mit:
Deine Aufgabe ist es nun, zu zeigen, dass der Graph von
symmetrisch zum Ursprung ist. Ist der Graph einer Funktion symmetrisch zum Ursprung, so ergibt sich für den zugehörigen Funktionsterm, nach dem du
in diesen einsetzt, folgender Zusammenhang:
Setze also
in den Funktionsterm von
ein und zeige durch Umformen, dass der Graph von
symmetrisch zum Ursprung ist.
Da du gezeigt hast, dass dieser Zusammenhang für den Funktionsterm von
gilt, hast du gezeigt, dass der Graph von
symmetrisch zum Ursprung ist.
|
(2)
Berechnen der Nullstellen von
und
Nun sollst du die Nullstellen von
und der ersten Ableitungsfunktion
bestimmen. Nullstellen sind dabei Stellen, an denen der Funktionswert der betrachteten Funktion den Wert Null annimmt. Also gilt an solch einer Stelle
folgendes:
Beachte beim Lösen dieser Aufgabe, dass sich
hier aus einem linearen und einem exponentiellen Teil zusammensetzt. Beim exponentiellen Teil ist dabei zu beachten, dass die Exponentialfunktion für keinen Wert von
einen Wert kleiner gleich Null annehmen kann.
Bestimme die erste Ableitungsfunktion hier über die Produkt- und Kettenregel. 1. Schritt: Bestimmen der ersten Ableitungsfunktion Mit Hilfe der Produkt- und Kettenregel ergibt sich hier:
2. Schritt: Bestimmen der Nullstellen von
Setze nun den Funktionsterm von
gleich Null, um die Nullstellen der Funktion
zu bestimmen:
Der Satz vom Nullprodukt besagt, dass ein Produkt genau dann Null wird, wenn seiner der Faktoren Null wird. Da der exponentielle Teil hier immer echt größer Null ist, kannst du diesen beim Lösen der obigen Gleichung außer Acht lassen.
besitzt bei
eine Nullstelle.
3. Schritt: Bestimmen der Nullstellen von
Gehe wie oben vor, um die Nullstellen von
zu bestimmen:
Wende auch hier wieder den Satz vom Nullprodukt an, um die obige Gleichung zu lösen:
besitzt also bei
eine Nullstelle.
hingegen besitzt bei
und
Nullstellen.
Untersuchen der Extremstellen
Hier sollst du nun untersuchen, an welchen Stellen ein lokales Maximum bzw. Minimum der Funktion
vorliegt. Beachte dabei, dass sich die Extremstellen von
nur an den Stellen befinden können, an denen die erste Ableitung eine Nullstelle besitzt. Dies ist die notwendige Bedingung für Extremstellen.
Zu betrachten gilt es hier also die im vorherigen Schritt bestimmten Nullstellen von
.
Willst du anschließend feststellen, an welchen dieser Stellen ein Minimum oder ein Maximum vorliegt, betrachtest du die zweite Ableitung der Funktion
. Über die hinreichende Bedingung kann dann folgendes für eine beliebige Extremstelle
festgestellt werden:
2. Schritt: Untersuchen der bestimmten Extremstellen
Setze nun
und
in
ein, um zu untersuchen, welche Art von Extrema an den betrachteten Stellen vorliegen:
Da
hier echt größer Null ist, gilt für
. Bei
befindet sich also ein Maximum von
.
Ein Einsetzen von
ergibt hingegen:
Da
auch hier echt größer Null ist, gilt für
. Bei
befindet sich also ein Minimum von
.
|
Bestimme die erste Ableitungsfunktion hier über die Produkt- und Kettenregel. 1. Schritt: Bestimmen der ersten Ableitungsfunktion Mit Hilfe der Produkt- und Kettenregel ergibt sich hier:
Zu betrachten gilt es hier also die im vorherigen Schritt bestimmten Nullstellen von
Willst du anschließend feststellen, an welchen dieser Stellen ein Minimum oder ein Maximum vorliegt, betrachtest du die zweite Ableitung der Funktion
: Maximum bei
: Minimum bei
- Bestimme
über Produkt- und Kettenregel.
- Überprüfe die hinreichende Bedingung bei
und
.
