Aufgabe 1
Ein Ölfeld wird seit Beginn des Jahres 1990 mit Bohrungen in mehreren Erdöl führenden Schichten erschlossen. Die momentane Förderrate1 aus diesem Ölfeld im Zeitraum von Anfang 1990 bis Ende 2009 kann im Intervall [0;20] durch die Funktion
mit der Gleichung
modelliert werden.
Dabei wird
als Maßzahl zur Einheit 1 Jahr und
als Maßzahl zur Einheit 1.000 Tonnen pro Jahr aufgefasst. Der Zeitpunkt
entspricht dem Beginn des Jahres 1990.
Der Graph von
ist in der Abbildung 1 in dem für die Modellierung zu betrachtenden Intervall dargestellt.
Dabei wird
Der Graph von

1Im Folgenden wird vereinfachend nur der Begriff der Förederrate verwendet, wobei durchgehend die momentane Förderrate gemeint und zu betrachten ist.
a)
Bestimmen Sie rechnerisch den Zeitpunkt im betrachteten Zeitraum von Anfang 1990 bis Ende 2009, zu dem die Förderrate maximal ist, und berechnen Sie den Maximalwert.
(11P)
b)
Die Menge des Erdöls, das seit dem Beginn der Ölförderung Anfang 1990 bis zu einem beliebigem Zeitpunkt
des betrachteten Zeitraums aus dem Ölfeld gefördert wurde, wird durch eine Funktion
, beschrieben.
- Bestimmen Sie eine Gleichung dieser Funktion M.
[Zur Kontrolle: Eine Stammfunktion der Funktionist die Funktion
mit der Gleichung
.]
- Berechnen Sie die gesamte Fördermenge aus dem Ölfeld von Anfang 1990 bis Ende 2009.
- Ermitteln Sie die Einnahmen aus dem Verkauf des im Jahr 2007 geförderten Erdöls, wenn man von einem Verkaufspreis von 56 Euro pro Barrel im Jahr 2007 ausgeht.
1 Barrel Erdöl (ca. 159 Liter) wiegt ca. 137 kg.
(8P + 3P + 6P)
Seit Anfang des Jahres 2010 schwächt sich der Rückgang der Förderrate ab. Diese soll im Intervall
daher durch die Funktion
mit der Gleichung
modelliert werden. Dabei wird wieder
als Maßzahl zur Einheit 1 Jahr und
als Maßzahl zur Einheit 1.000 Tonnen pro Jahr aufgefasst. Der Zeitpunkt
entspricht dem Beginn des Jahres 2010. Die Abbildung 2 auf Seite 2 stellt die Graphen der Funktionen
und
in den jeweils für die Modellierung zu betrachtenden Intervallen dar.
c)
- Begründen Sie anhand des Funktionterms von
, warum die Funktion
die Förderrate nicht über einen längeren Zeitraum sinnvoll beschreiben könnte.
- Der Betreiber kalkuliert, dass die Ölförderung für ihn nur wirtschaftlich ist, wenn innerhalb eines Kalenderjahres mindestens 600.000 Tonnen Öl gefördert werden.
Bestimmen Sie das letzte Kalenderjahr, für das die Ölförderung wirtschaftlich sein wird.
[Zur Kontrolle: Die Fördermenge im IntervallT; T +1
.
, lässt sich durch
ermitteln.]

(4P + 10P)
d)
Durch die Funktion
mit der Gleichung
wird die Förderrate von Anfang 1990 bis Ende 2029 beschrieben. Folgende Angaben dürfen ohne Nachweis verwendet werden:
- Begründen Sie, dass die Funktion
an der Stelle
differenzierbar ist, und entscheiden Sie, ob
dort zweimal differenzierbar ist.
- Begründen Sie, dass
an der Stelle
ein lokales Minimum besitzt.
[Hinweis:darf ohne Nachweis verwendet werden.]
(4P + 4P)
a)
Maximale Förderrate bestimmen
Die momentane Förderrate aus einem Ölfeld im Zeitraum von 1990 bis 2009 wird im Intervall
wird durch die Funktion
mit dem Term
modelliert. Dabei gibt die Variable
das Jahr und
die geförderte Menge an Erdöl zur Einheit 1.000 Tonnen pro Jahr an.
Deine Aufgabe ist es rechnerisch den Zeitpunkt
zu bestimmen, an dem die Förderrate maximal wird und weiterhin den entsprechenden Maximalwert anzugeben.
Das heißt, du kannst den Hochpunkt der Funktion
bestimmen. Denn dessen
-Koordinate entspricht dem gesuchten Zeitpunkt, an dem die Förderrate maximal wird und die
-Koordinate gibt den Maximalwert an.
Um die Koordinaten angeben zu können, musst du zunächst die notwendige und hinreichende Bedingung für Maximalstellen überprüfen.
Bei einer Maximalstelle
der Funktion
müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
. Hast du diese bestimmt, so kannst du die bestimmte Stelle in den Funktionsterm von
einsetzen und erhältst den zugehörigen Funktionswert an dieser Maximalstelle.
1. Schritt: Notwendige Bedingung überprüfen
Um die notwendige Bedingung einer Maximalstelle der Funktion
zu überprüfen, benötigst du zunächst die erste Ableitungsfunktion der Funktion
.
