Aufgabe 4
Aufgabenstellung
Im Folgenden betrachten wir die Entwicklung von Wolfspopulationen. Dabei beschränken wir uns ausschließlich auf die weiblichen Mitglieder einer Population, die aus Welpen (
), jungen Fähen (
) sowie ausgewachsenen Fähen (
) bestehen soll. Alle Fähen sind vermehrungsfähig. Die Welpen entwickeln sich ein Jahr nach der Geburt zu jungen Fähen und ein Jahr später zu ausgewachsenen Fähen.
Die folgende Tabelle zeigt die Verteilung einer in der Wildnis lebenden Population für die Jahre 2013 und 2014:
Tabelle
Modellhaft lässt sich die Entwicklung mit der Matrix
beschreiben:
.
Die folgende Tabelle zeigt die Verteilung einer in der Wildnis lebenden Population für die Jahre 2013 und 2014:
2013 | 2014 | |
---|---|---|
65 | 52 | |
8 | 26 | |
20 | 16 |
von: | ||||||
nach: | ||||||
a) (1) Begründe mit den Daten aus der Tabelle, dass
gilt.
(3P)
(2) Interpretiere die weiteren von Null verschiedenen Einträge in der Matrix
im Sachzusammenhang.
(4P)
b) (1) Berechne die Verteilung, die nach diesem Modell im Jahr 2015 zu erwarten ist.
(3P)
(2) Bestimme die Verteilung, die nach diesem Modell im Jahr 2012 vorgelegen hätte.
(5P)
(3) Ein Biologe behauptet, dass weniger als
% aller Welpen mindestens ein Alter von drei Jahren erreichen.
Prüfe, ob nach der obigen Modellierung mit der Matrix
die Behauptung des Biologen zutrifft.
Prüfe, ob nach der obigen Modellierung mit der Matrix
(4P)
c) Wölfe, die in einem Tierpark leben, haben andere Überlebens- und Fortpflanzungsraten. Für einen Tierpark kann die Entwicklung seiner Wolfspopulation durch die folgende Matrix
modelliert werden:
(1) Beschreibe im Sachzusammenhang die Einträge in der zweiten Spalte der Matrix
im Vergleich zu den Einträgen in der zweiten Spalte der Matrix
.
(2P)
(2) Wegen der räumlichen Beschränkung will die Tierparkleitung die Gesamtzahl der Wölfe konstant halten. Das soll durch eine strikte Geburtenkontrolle gewährleistet werden.
Zeige, dass nur für
eine von
verschiedene stationäre Verteilung existiert, d. h. eine Verteilung, die sich innerhalb eines Jahres nicht ändert.
Zeige, dass nur für
(7P)
(3) Ermittle für
die kleinstmögliche Gesamtpopulation mit
stationärer Verteilung
mit natürlichen Zahlen
und
.
stationärer Verteilung
(4P)
d) Für die Population in dem obigen Tierpark wird eine neue Modellierung gewählt: Die Entwicklungsstufe der Welpen wird mit der Überlebensrate von
% beibehalten, die Entwicklungsstufen der jungen Fähen und ausgewachsenen Fähen werden zu einer Stufe zusammengefasst. Die neue Modellierung soll durch die Matrix
mit
und
dargestellt werden. Die Population der Welpen und Fähen soll mit insgesamt 19 Tieren konstant bleiben.
mit
(1) Zeige, dass in dem neuen Modell eine stationäre Verteilung mit mehr als 10 Welpen nicht vorkommen kann.
(8P)
(2) Ermittle die Einträge
und
in der Matrix
so, dass sich eine stationäre Verteilung mit 5 Welpen und 14 Fähen ergibt.
(3P)
(3) Mit den Werten aus (2) ist
. Ein Taschenrechner liefert z. B.
.
Die Potenzen
der Matrix
streben mit wachsendem
gegen eine Matrix
.
Ermitteln Sie die exakten Werte der Einträge von
aus den Ansätzen
und
.