(3)
Zeigen, dass
genau drei verschiedene Wendestellen besitzt
Willst du zeigen, dass
drei verschiedene Wendestellen besitzt, so musst du diese zunächst über die notwendige Bedingung für Wendestellen bestimmen. Diese besagt, dass an einer Stelle
genau dann eine Wendestelle vorliegt, wenn an dieser Stelle folgendes gilt:
.
Hast du die potentiellen Wendestellen bestimmt, so musst hier argumentieren, warum an diesen Stellen eine Wendestelle vorliegt. Normalerweise würde man dazu die dritte Ableitung von
betrachten, jedoch ist diese hier sehr aufwendig zu bestimmen.
Wendestellen liegen an jenen Nullstellen von
vor, an denen ein Vorzeichenwechsel vorliegt. Betrachte also das Verhalten der Funktionwerte von
im Bereich der potentiellen Wendestellen.
1. Schritt: Bestimmen der potentiellen Wendestellen
Gehe beim Bestimmen der Wendestellen bzw. der Nullstellen von
wie oben vor:
Nach dem Satz vom Nullprodukt gilt auch hier wieder, dass
für das Lösen der Gleichung außer Acht gelassen werden kann.
Weiterhin gilt nach dem Satz vom Nullprodukt, dass für die erste potentielle Wendestelle
gilt.
Die möglichen Wendestellen von
liegen also bei
,
und
.
2. Schritt: Zeigen, dass an den bestimmten Stellen Wendestellen vorliegen
Betrachte die potentielle Wendestelle bei
. Damit an dieser Stelle eine Wendestelle existiert muss
einen Vorzeichenwechsel an dieser Stelle besitzen. Betrachte dazu zum Beispiel die Funktionswerte
und
, die symmetrisch um die potentielle Wendestelle bei
liegen:
Da
und
sich im Vorzeichen unterscheiden, liegt ein Vorzeichenwechsel bei
vor. Damit du nun zeigen kannst, dass bei
ebenfalls eine Wendestelle vorliegt, musst du zeigen, dass
nach dieser Stelle wieder positive Funktionswerte annimmt.
Untersuche dazu beispielsweise
:
Da bei
wiederum größer Null ist, muss bei
ebenfalls eine Wendestelle vorliegen. Weiterhin liegt dann bei
ebenfalls eine Wendestelle vor, da der Graph von
punktsymmetrisch zum Ursprung ist. Somit hast du also gezeigt, dass
genau drei Nullstellen besitzt und zwar bei
,
und
.
- Notwendige Bedingung:
Hast du die potentiellen Wendestellen bestimmt, so musst hier argumentieren, warum an diesen Stellen eine Wendestelle vorliegt. Normalerweise würde man dazu die dritte Ableitung von
Wendestellen liegen an jenen Nullstellen von
Untersuche dazu beispielsweise
b) (1)
Beweisen, dass
im Ursprung und in
schneidet
Gegeben hast du die Ursprungsgerade
mit der Gleichung
, wobei
eine positive reelle Zahl ist.
Deine Aufgabe ist es hier, zu beweisen, dass
für
den Graphen der Funktion
im 1. Quadranten im Ursprung 0 und in einem davon verschiedenen Punkt
schneidet.
Setze also die Funktionsgleichungen von
und
gleich und bestimme in Abhängigkeit von
die Schnittstellen. Betrachte dann die Schnittstellen für verschiedene Werte von
und zeige, dass für
eine Schnittstelle existiert, die verschieden von
ist.
Tipp: Verwende auch hier wieder den Satz vom Nullprodukt. Ein Gleichsetzen von
und
ergibt zunächst:
$\begin{array}{r@{ = }l@{\hspace{1cm}}l} g_m(x)=&f(x)\\ m \cdot x =& 8 \cdot x \cdot \mathrm e^{-0,25\cdot x^2} & \mid - m \cdot x\\ 0 =& 8 \cdot x \cdot \mathrm e^{-0,25\cdot x^2} - m \cdot x & \text{Ausklammern von
}\\ 0 =&x \cdot \left(8 \cdot \mathrm e^{-0,25\cdot x^2} - m\right) \\ \end{array}$
Wendest du hier den Satz vom Nullprodukt wie oben an, so ergibt sich die erste Schnittstelle bei
. Betrachte nun den verbliebenen Teil der Gleichung, um die von
verschiedene Schnittstelle zu bestimmen:
Betrachtest du diesen Ausdruck nun genauer, so kannst du erkennen, dass diese Gleichung nur genau dann eine Lösung liefert, wenn der Ausdruck auf der linken Seite einen Wert größer Null liefert. Dies geschieht genau dann, wenn
einen Wert kleiner 8 annimmt bzw.
gilt, da so der Ausdruck mit
negativ wird (der natürliche Logarithmus nimmt für Werte kleiner 1 und größer Null negative Werte an).