Diese erhältst du, indem du die Produktregel anwendest:
Für die notwendige Bedingung einer Maximalstelle muss
gelten. Setze also den Funktionsterm der ersten Ableitung
gleich Null und ermittle alle potentiellen Werte, für die diese Gleichung erfüllt wird:
An dieser Stelle kannst du den Satz vom Nullprodukt anwenden. Da der Term
für keinen Wert für
gleich Null werden kann, kannst du diesen vernachlässigen.
Damit hast du eine potentielle Maximalstelle an
ermittelt und kannst für diese Stelle nun das hinreichende Kriterium überprüfen.
Alternativ bietet es sich auch an, die potentielle Maximalstelle mit dem GTR zu bestimmen:
Gib dazu den Term der ersten Ableitungsfunktion
an und lass deren Schaubild im Graph-Modus anzeigen. Wähle dann unter
den Befehl zum Bestimmen einer Nullstelle aus und bestätige mit Enter.
Der GTR liefert dir eine potentielle Maximalstelle an
.
2. Schritt: Hinreichende Bedingung überprüfen
Damit eine Maximalstelle vorliegt, muss weiterhin die hinreichende Bedingung
erfüllt werden. Das heißt, du benötigst zunächst die zweite Ableitung der Funktion
. Diese erhältst du, indem du den Term von
erneut mit Hilfe der Produktregel ableitest:
Überprüfe nun, ob
erfüllt wird:
Das liefert dir, dass ebenfalls die hinreichende Bedingung erfüllt ist und damit, dass an
eine Maximalstelle vorliegt.
3. Schritt: Koordinaten des Hochpunktes angeben
Aus den Berechnungen zuvor weißt du, dass sich an der Stelle
ein Hochpunkt befindet. Damit hast du die
-Koordinate des Hochpunktes bereits ermittelt. Die
-Koordinate erhältst du, indem du
in den Funktionsterm von
einsetzt und berechnest:
Alternativ kannst du den Funktionswert an der Stelle
auch mit Hilfe des GTR bestimmen. Gib dazu die Funktion
im Graph-Modus an und lass deren Graph anzeigen.
Den Funktionswert an besagter Stelle
erhältst du über folgende Befehlsfolge:
Die Koordinaten des Hochpunktes
lauten
.
Das heißt, zum Zeitpunkt
wird die Förderrate maximal mit einem Maximalwert von
Tonnen pro Jahr.
Deine Aufgabe ist es rechnerisch den Zeitpunkt
Bei einer Maximalstelle
- Notwendige Bedingung:
- Hinreichende Bedingung:
Diese erhältst du, indem du die Produktregel anwendest:

Gib dazu den Term der ersten Ableitungsfunktion
menu |

menu |
Das heißt, zum Zeitpunkt
b)
Bestimmen einer Gleichung für die Funktion
Die Funktion
soll die Menge des Erdöls beschreiben, die seit 1990 bis zu einem beliebig betrachtete Zeitpunkt
für
aus dem Ölfeld gefördert wurde.
Da die zuvor betrachtete Funktion
die momentane Förderrate des Erdöls beschreibt, entspricht die Funktion
gerade einer Stammfunktion von
.
Das heißt, um den Term der Funktion
zu bestimmen, kannst du die Funktion
über dem Intervall
integrieren.
Beachte, dass du bei einer Integration eine Integrationskonstante erhältst.
Um an dieser Stelle eine Stammfunktion von
zu erhalten, kannst du partielle Integration verwenden:
Wähle in diesem Fall:
die Menge des Erdöls bis zu einem beliebigen Zeitpunkt
beschreibt, wird die obere Grenze des Integrals gleich
gesetzt und ist damit veränderbar.
In unserem Fall muss also
und
gelten. Einsetzen in die oben angeführte Formel liefert dir das gesuchte Integral von
:
Ein möglicher Term zur Funktion
bzw. der Term einer Stammfunktion zur Funktion
ist gegeben durch:
.
Berechnen der gesamten Fördermenge
Zuvor hast du den Term der Funktion
ermittelt, die die gesamte geförderte Menge Erdöl von Beginn der Förderung bis zu einem beliebigen Zeitpunkt
beschreibt.
In der Aufgabenstellung wird nun verlangt, die gesamte Fördermenge von 1990 (Beginn) bis 2009 zu bestimmen, also die gesamte Menge, die im Intervall
gefördert wird. Diese Menge entspricht folglich gerade
:
Alternativ kannst du die gesamt geförderte Menge an Erdöl auch mit Hilfe des GTR bestimmen.
Wechsle in den Graph-Modus und und lass den Graphen der Funktion
zeichnen. Da die gesamte geförderte Erdölmenge gerade dem Integral der Funktion
über dem Intervall
entspricht, kannst du folgenden Befehl auswählen:
Gib die untere Grenze 0 sowie die obere Grenze 20 an und bestätige mit Enter.
Im Zeitraum von 1990 bis 2009 werden
Tonnen Erdöl gefördert.
Einnahmen aus dem Verkauf im Jahr 2007 bestimmen
Im Jahr 2007 beträgt der Verkaufspreis 56 Euro pro Barrel Erdöl. Ein Barrel wiegt ungefähr 137 kg. Deine Aufgabe ist es, die Einnahmen im Jahr 2007 zu bestimmen.