Die Potenzen
Ermitteln Sie die exakten Werte der Einträge von
(7P)
a)(1)
Wert für
begründen
Du sollst hier anhand der Tabelle begründen, warum für den Eintrag
der Matrix
gilt. Beachte dabei, dass
eine Übergangsmatrix ist. Der Eintrag der
-ten Zeile und
-ten Spalte einer Übergangsmatrix gibt die Übergangsrate von Altersgruppe
in Altersgruppe
an. Überlege also, welche Bedeutung der Parameter
hat und ziehe anschließend Rückschlüsse auf die Tabelle.
Die Variable
steht in der Spalte
und in Zeile
. Sie steht demnach für die Übergangsrate von
nach
, gibt also an, wie viele der Welpen sich nach einem Jahr zu jungen Fähen entwickeln. Da innerhalb dieses Jahres auch alle zuvor vorhandenen jungen Fähen ausgewachsen sind, sind alle jungen Fähen, die im Jahr 2014 vorhanden sind im Jahr 2013 Welpen gewesen. Die Übergangsrate von
nach
ergibt sich also aus dem relativen Anteil der Welpen, die überleben:
Insgesamt ergibt sich also folgende Begründung:
Da
die Übergangsrate der Welpen in die nächste Entwicklungsstufe der jungen Fähen angibt, und auch nur solche Tiere junge Fähen sind, die im Jahr zuvor Welpen waren, ergibt sich die Übergangsrate durch das Verhältnis der Anzahl an jungen Fähen im Jahr 2014 zur Anzahl der Welpen im Jahr 2013:
a) (2)
Einträge der Matrix interpretieren
In der Matrix
kommen noch 4 weitere von Null verschiedene Elemente vor. Diese sollst du im Sachzusammenhang interpretieren. Nutze dazu, wie oben, die allgemeine Bedeutung der Übergangsmatrix und die Erklärungen zum Sachzusammenhang im Einleitungstext.
Eintrag
Der Eintrag
gibt die Übergangsquote von
nach
an. Da sich ein Wolf natürlich nicht rückwärts entwickeln kann, bedeutet dies im Sachzusammenhang, dass jede junge Fähe im Schnitt
Welpen gebährt.
Eintrag
Der Eintrag
gibt die Übergangsrate von
nach
an. Das bedeutet, dass sich die Hälfte aller jungen Fähen im nächsten Jahr zu ausgewachsenen Fähen entwickeln. Da Fähen laut Aufgabenstellung nicht zwei Jahre hintereinander jung sein können, gibt diese Übergangsquote die Überlebensrate der jungen Fähen an. Insgesamt bedeutet dies, dass nach einem Jahr die Hälfte aller jungen Fähen überlebt hat und damit ausgewachsen ist.
Eintrag
Analog zum ersten Eintrag in der zweiten Spalte, gibt der erste Eintrag der dritten Spalte die Anzahl der Welpen an, die jede ausgewachsene Fähe im Schnitt pro Jahr bekommt.
Eintrag
Dieser Eintrag gibt die Übergangsquote von ausgewachsener Fähe zu ausgewachsener Fähe an. Dies entspricht der Überlebensrate der ausgewachsenen Fähen.

b)(1)
Verteilung für das nächste Jahr berechnen
Der Verteilungsvektor
, der die Verteilung der Population im
-ten Entwicklungsschritt beschreibt, lässt sich allgemein über folgende Formel berechnen:
Dabei ist
die betrachtete Übergangsmatrix.
Im vorliegenden Fall, findet pro Jahr ein Entwicklungsschritt statt. Das bedeutet, du kannst die gesuchte Verteilung für das Jahr 2015 mit Hilfe der Verteilung für 2014 berechnen. Diese kannst du aus der Tabelle ablesen.