Der Graph von
und die Gerade
schneiden sich also nur dann im Ursprung und einem vom Ursprung verschiedenen Punkt
im 1. Quadranten, wenn
einen Wert kleiner 8 annimmt.
Deine Aufgabe ist es hier, zu beweisen, dass
Setze also die Funktionsgleichungen von
Tipp: Verwende auch hier wieder den Satz vom Nullprodukt. Ein Gleichsetzen von
Der Graph von
(2)
Bestimmen der Koordinaten des Punktes
Nun sollst du die vollständigen Koordinaten des Punktes
angeben. Beachte dabei, dass dieser im 1. Quadranten liegt.
Löse den oben für
bestimmten Ausdruck
also zunächst nach
auf, um die
-Koordinate von
zu bestimmen, um dann anschließend mit dieser und
die
-Koordinate von
zu bestimmen. Beachte dabei, dass
gilt.
-Koordinate von
:
Da
nicht im ersten Quadranten liegt, ist die gesuchte Koordinate von
:
.
Setze nun
in
ein, um die zugehörige
-Koordinate von
zu bestimmen:
Die vollständigen Koordinaten von
sind also:
.
Löse den oben für
Setze nun
c) (1)
Zeigen, dass
eine Stammfunktion von
ist
In diesem Aufgabenteil hast du eine Funktion
gegeben. Diese Funktion
ist dabei definiert über:
Deine Aufgabe ist es hier, zu zeigen, dass
eine Stammfunktion von
ist. Willst du dies zeigen, so beweist du, dass die erste Ableitung von
der Funktion
entspricht. Es muss also folgender Zusammenhang hier erfüllt sein:
Verwende beim Bestimmen der ersten Ableitungsfunktion von
die Kettenregel.
Hier gilt also:
Da der oben aufgestellte Zusammenhang für
und
gilt, hast du hier gezeigt, dass
eine Stammfunktion von
ist.
|
|
(2)
Erklären, dass Gerade
und der Graph von
eine Fläche einschließen
Nun hast du die Ursprungsgerade
mit der Gleichung
gegeben. Hier sollst du nun dazu erklären, dass die Gerade
und der Graph der Funktion
im ersten Quadranten eine Fläche einschließen.
Willst du dies erklären, so musst du hier zunächst erkennen, dass
der Geraden
mit
entspricht. Da
heißt das, dass die Gerade
und der Graph von
sich im Ursprung und in einem vom Ursprung verschiedenen Punkt
schneiden.
Gerade
und der Graph von
schneiden sich also in den zwei verschiedenen Punkten
und
im 1. Quadranten und schließen so zwangsläufig eine Fläche in diesem Quadranten ein.
Berechnen des Inhalts der eingeschlossenen Fläche
Hier sollst du weiterhin den Inhalt der von
und dem Graphen von
eingeschlossenen Fläche berechnen.
Willst du den Flächeninhalt
dieser Fläche berechnen, so musst du zunächst die Schnittstellen von
und
berechnen. Diese dienen dann als Integrationsgrenzen. Verwende dazu die Ergebnisse aus b.
Hast du die Integrationsgrenzen berechnet, so integrierst du innerhalb dieser Grenzen über die Differenz von
und
. Da dir nicht bekannt ist, welcher Graph oberhalb des anderen verläuft, bildest du hier den Betrag des Integrals.
1. Schritt: Bestimmen der Integrationsgrenzen
Du weißt, die Gerade
und der Graph von
schneiden sich im Ursprung und im Punkt
.
Oben hast du folgende, von
abhängige, Koordinaten für
bestimmt:
.
Setze in diese nun
ein, um die Integrationsgrenzen zu bestimmen:
Die Integrationsgrenzen sind also:
und
.