Um diese Einnahmen zu bestimmen, kannst du wie folgt vorgehen:
dargestellt.
Die rot markierte Fläche entspricht gerade
:
Im Jahr 2007 werden also
Tonnen Erdöl gefördert.
Alternativ kannst du das Integral auch mit Hilfe des GTR bestimmen.
Wechsle in den Graph-Modus und und lass den Graphen zur Funktion
zeichnen. Da die gesamte geförderte Erdölmenge im Jahr 2007 gerade dem Integral der Funktion
über dem Intervall
entspricht, kannst du folgenden Befehl auswählen:
Gib die untere Grenze 17 sowie die obere Grenze 18 an und bestätige mit Enter.
Im Jahr 2007 werden
Tonnen Erdöl gefördert.
2. Schritt: Geförderte Menge in Barrels umrechnen
Da die Menge an gefördertem Erdöl in Barrels gemessen wird, kannst du folgende Umrechnung vornehmen:
Im Jahr 2007 werden also
Barrels an Erdöl verkauft.
3. Schritt: Einnahmen aus dem Jahr 2007 bestimmen
Im Jahr 2007 liegt der Verkaufspreis eines Barrels bei einem Preis von 56 Euro. Damit folgt:
Es werden also
Euro im Jahr 2007 durch den Verkauf des Erdöls eingenommen.
Da die zuvor betrachtete Funktion
Beachte, dass du bei einer Integration eine Integrationskonstante erhältst.
Um an dieser Stelle eine Stammfunktion von
|
In unserem Fall muss also
In der Aufgabenstellung wird nun verlangt, die gesamte Fördermenge von 1990 (Beginn) bis 2009 zu bestimmen, also die gesamte Menge, die im Intervall

menu |
Um diese Einnahmen zu bestimmen, kannst du wie folgt vorgehen:
- Bestimme zunächst die geförderte Menge an Erdöl im Jahr 2007. Das Jahr 2007 wird im Schaubild durch das Intervall
dargestellt. Diese Menge entspricht dem Integral:
ist die im Jahr 2007 gewonnene Menge an Erdöl in 1.000 Tonnen. Dividiere diese Menge mit 137 kg, um die Anzahl der Barrels zu erhalten.
- Multipliziere die Anzahl der Barrels mit dem Verkaufspreis von 56 Euro, um die Einnahmen zu erhalten.


menu |
c)
Begründen, warum
für einen langen Zeitraum nicht sinnvoll wäre
Die momentane Förderrate ab dem Jahr 2010 wird im Intervall
durch die Funktion
mit dem Term
modelliert. Dabei gibt die Variable
das Jahr und
die geförderte Menge an Erdöl zur Einheit 1.000 Tonnen pro Jahr an.
Begründe, warum es nicht sinnvoll wäre mittels Funktion
die Förderrate über einen größeren Zeitraum zu beschreiben.
Dazu kannst du die Funktion
für
untersuchen. Liegt beispielsweise ein Grenzwert größer Null vor, so würde das bedeuten, dass das Ölfeld nie erschöpft werden könnte, was nicht möglich ist.
Dazu kannst du die Terme
und
separat betrachten.
Das liefert dir, dass die Funktion
für
gegen den Wert
konvergiert. Das heißt, dass die momentane Förderrate nie unter diesen Wert fällt und damit, dass das Ölfeld nie erschöpft werden würde. Da das nicht möglich ist, kannst du annehmen, dass
die momentane Förderrate über einen längeren Zeitraum nicht sinnvoll modelliert.
Letztes Jahr bestimmen, in welchem die Erdölförderung wirtschaftlich ist
Laut Angaben ist die Erdölförderung nur dann wirtschaftlich, wenn innerhalb eines Kalenderjahres mindestens
Tonnen Öl gefördert wird. Bestimme das Jahr, in dem das zum Letzten mal der Fall ist.
Die Funktion
beschreibt die momentane Förderrate im Intervall
. Ihre Stammfunktion
stellt folglich die geförderte Menge an Erdöl dar.
Um also das Jahr zu bestimmen, in dem die gesamte geförderte Erdölmenge zum letzten Mal mehr als 600.000 Tonnen beträgt, kannst du folgendermaßen vorgehen:
bestimmen
Die Stammfunktion
zur Funktion
beschreibt die Menge an Erdöl, die ab 2010 bis zu einem beliebigen Zeitpunkt gefördert wird. Da die Menge von einschließlich
bis zu einem beliebigem Zeitpunkt beschrieben werden soll, entspricht die untere Grenze 20 und die obere Grenze
, da sie veränderbar sein soll. Du kannst
wie folgt bestimmen:
2. Schritt: Geförderte Erdölmenge innerhalb eines Jahres berechnen
Zuvor hast du eine Stammfunktion
bestimmt, die die gesamte geförderte Menge an Erdöl ab Beginn 2010 bis zu einem beliebigen Zeitpunkt modelliert. Die Menge an Erdöl, die innerhalb eines Kalenderjahres gefördert wird, entspricht gerade der Differenz
für
.