Du kannst hier dein CAS verwenden. Den Befehl für Matrizen und Vektoren findest du unter
menu
7: Matrix und Vektor
1: Erstellen
1: Matrix
Definiere den Verteilungsvektor und die Übergangsmatrix. Dann ergibt sich insgesamt:
Im Jahr 2015 ist eine Verteilung mit
Welpen, 20,8 bzw. ca. 21 jungen Fähen und 22,6 bzw. ca. 23 ausgewachsenen Fähen zu erwarten.
b) (2)
Verteilung vom Vorjahr berechnen
In dieser Aufgabe sollst du nun eine vorherige Verteilung berechnen, anstatt einer zukünftigen. Dazu kannst du dieselbe Gleichung verwenden. Setze diesmal
ein und löse das dabei entstehende lineare Gleichungssystem für
.
kannst du aus der Tabelle ablesen:
Verwende den solve-Befehl deines CAS:
Damit gilt nun
Nach dem Modell hätte im Jahr 2012 eine Verteilung mit
Welpen,
jungen Fähen und
ausgewachsenen Fähen vorgelegen.
b) (3)
Prozentsatz berechnen
Um die Behauptung des Biologen zu überprüfen, berechne den Prozentsatz der Welpen, die ein Alter von mindestens drei Jahren erreichen mit Hilfe der Pfadmultiplikationsregel.
Im Aufgabenteil a) hast du gesehen, dass der Anteil der Welpen, die ein Alter von 1 Jahr erreichen, also zu einer jungen Fähe heranwachsen,
beträgt.
Analog dazu, beträgt der Anteil der jungen Fähen, die ein Alter von
Jahren erreichen, also zu ausgewachsenen Fähen heranwachsen,
, also
und der Anteil der ausgewachsenen Fähen, die das nächste Lebensjahr erreichen beträgt
.
Mit der Pfadmultiplikationsregel ergibt sich dementsprechend folgender Prozentsatz:
.
Nach dem angegebenen Modell mit der Matrix A erreichen durchschnittlich
aller Welpen mindestens ein Alter von
Jahren. Die Behauptung des Biologen trifft nach diesem Modell also zu.


Analog dazu, beträgt der Anteil der jungen Fähen, die ein Alter von
c)(1)
Einträge im Sachzusammenhang vergleichen
Im Aufgabenteil a) hast du bereits die Einträge der Matrix
im Sachzusammenhang beschrieben. Diese Bedeutungen treffen auch auf die Einträge der Matrix
zu, vergleiche also die Überlebens- und Geburtenraten:
Eintrag
Der erste Eintrag der dritten Zeile ist identisch. Denn auch hier können Welpen in einem Zeitschritt nicht direkt zu ausgewachsenen Fähen werden.
Eintrag
Die Überlebensrate der jungen Fähen in dem Tierpark ist mit
deutlich höher als die der jungen Fähen in freier Wildbahn mit
.
Eintrag
Auch die Überlebensrate der ausgewachsenen Fähen ist im Tierpark mit
höher als in freier Wildbahn mit
.
c) (2)
Existenz einer stationären Verteilung zeigen
Du sollst zeigen, dass nur für
eine stationäre Verteilung ungleich dem Nullvektor existiert, das heißt, eine Verteilung
, die folgende Gleichung erfüllt:
Stelle das aus dieser Gleichung resultierende lineare Gleichungssystem auf. Um dieses zu lösen, setze eine der drei Unbekannten
,
oder
gleich
und stelle die übrigen beiden in Abhängigkeit von
dar. Anschließend kannst du erkennen für welche Werte von
Lösungen existieren, sodass nicht
gilt.
Es ergibt sich folgendes Gleichungssystem:
Aus
weißt du
, setze also beispielsweise
. Dann gilt
. Eingesetzt in
ergibt sich dann:
Setzt du diese Darstellungen für
,
und
nun in
ein so erhältst du folgende Gleichung, die du nach
lösen kannst:
Die Gleichung
ist für
und beliebiges
oder auch für
und beliebiges
erfüllt.
kommt allerdings als Lösung nicht in Frage, da dann
gelten würde und diese Verteilung bereits in der Aufgabenstellung ausgeschlossen wurde.