2. Schritt: Berechnen des Flächeninhalts
Von oben weißt du, dass
einer Stammfunktion von
entspricht. Verwende dies beim Berechnen des Integrals.
Der Flächeninhalt der eingeschlossenen Fläche beträgt also
.
Willst du dies erklären, so musst du hier zunächst erkennen, dass
Willst du den Flächeninhalt
Hast du die Integrationsgrenzen berechnet, so integrierst du innerhalb dieser Grenzen über die Differenz von
Oben hast du folgende, von
Setze in diese nun
d) (1)
Zusammenhang für den Flächeninhalt des Dreiecks zeigen
Nun betrachtet man den Graphen der Funktion
, sowie die Punkte
und
von oben. Der Punkt
durch die senkrechte Projektion des Punktes
auf die
-Achse.
Deine Aufgabe ist es nun, zu zeigen, dass für den Flächeninhalt des Dreiecks
gilt:
.
Skizziere zunächst das Dreieck \(OQP\) für einen beispielhaften Wert für \(m\) in das gegebene Koordinatensystem.
Nimm dazu beispielsweise
an. Die Koordinaten von
und
ergeben sich dann zu:
Der Flächeninhalt
eines allgemeinen Dreiecks berechnet sich über folgende Formel:
mit:
festlegen.
Die Strecke
ist die Grundseite und die Höhe ist durch die
-Koordinate von
gegeben.
Es gilt:
Damit hast du gezeigt, dass sich der Flächeninhalt für
über
ergibt.
Deine Aufgabe ist es nun, zu zeigen, dass für den Flächeninhalt des Dreiecks
Nimm dazu beispielsweise

: Grundseite des Dreiecks
: Höhe des Dreiecks
Es gilt:
(2)
Bestimmen des
, für das der Flächeninhalt maximal wird
Zuletzt sollst du untersuchen, für welche
der Flächeninhalt des Dreiecks
maximal wird.
Willst du diese
bestimmen, so musst du
als Funktion der Steigung
ansehen. Dann geht es nämlich darum, dass Maximum der Funktion
zu bestimmen.
Nimmt die Funktion
an einer bestimmten Stelle
einen maximalen Flächeninhalt an, so sind folgende Bedingungen an einer solchen Stelle erfüllt:
bestimmen, für welche der Flächeninhalt des Dreiecks
maximal wird, so musst du zunächst die erste und zweite Ableitung von
bestimmen. Hast du diese bestimmt, so ermittelst du die potentiellen Extremstellen von
über das Berechnen der Nullstellen von
. Überprüfe dann an den ermittelten Stellen die hinreichende Bedingung. Beachte dabei, dass
auch hier gilt.
Beachte hier weiterhin, dass
auf einem beschränkten Intervall betrachtet wird. Es muss also für jegliches bestimmtes Maximum überprüft werden, ob dieses ein globales Maximum darstellt.
1. Schritt: Bestimmen der benötigten Ableitungsfunktionen
Bestimme die gesuchten Ableitungsfunktionen mit Hilfe der Ketten- und Produktregel:
2. Schritt: Bestimmen der potentiellen Extremstellen
Die potentiellen Extremstellen bestimmst du nun über ein Bestimmen der Nullstellen von
:
3. Schritt: Überprüfen der hinreichenden Bedingung
Setze nun
in
ein, um die hinreichende Bedingung an der Extremstelle zu überprüfen:
Bei
liegt also offensichtlich ein Maximum vor. Da
nur für
betrachtet wird, muss noch überprüft werden, ob es sich hier um ein globales Maximum handelt. Betrachte dazu die Steigung von
vor und nach der Extremstelle:
Für
:
: Nimmt
einen Wert kleiner
an, so wird der Ausdruck in der Klammer positiv, weshalb
in diesem Bereich streng monoton steigend ist.
Für
:
: Nimmt
einen Wert größer
an, so wird der Ausdruck in der negativ, weshalb
in diesem Bereich streng monoton fallend ist.
Das bei
vorliegende Maximum ist also global. Das Dreieck nimmt für
seinen maximalen Flächeninhalt an.
Willst du diese
Nimmt die Funktion
- Notwendige Bedingung:
- Hinreichende Bedingung:
Beachte hier weiterhin, dass