Einsetzen in den Term der Stammfunktion
liefert dir die Menge in 1.000 Tonnen pro Jahr:
Die geförderte Erdölmenge innerhalb eines Jahres beträgt
in 1.000 Tonnen.
3. Schritt: Letztes Jahr bestimmen, in dem die Ölförderung wirtschaftlich ist
Damit die Ölförderung wirtschaftlich ist, sollen mindestens 600.000 Tonnen Erdöl innerhalb eines Kalenderjahres gefördert werden.
Das heißt, es muss folgende Ungleichung erfüllt werden:
Diese Ungleichung kannst du nach
auflösen:
Das liefert dir, dass
gelten muss, damit die Ölförderung wirtschaftlich bleibt. Das heißt, das Kalenderjahr 2024 (entspricht 34 auf der
-Achse) ist das letzte Jahr, in dem die Ölförderung mindestens 600.000 Tonnen beträgt.
Alternativ kannst du das Jahr auch mit Hilfe des GTR bestimmen.
Interpretiere dazu den Term
und
als neue Funktionen und lass diese im Graph-Modus zeichnen.
Die Relation
ist solange erfüllt, bis der Funktionswert des ersten Terms kleiner als 600 wird. Das heißt, wir suchen den Schnittpunkt der beiden angezeigten Funktionen. Diesen erhältst du über die Befehlsfolge:
Das liefert dir, dass
gelten muss, damit die Ölförderung wirtschaftlich bleibt. Das heißt, das Kalenderjahr 2024 (entspricht 34 auf der
-Achse) ist das letzte Jahr, in dem die Ölförderung mindestens 600.000 Tonnen beträgt.
Begründe, warum es nicht sinnvoll wäre mittels Funktion
- Für
konvergiert
gegen Null.
- Für
bleibt der Term
unverändert.
Die Funktion
Um also das Jahr zu bestimmen, in dem die gesamte geförderte Erdölmenge zum letzten Mal mehr als 600.000 Tonnen beträgt, kannst du folgendermaßen vorgehen:
- Bestimme eine Stammfunktion
der Funktion
. Es gilt
.
- Berechne die gesamt geförderte Erdölmenge innerhalb eines Jahres, indem du
berechnest. Dieser Term ist abhängig von der Variablen
, die das gesuchte Jahr angibt.
- Löse die Ungleichung
nach
auf, um das gesuchte Jahr zu bestimmen.
Einsetzen in den Term der Stammfunktion
Das heißt, es muss folgende Ungleichung erfüllt werden:
Alternativ kannst du das Jahr auch mit Hilfe des GTR bestimmen.
Interpretiere dazu den Term

menu |
d)
Begründen, dass
an der Stelle
differenzierbar ist
Die Funktion
setzt sich aus den zuvor betrachteten Funktionen
und
zusammen:
Deine Aufgabe ist es, zu zeigen, dass die Funktion
an der Stelle
differenzierbar ist.
Eine Funktion ist an einer Stelle
differenzierbar, wenn gilt:
überprüfen
Damit die Funktion
an der Stelle
differenzierbar ist, muss sie an dieser Stelle stetig sein:
und
an der Stelle
überein.
2. Schritt: Ableitungen an der Stelle
überprüfen
Damit die Funktion
tatsächlich differenzierbar ist, musst du weiterhin überprüfen, ob die Ableitungen der Funktionen
und
an dieser Stelle übereinstimmen.
ist an der Stelle
differenzierbar.
Entscheiden, ob
an der Stelle
zweimal differenzierbar ist
Soll die Funktion
an der Stelle
zweimal differenzierbar sein, so muss die Ableitungsfunktion der Funktion
an dieser Stelle differenzierbar sein. Analog zur Vorgehensweise vom Aufgabenteil zuvor kannst du dann annehmen, dass für zweimal differenzierbar zusätzlich gelten muss:
gilt.
Im Aufgabentext werden die folgenden Angaben gemacht:
und
an der Stelle
nicht übereinstimmen. Das heißt, dass die Funktion
an der Stelle
nicht zweimal differenzierbar ist.
Begründen, dass
an der Stelle
ein Minimum besitzt
Wie du vorher aber nachgewiesen hast, ist die Funktion
an der Stelle
nicht differenzierbar. Das heißt, du kannst die notwendige und hinreichende Bedingung für Minimalstellen nicht prüfen.
Um zu begründen, dass die Funktion
an der Stelle
ein lokales Minimum besitzt, musst du zeigen, dass
in einer Umgebung von
kleiner als alle anderen Funktionswerte von
ist.
Das kannst du nachweisen, indem du zeigst, dass
auf dem Intervall
überprüfen:
Die Funktion
wird auf dem Intervall
durch den Term der Funktion
beschrieben.
Es gilt
. Um zu zeigen, dass das einem lokalen Minimum entspricht, kannst du zeigen, dass die Funktion
monoton fallend ist.
Soll die Funktion
monoton fallend sein, so muss gelten:
Im Aufgabentext ist angegeben, dass die zweite Ableitungsfunktion durch
gegeben ist, was du ohne Nachweis annehmen darfst. Wir überprüfen nun auf monoton fallend:
Hier kannst du verwenden, dass der Term
niemals kleiner gleich Null wird. Du kannst diesen Term zur weiteren Betrachtung folglich vernachlässigen.