Insgesamt lautet die gesuchte Verteilung
mit
. Diese existiert nur für
.
c) (3)
Kleinstmögliche Gesamtpopulation ermitteln
Gesucht ist hier die kleinstmögliche Gesamtpopulation mit stationärer Verteilung, die aus natürlichen Zahlen besteht. Natürliche Zahlen sind alle positiven ganzen Zahlen, also
,
,
,... also solche, die zum zählen verwendet werden.
Im vorherigen Aufgabenteil hast du berechnet, dass für jedes
eine stationäre Verteilung durch
gegeben ist.
Damit also alle drei Einträge natürliche Zahlen sind, muss insbesondere
eine natürliche Zahl sein. Zu beachten ist dann noch, dass
die kleinste natürliche Zahl
ist, sodass
eine natürliche Zahl ist. Um dieses zu finden, schreibe die Kommazahl in einen Bruch um und überlege dir für welche Faktoren der Bruch verschwindet.
Du kannst sehen, dass
mindestens
oder ein größeres Vielfaches von
sein muss um den Bruch kürzen zu können. Daraus folgt, dass die kleinste Gesamtpopulation mit stationärer Verteilung für
gegeben ist:
Die kleinste Gesamtpopulation besteht dann aus
Individuen.
Die stationäre Verteilung mit der kleinstmöglichen Gesamtpopulation mit natürlichen Zahlen, ist gegeben durch
, also mit insgesamt
Individuen.
Im vorherigen Aufgabenteil hast du berechnet, dass für jedes
Damit also alle drei Einträge natürliche Zahlen sind, muss insbesondere
d)(1)
Maximale Anzahl der Welpen nachweisen
Hier sollst du nun zeigen, dass in dem neuen Modell mit der Übergangsmatrix
und einer konstanten Gesamtpopulation von
Tieren, keine stationäre Verteilung mit mehr als
Welpen möglich ist.
Stelle dazu wieder das Gleichungssystem auf, dass sich mit einer stationären Verteilung
mit
ergibt und nutze dann die Beschränkungen für
und
, um eine Abschätzung für
zu erhalten.
Formst du nun die dritte Gleichung nach
um, so erhältst du folgendes:
Setzt du diese Abschätzung nun in die Gleichung
ein, so erhältst du folgendes:
Da mindestens
Fähen vorhanden sein müssen, dürfen damit auch nur höchstens 10 Welpen vorhanden sein.
d) (2)
Einträge der Matrix
bestimmen
Betrachte auch hier das Gleichungssystem, das sich aus der stationären Verteilung mit
Welpen und
Fähen ergibt und bestimme anhand dessen die Unbekannten
und
:
Aus der ersten Gleichung erhältst du dann:
Aus der zweiten Gleichung dementsprechend:
Eine stationäre Verteilung mit
Welpen und
Fähen ergibt sich für
und
.
d) (3)
Einträge von
berechnen
Die Einträge der Matrix
sollen über die folgenden Ansätze bestimmt werden:
und
Dabei ist
Stelle also nun alle Gleichungen auf, die sich aus den beiden Ansätzen ergeben und löse die sich daraus ergebenden linearen Gleichungssysteme.
Du kannst erkennen, dass es nur Gleichungen gibt, in denen jeweils entweder
und
oder
und
vorkommen. Du kannst die Gleichungen also so aufteilen, dass du zwei Gleichungssysteme mit jeweils drei Gleichungen erhältst:
Betrachte zunächst das Gleichungssystem mit
und
. Die erste Gleichung stellt direkt
in Abhängigkeit von
dar. Setzt du diese in
ein, so kannst du daraus eine Lösung für
berechnen und diese Lösung wiederum in
einsetzen um
zu berechnen. Anschließend musst du die Lösungen noch zur Probe in
einsetzen.