Das liefert dir, dass die Funktion
für
bzw. auf dem Intervall
monoton fallend ist. Das heißt, auf dem Intervall
ist sie dahingegen monoton steigend. Es ist also möglich, dass sich ein weiteres lokales Minimum auf dem gesamten Intervall
befindet.
2. Schritt:
auf dem Intervall
überprüfen:
Die Funktion
wird auf dem Intervall
durch den Term der Funktion
beschrieben.
Es gilt
. Um zu zeigen, dass das dem lokalen Minimum entspricht, kannst du zeigen, dass die Funktion
monoton steigend ist.
Soll die Funktion
monoton steigend sein, so muss gelten:
Im Aufgabentext ist angegeben, dass die zweite Ableitungsfunktion durch
gegeben ist, was du ohne Nachweis annehmen darfst. Wir überprüfen nun auf monoton steigend:
Hier kannst du verwenden, dass der Term
niemals kleiner gleich Null wird. Da der Faktor 1,8 weiterhin positiv ist, kannst du festhalten, dass die Funktion
auf dem gesamten Intervall
positiv ist. Damit ist
auf
monoton steigend.
Folglich befindet sich an
der kleinste Funktionswert.
Insgesamt folgt dann, dass sich wegen
an
ein lokales Minimum befindet.
Eine Funktion ist an einer Stelle
- Die Funktionswerte von
und
stimmen an der Stelle
überein.
- Die Ableitungen von
und
stimmen an der Stelle
überein.
- Die Funktionswerte von
und
stimmen an der Stelle
überein.
- Die Ableitungen von
und
stimmen an der Stelle
überein.
Um zu begründen, dass die Funktion
Das kannst du nachweisen, indem du zeigst, dass
monoton fallend auf dem Intervall
ist und dass
monoton steigend auf dem Intervall
ist
Es gilt
|
Es gilt
|
Folglich befindet sich an
a)
Maximale Förderrate bestimmen
Die momentane Förderrate aus einem Ölfeld im Zeitraum von 1990 bis 2009 wird im Intervall
wird durch die Funktion
mit dem Term
modelliert. Dabei gibt die Variable
das Jahr und
die geförderte Menge an Erdöl zur Einheit 1.000 Tonnen pro Jahr an.
Deine Aufgabe ist es rechnerisch den Zeitpunkt
zu bestimmen, an dem die Förderrate maximal wird und weiterhin den entsprechenden Maximalwert anzugeben.
Das heißt, du kannst den Hochpunkt der Funktion
bestimmen. Denn dessen
-Koordinate entspricht dem gesuchten Zeitpunkt, an dem die Förderrate maximal wird und die
-Koordinate gibt den Maximalwert an.
Um die Koordinaten angeben zu können, musst du zunächst die notwendige und hinreichende Bedingung für Maximalstellen überprüfen.
Bei einer Maximalstelle
der Funktion
müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
. Hast du diese bestimmt, so kannst du die bestimmte Stelle in den Funktionsterm von
einsetzen und erhältst den zugehörigen Funktionswert an dieser Maximalstelle.
1. Schritt: Notwendige Bedingung überprüfen
Um die notwendige Bedingung einer Maximalstelle der Funktion
zu überprüfen, benötigst du zunächst die erste Ableitungsfunktion der Funktion
.
Diese erhältst du, indem du die Produktregel anwendest:
Für die notwendige Bedingung einer Maximalstelle muss
gelten. Setze also den Funktionsterm der ersten Ableitung
gleich Null und ermittle alle potentiellen Werte, für die diese Gleichung erfüllt wird:
An dieser Stelle kannst du den Satz vom Nullprodukt anwenden. Da der Term
für keinen Wert für
gleich Null werden kann, kannst du diesen vernachlässigen.
Damit hast du eine potentielle Maximalstelle an
ermittelt und kannst für diese Stelle nun das hinreichende Kriterium überprüfen.
Alternativ bietet es sich auch an, die potentielle Maximalstelle mit dem GTR zu bestimmen:
Gib dazu den Term der ersten Ableitungsfunktion
an und lass deren Schaubild im Graph-Modus anzeigen. Wähle dann unter
den Befehl zum Bestimmen einer Nullstelle aus und bestätige mit EXE.
Der GTR liefert dir eine potentielle Maximalstelle an
.
2. Schritt: Hinreichende Bedingung überprüfen
Damit eine Maximalstelle vorliegt, muss weiterhin die hinreichende Bedingung
erfüllt werden. Das heißt, du benötigst zunächst die zweite Ableitung der Funktion
. Diese erhältst du, indem du den Term von
erneut mit Hilfe der Produktregel ableitest:
Überprüfe nun, ob
erfüllt wird:
Das liefert dir, dass ebenfalls die hinreichende Bedingung erfüllt ist und damit, dass an
eine Maximalstelle vorliegt.
3. Schritt: Koordinaten des Hochpunktes angeben
Aus den Berechnungen zuvor weißt du, dass sich an der Stelle
ein Hochpunkt befindet. Damit hast du die
-Koordinate des Hochpunktes bereits ermittelt. Die
-Koordinate erhältst du, indem du
in den Funktionsterm von
einsetzt und berechnest:
Alternativ kannst du den Funktionswert an der Stelle
auch mit Hilfe des GTR bestimmen. Gib dazu die Funktion
im Graph-Modus an und lass deren Graph anzeigen.