Probe:
Betrachte nun das zweite Gleichungssystem mit
und
. Hier kannst du analog vorgehen, setze also
in
ein und löse nach
auf:
Probe:
Damit lauten die exakten Einträge von
wie folgt:
Stelle dazu wieder das Gleichungssystem auf, dass sich mit einer stationären Verteilung
![]() |
![]() |
a)(1)
Wert für
begründen
Du sollst hier anhand der Tabelle begründen, warum für den Eintrag
der Matrix
gilt. Beachte dabei, dass
eine Übergangsmatrix ist. Der Eintrag der
-ten Zeile und
-ten Spalte einer Übergangsmatrix gibt die Übergangsrate von Altersgruppe
in Altersgruppe
an. Überlege also, welche Bedeutung der Parameter
hat und ziehe anschließend Rückschlüsse auf die Tabelle.
Die Variable
steht in der Spalte
und in Zeile
. Sie steht demnach für die Übergangsrate von
nach
, gibt also an, wie viele der Welpen sich nach einem Jahr zu jungen Fähen entwickeln. Da innerhalb dieses Jahres auch alle zuvor vorhandenen jungen Fähen ausgewachsen sind, sind alle jungen Fähen, die im Jahr 2014 vorhanden sind im Jahr 2013 Welpen gewesen. Die Übergangsrate von
nach
ergibt sich also aus dem relativen Anteil der Welpen, die überleben:
Insgesamt ergibt sich also folgende Begründung:
Da
die Übergangsrate der Welpen in die nächste Entwicklungsstufe der jungen Fähen angibt, und auch nur solche Tiere junge Fähen sind, die im Jahr zuvor Welpen waren, ergibt sich die Übergangsrate durch das Verhältnis der Anzahl an jungen Fähen im Jahr 2014 zur Anzahl der Welpen im Jahr 2013:
a) (2)
Einträge der Matrix interpretieren
In der Matrix
kommen noch 4 weitere von Null verschiedene Elemente vor. Diese sollst du im Sachzusammenhang interpretieren. Nutze dazu, wie oben, die allgemeine Bedeutung der Übergangsmatrix und die Erklärungen zum Sachzusammenhang im Einleitungstext.
Eintrag
Der Eintrag
gibt die Übergangsquote von
nach
an. Da sich ein Wolf natürlich nicht rückwärts entwickeln kann, bedeutet dies im Sachzusammenhang, dass jede junge Fähe im Schnitt
Welpen gebährt.
Eintrag
Der Eintrag
gibt die Übergangsrate von
nach
an. Das bedeutet, dass sich die Hälfte aller jungen Fähen im nächsten Jahr zu ausgewachsenen Fähen entwickeln. Da Fähen laut Aufgabenstellung nicht zwei Jahre hintereinander jung sein können, gibt diese Übergangsquote die Überlebensrate der jungen Fähen an. Insgesamt bedeutet dies, dass nach einem Jahr die Hälfte aller jungen Fähen überlebt hat und damit ausgewachsen ist.
Eintrag
Analog zum ersten Eintrag in der zweiten Spalte, gibt der erste Eintrag der dritten Spalte die Anzahl der Welpen an, die jede ausgewachsene Fähe im Schnitt pro Jahr bekommt.
Eintrag
Dieser Eintrag gibt die Übergangsquote von ausgewachsener Fähe zu ausgewachsener Fähe an. Dies entspricht der Überlebensrate der ausgewachsenen Fähen.

b)(1)
Verteilung für das nächste Jahr berechnen
Der Verteilungsvektor
, der die Verteilung der Population im
-ten Entwicklungsschritt beschreibt, lässt sich allgemein über folgende Formel berechnen:
Dabei ist
die betrachtete Übergangsmatrix.
Im vorliegenden Fall, findet pro Jahr ein Entwicklungsschritt statt. Das bedeutet, du kannst die gesuchte Verteilung für das Jahr 2015 mit Hilfe der Verteilung für 2014 berechnen. Diese kannst du aus der Tabelle ablesen.
Du kannst hier dein CAS verwenden. Die Befehle für Matrizen und Vektoren findest du unter
keyboard
2D
Calc
Definiere den Verteilungsvektor und die Übergangsmatrix. Dann ergibt sich insgesamt:
Im Jahr 2015 ist eine Verteilung mit
Welpen, 20,8 bzw. ca. 21 jungen Fähen und 22,6 bzw. ca. 23 ausgewachsenen Fähen zu erwarten.
b) (2)
Verteilung vom Vorjahr berechnen
In dieser Aufgabe sollst du nun eine vorherige Verteilung berechnen, anstatt einer zukünftigen. Dazu kannst du dieselbe Gleichung verwenden. Setze diesmal
ein und löse das dabei entstehende lineare Gleichungssystem für
.
kannst du aus der Tabelle ablesen:
Verwende den solve-Befehl deines CAS:
Damit gilt nun
Nach dem Modell hätte im Jahr 2012 eine Verteilung mit
Welpen,
jungen Fähen und
ausgewachsenen Fähen vorgelegen.
b) (3)
Prozentsatz berechnen
Um die Behauptung des Biologen zu überprüfen, berechne den Prozentsatz der Welpen, die ein Alter von mindestens drei Jahren erreichen mit Hilfe der Pfadmultiplikationsregel.
Im Aufgabenteil a) hast du gesehen, dass der Anteil der Welpen, die ein Alter von 1 Jahr erreichen, also zu einer jungen Fähe heranwachsen,
beträgt.
Analog dazu, beträgt der Anteil der jungen Fähen, die ein Alter von
Jahren erreichen, also zu ausgewachsenen Fähen heranwachsen,
, also
und der Anteil der ausgewachsenen Fähen, die das nächste Lebensjahr erreichen beträgt
.
Mit der Pfadmultiplikationsregel ergibt sich dementsprechend folgender Prozentsatz:
.
Nach dem angegebenen Modell mit der Matrix A erreichen durchschnittlich
aller Welpen mindestens ein Alter von
Jahren. Die Behauptung des Biologen trifft nach diesem Modell also zu.


Analog dazu, beträgt der Anteil der jungen Fähen, die ein Alter von
c)(1)
Einträge im Sachzusammenhang vergleichen
Im Aufgabenteil a) hast du bereits die Einträge der Matrix
im Sachzusammenhang beschrieben. Diese Bedeutungen treffen auch auf die Einträge der Matrix
zu, vergleiche also die Überlebens- und Geburtenraten:
Eintrag
Der erste Eintrag der dritten Zeile ist identisch. Denn auch hier können Welpen in einem Zeitschritt nicht direkt zu ausgewachsenen Fähen werden.
Eintrag
Die Überlebensrate der jungen Fähen in dem Tierpark ist mit
deutlich höher als die der jungen Fähen in freier Wildbahn mit
.
Eintrag
Auch die Überlebensrate der ausgewachsenen Fähen ist im Tierpark mit
höher als in freier Wildbahn mit
.
c) (2)
Existenz einer stationären Verteilung zeigen
Du sollst zeigen, dass nur für
eine stationäre Verteilung ungleich dem Nullvektor existiert, das heißt, eine Verteilung
, die folgende Gleichung erfüllt:
Stelle das aus dieser Gleichung resultierende lineare Gleichungssystem auf. Um dieses zu lösen, setze eine der drei Unbekannten
,
oder
gleich
und stelle die übrigen beiden in Abhängigkeit von
dar. Anschließend kannst du erkennen für welche Werte von
Lösungen existieren, sodass nicht
gilt.
Es ergibt sich folgendes Gleichungssystem:
Aus
weißt du
, setze also beispielsweise
. Dann gilt
. Eingesetzt in
ergibt sich dann:
Setzt du diese Darstellungen für
,
und
nun in
ein so erhältst du folgende Gleichung, die du nach
lösen kannst:
Die Gleichung
ist für
und beliebiges
oder auch für
und beliebiges
erfüllt.
kommt allerdings als Lösung nicht in Frage, da dann
gelten würde und diese Verteilung bereits in der Aufgabenstellung ausgeschlossen wurde.