Den Funktionswert an besagter Stelle
erhältst du über folgende Befehlsfolge:
Die Koordinaten des Hochpunktes
lauten
.
Das heißt, zum Zeitpunkt
wird die Förderrate maximal mit einem Maximalwert von
Tonnen pro Jahr.
Deine Aufgabe ist es rechnerisch den Zeitpunkt
Bei einer Maximalstelle
- Notwendige Bedingung:
- Hinreichende Bedingung:
Diese erhältst du, indem du die Produktregel anwendest:

Gib dazu den Term der ersten Ableitungsfunktion
G-Solve |

G-Solve |
Das heißt, zum Zeitpunkt
b)
Bestimmen einer Gleichung für die Funktion
Die Funktion
soll die Menge des Erdöls beschreiben, die seit 1990 bis zu einem beliebig betrachtete Zeitpunkt
für
aus dem Ölfeld gefördert wurde.
Da die zuvor betrachtete Funktion
die momentane Förderrate des Erdöls beschreibt, entspricht die Funktion
gerade einer Stammfunktion von
.
Das heißt, um den Term der Funktion
zu bestimmen, kannst du die Funktion
über dem Intervall
integrieren.
Beachte, dass du bei einer Integration eine Integrationskonstante erhältst.
Um an dieser Stelle eine Stammfunktion von
zu erhalten, kannst du partielle Integration verwenden:
Wähle in diesem Fall:
die Menge des Erdöls bis zu einem beliebigen Zeitpunkt
beschreibt, wird die obere Grenze des Integrals gleich
gesetzt und ist damit veränderbar.
In unserem Fall muss also
und
gelten. Einsetzen in die oben angeführte Formel liefert dir das gesuchte Integral von
:
Ein möglicher Term zur Funktion
bzw. der Term einer Stammfunktion zur Funktion
ist gegeben durch:
.
Berechnen der gesamten Fördermenge
Zuvor hast du den Term der Funktion
ermittelt, die die gesamte geförderte Menge Erdöl von Beginn der Förderung bis zu einem beliebigen Zeitpunkt
beschreibt.
In der Aufgabenstellung wird nun verlangt, die gesamte Fördermenge von 1990 (Beginn) bis 2009 zu bestimmen, also die gesamte Menge, die im Intervall
gefördert wird. Diese Menge entspricht folglich gerade
:
Alternativ kannst du die gesamt geförderte Menge an Erdöl auch mit Hilfe des GTR bestimmen.
Wechsle in den Graph-Modus und und lass den Graphen der Funktion
zeichnen. Da die gesamte geförderte Erdölmenge gerade dem Integral der Funktion
über dem Intervall
entspricht, kannst du folgenden Befehl auswählen:
Gib die untere Grenze 0 sowie die obere Grenze 20 an und bestätige mit EXE.
Im Zeitraum von 1990 bis 2009 werden
Tonnen Erdöl gefördert.
Einnahmen aus dem Verkauf im Jahr 2007 bestimmen
Im Jahr 2007 beträgt der Verkaufspreis 56 Euro pro Barrel Erdöl. Ein Barrel wiegt ungefähr 137 kg. Deine Aufgabe ist es, die Einnahmen im Jahr 2007 zu bestimmen.
Um diese Einnahmen zu bestimmen, kannst du wie folgt vorgehen:
dargestellt.
Die rot markierte Fläche entspricht gerade
:
Im Jahr 2007 werden also
Tonnen Erdöl gefördert.
Alternativ kannst du das Integral auch mit Hilfe des GTR bestimmen.
Wechsle in den Graph-Modus und und lass den Graphen zur Funktion
zeichnen. Da die gesamte geförderte Erdölmenge im Jahr 2007 gerade dem Integral der Funktion
über dem Intervall
entspricht, kannst du folgenden Befehl auswählen:
Gib die untere Grenze 17 sowie die obere Grenze 18 an und bestätige mit EXE.
Im Jahr 2007 werden
Tonnen Erdöl gefördert.
2. Schritt: Geförderte Menge in Barrels umrechnen
Da die Menge an gefördertem Erdöl in Barrels gemessen wird, kannst du folgende Umrechnung vornehmen:
Im Jahr 2007 werden also
Barrels an Erdöl verkauft.
3. Schritt: Einnahmen aus dem Jahr 2007 bestimmen
Im Jahr 2007 liegt der Verkaufspreis eines Barrels bei einem Preis von 56 Euro. Damit folgt:
Es werden also
Euro im Jahr 2007 durch den Verkauf des Erdöls eingenommen.
Da die zuvor betrachtete Funktion
Beachte, dass du bei einer Integration eine Integrationskonstante erhältst.
Um an dieser Stelle eine Stammfunktion von
|
In unserem Fall muss also
In der Aufgabenstellung wird nun verlangt, die gesamte Fördermenge von 1990 (Beginn) bis 2009 zu bestimmen, also die gesamte Menge, die im Intervall

G-Solve |
Um diese Einnahmen zu bestimmen, kannst du wie folgt vorgehen:
- Bestimme zunächst die geförderte Menge an Erdöl im Jahr 2007. Das Jahr 2007 wird im Schaubild durch das Intervall
dargestellt. Diese Menge entspricht dem Integral:
ist die im Jahr 2007 gewonnene Menge an Erdöl in 1.000 Tonnen. Dividiere diese Menge mit 137 kg, um die Anzahl der Barrels zu erhalten.
- Multipliziere die Anzahl der Barrels mit dem Verkaufspreis von 56 Euro, um die Einnahmen zu erhalten.


G-Solve |
c)
Begründen, warum
für einen langen Zeitraum nicht sinnvoll wäre
Die momentane Förderrate ab dem Jahr 2010 wird im Intervall
durch die Funktion
mit dem Term
modelliert. Dabei gibt die Variable
das Jahr und
die geförderte Menge an Erdöl zur Einheit 1.000 Tonnen pro Jahr an.
Begründe, warum es nicht sinnvoll wäre mittels Funktion
die Förderrate über einen größeren Zeitraum zu beschreiben.
Dazu kannst du die Funktion
für
untersuchen. Liegt beispielsweise ein Grenzwert größer Null vor, so würde das bedeuten, dass das Ölfeld nie erschöpft werden könnte, was nicht möglich ist.
Dazu kannst du die Terme
und
separat betrachten.
Das liefert dir, dass die Funktion
für
gegen den Wert
konvergiert. Das heißt, dass die momentane Förderrate nie unter diesen Wert fällt und damit, dass das Ölfeld nie erschöpft werden würde. Da das nicht möglich ist, kannst du annehmen, dass
die momentane Förderrate über einen längeren Zeitraum nicht sinnvoll modelliert.
Letztes Jahr bestimmen, in welchem die Erdölförderung wirtschaftlich ist
Laut Angaben ist die Erdölförderung nur dann wirtschaftlich, wenn innerhalb eines Kalenderjahres mindestens
Tonnen Öl gefördert wird. Bestimme das Jahr, in dem das zum Letzten mal der Fall ist.
Die Funktion
beschreibt die momentane Förderrate im Intervall
. Ihre Stammfunktion
stellt folglich die geförderte Menge an Erdöl dar.
Um also das Jahr zu bestimmen, in dem die gesamte geförderte Erdölmenge zum letzten Mal mehr als 600.000 Tonnen beträgt, kannst du folgendermaßen vorgehen:
bestimmen
Die Stammfunktion
zur Funktion
beschreibt die Menge an Erdöl, die ab 2010 bis zu einem beliebigen Zeitpunkt gefördert wird. Da die Menge von einschließlich
bis zu einem beliebigem Zeitpunkt beschrieben werden soll, entspricht die untere Grenze 20 und die obere Grenze
, da sie veränderbar sein soll. Du kannst
wie folgt bestimmen:
2. Schritt: Geförderte Erdölmenge innerhalb eines Jahres berechnen
Zuvor hast du eine Stammfunktion
bestimmt, die die gesamte geförderte Menge an Erdöl ab Beginn 2010 bis zu einem beliebigen Zeitpunkt modelliert. Die Menge an Erdöl, die innerhalb eines Kalenderjahres gefördert wird, entspricht gerade der Differenz
für
.
Einsetzen in den Term der Stammfunktion
liefert dir die Menge in 1.000 Tonnen pro Jahr:
Die geförderte Erdölmenge innerhalb eines Jahres beträgt
in 1.000 Tonnen.
3. Schritt: Letztes Jahr bestimmen, in dem die Ölförderung wirtschaftlich ist
Damit die Ölförderung wirtschaftlich ist, sollen mindestens 600.000 Tonnen Erdöl innerhalb eines Kalenderjahres gefördert werden.
Das heißt, es muss folgende Ungleichung erfüllt werden:
Diese Ungleichung kannst du nach
auflösen:
Das liefert dir, dass
gelten muss, damit die Ölförderung wirtschaftlich bleibt. Das heißt, das Kalenderjahr 2024 (entspricht 34 auf der
-Achse) ist das letzte Jahr, in dem die Ölförderung mindestens 600.000 Tonnen beträgt.
Alternativ kannst du das Jahr auch mit Hilfe des GTR bestimmen.
Interpretiere dazu den Term
und
als neue Funktionen und lass diese im Graph-Modus zeichnen.
Die Relation
ist solange erfüllt, bis der Funktionswert des ersten Terms kleiner als 600 wird. Das heißt, wir suchen den Schnittpunkt der beiden angezeigten Funktionen. Diesen erhältst du über die Befehlsfolge:
Das liefert dir, dass
gelten muss, damit die Ölförderung wirtschaftlich bleibt. Das heißt, das Kalenderjahr 2024 (entspricht 34 auf der
-Achse) ist das letzte Jahr, in dem die Ölförderung mindestens 600.000 Tonnen beträgt.
Begründe, warum es nicht sinnvoll wäre mittels Funktion
- Für
konvergiert
gegen Null.
- Für
bleibt der Term
unverändert.
Die Funktion
Um also das Jahr zu bestimmen, in dem die gesamte geförderte Erdölmenge zum letzten Mal mehr als 600.000 Tonnen beträgt, kannst du folgendermaßen vorgehen:
- Bestimme eine Stammfunktion
der Funktion
. Es gilt
.