Insgesamt lautet die gesuchte Verteilung
mit
. Diese existiert nur für
.
c) (3)
Kleinstmögliche Gesamtpopulation ermitteln
Gesucht ist hier die kleinstmögliche Gesamtpopulation mit stationärer Verteilung, die aus natürlichen Zahlen besteht. Natürliche Zahlen sind alle positiven ganzen Zahlen, also
,
,
,... also solche, die zum zählen verwendet werden.
Im vorherigen Aufgabenteil hast du berechnet, dass für jedes
eine stationäre Verteilung durch
gegeben ist.
Damit also alle drei Einträge natürliche Zahlen sind, muss insbesondere
eine natürliche Zahl sein. Zu beachten ist dann noch, dass
die kleinste natürliche Zahl
ist, sodass
eine natürliche Zahl ist. Um dieses zu finden, schreibe die Kommazahl in einen Bruch um und überlege dir für welche Faktoren der Bruch verschwindet.
Du kannst sehen, dass
mindestens
oder ein größeres Vielfaches von
sein muss um den Bruch kürzen zu können. Daraus folgt, dass die kleinste Gesamtpopulation mit stationärer Verteilung für
gegeben ist:
Die kleinste Gesamtpopulation besteht dann aus
Individuen.
Die stationäre Verteilung mit der kleinstmöglichen Gesamtpopulation mit natürlichen Zahlen, ist gegeben durch
, also mit insgesamt
Individuen.
Im vorherigen Aufgabenteil hast du berechnet, dass für jedes
Damit also alle drei Einträge natürliche Zahlen sind, muss insbesondere
d)(1)
Maximale Anzahl der Welpen nachweisen
Hier sollst du nun zeigen, dass in dem neuen Modell mit der Übergangsmatrix
und einer konstanten Gesamtpopulation von
Tieren, keine stationäre Verteilung mit mehr als
Welpen möglich ist.
Stelle dazu wieder das Gleichungssystem auf, dass sich mit einer stationären Verteilung
mit
ergibt und nutze dann die Beschränkungen für
und
, um eine Abschätzung für
zu erhalten.
Formst du nun die dritte Gleichung nach
um, so erhältst du folgendes:
Setzt du diese Abschätzung nun in die Gleichung
ein, so erhältst du folgendes:
Da mindestens
Fähen vorhanden sein müssen, dürfen damit auch nur höchstens 10 Welpen vorhanden sein.
d) (2)
Einträge der Matrix
bestimmen
Betrachte auch hier das Gleichungssystem, das sich aus der stationären Verteilung mit
Welpen und
Fähen ergibt und bestimme anhand dessen die Unbekannten
und
:
Aus der ersten Gleichung erhältst du dann:
Aus der zweiten Gleichung dementsprechend:
Eine stationäre Verteilung mit
Welpen und
Fähen ergibt sich für
und
.
d) (3)
Einträge von
berechnen
Die Einträge der Matrix
sollen über die folgenden Ansätze bestimmt werden:
und
Dabei ist
Stelle also nun alle Gleichungen auf, die sich aus den beiden Ansätzen ergeben und löse die sich daraus ergebenden linearen Gleichungssysteme.
Du kannst erkennen, dass es nur Gleichungen gibt, in denen jeweils entweder
und
oder
und
vorkommen. Du kannst die Gleichungen also so aufteilen, dass du zwei Gleichungssysteme mit jeweils drei Gleichungen erhältst:
Betrachte zunächst das Gleichungssystem mit
und
. Die erste Gleichung stellt direkt
in Abhängigkeit von
dar. Setzt du diese in
ein, so kannst du daraus eine Lösung für
berechnen und diese Lösung wiederum in
einsetzen um
zu berechnen. Anschließend musst du die Lösungen noch zur Probe in
einsetzen.
Probe:
Betrachte nun das zweite Gleichungssystem mit
und
. Hier kannst du analog vorgehen, setze also
in
ein und löse nach
auf:
Probe:
Damit lauten die exakten Einträge von
wie folgt:
Stelle dazu wieder das Gleichungssystem auf, dass sich mit einer stationären Verteilung
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