- Berechne die gesamt geförderte Erdölmenge innerhalb eines Jahres, indem du
berechnest. Dieser Term ist abhängig von der Variablen
, die das gesuchte Jahr angibt.
- Löse die Ungleichung
nach
auf, um das gesuchte Jahr zu bestimmen.
Einsetzen in den Term der Stammfunktion
Das heißt, es muss folgende Ungleichung erfüllt werden:
Alternativ kannst du das Jahr auch mit Hilfe des GTR bestimmen.
Interpretiere dazu den Term

G-Solve |
d)
Begründen, dass
an der Stelle
differenzierbar ist
Die Funktion
setzt sich aus den zuvor betrachteten Funktionen
und
zusammen:
Deine Aufgabe ist es, zu zeigen, dass die Funktion
an der Stelle
differenzierbar ist.
Eine Funktion ist an einer Stelle
differenzierbar, wenn gilt:
überprüfen
Damit die Funktion
an der Stelle
differenzierbar ist, muss sie an dieser Stelle stetig sein:
und
an der Stelle
überein.
2. Schritt: Ableitungen an der Stelle
überprüfen
Damit die Funktion
tatsächlich differenzierbar ist, musst du weiterhin überprüfen, ob die Ableitungen der Funktionen
und
an dieser Stelle übereinstimmen.
ist an der Stelle
differenzierbar.
Entscheiden, ob
an der Stelle
zweimal differenzierbar ist
Soll die Funktion
an der Stelle
zweimal differenzierbar sein, so muss die Ableitungsfunktion der Funktion
an dieser Stelle differenzierbar sein. Analog zur Vorgehensweise vom Aufgabenteil zuvor kannst du dann annehmen, dass für zweimal differenzierbar zusätzlich gelten muss:
gilt.
Im Aufgabentext werden die folgenden Angaben gemacht:
und
an der Stelle
nicht übereinstimmen. Das heißt, dass die Funktion
an der Stelle
nicht zweimal differenzierbar ist.
Begründen, dass
an der Stelle
ein Minimum besitzt
Wie du vorher aber nachgewiesen hast, ist die Funktion
an der Stelle
nicht differenzierbar. Das heißt, du kannst die notwendige und hinreichende Bedingung für Minimalstellen nicht prüfen.
Um zu begründen, dass die Funktion
an der Stelle
ein lokales Minimum besitzt, musst du zeigen, dass
in einer Umgebung von
kleiner als alle anderen Funktionswerte von
ist.
Das kannst du nachweisen, indem du zeigst, dass
auf dem Intervall
überprüfen:
Die Funktion
wird auf dem Intervall
durch den Term der Funktion
beschrieben.
Es gilt
. Um zu zeigen, dass das einem lokalen Minimum entspricht, kannst du zeigen, dass die Funktion
monoton fallend ist.
Soll die Funktion
monoton fallend sein, so muss gelten:
Im Aufgabentext ist angegeben, dass die zweite Ableitungsfunktion durch
gegeben ist, was du ohne Nachweis annehmen darfst. Wir überprüfen nun auf monoton fallend:
Hier kannst du verwenden, dass der Term
niemals kleiner gleich Null wird. Du kannst diesen Term zur weiteren Betrachtung folglich vernachlässigen.
Das liefert dir, dass die Funktion
für
bzw. auf dem Intervall
monoton fallend ist. Das heißt, auf dem Intervall
ist sie dahingegen monoton steigend. Es ist also möglich, dass sich ein weiteres lokales Minimum auf dem gesamten Intervall
befindet.
2. Schritt:
auf dem Intervall
überprüfen:
Die Funktion
wird auf dem Intervall
durch den Term der Funktion
beschrieben.
Es gilt
. Um zu zeigen, dass das dem lokalen Minimum entspricht, kannst du zeigen, dass die Funktion
monoton steigend ist.
Soll die Funktion
monoton steigend sein, so muss gelten:
Im Aufgabentext ist angegeben, dass die zweite Ableitungsfunktion durch
gegeben ist, was du ohne Nachweis annehmen darfst. Wir überprüfen nun auf monoton steigend:
Hier kannst du verwenden, dass der Term
niemals kleiner gleich Null wird. Da der Faktor 1,8 weiterhin positiv ist, kannst du festhalten, dass die Funktion
auf dem gesamten Intervall
positiv ist. Damit ist
auf
monoton steigend.
Folglich befindet sich an
der kleinste Funktionswert.
Insgesamt folgt dann, dass sich wegen
an
ein lokales Minimum befindet.
Eine Funktion ist an einer Stelle
- Die Funktionswerte von
und
stimmen an der Stelle
überein.
- Die Ableitungen von
und
stimmen an der Stelle
überein.
- Die Funktionswerte von
und
stimmen an der Stelle
überein.
- Die Ableitungen von
und
stimmen an der Stelle
überein.
Um zu begründen, dass die Funktion
Das kannst du nachweisen, indem du zeigst, dass
monoton fallend auf dem Intervall
ist und dass
monoton steigend auf dem Intervall
ist
Es gilt
|
Es gilt
|
Folglich befindet sich an