Aufgabe 4
Die Firma „Schraubenwind“ stellt Schrauben und Muttern für den Bau von Windkraftanlagen her. Wegen der extremen Belastung werden besondere Anforderungen an diese Verbindungselemente gestellt. Eine hochwertige Schraube zeichnet sich durch die Qualität des Schraubenkörpers und die Qualität der anschließenden Beschichtung aus.
der Schrauben fehlerhaft die Produktion verlassen. Im Folgenden wird modellhaft davon ausgegangen, dass die Anzahl an fehlerhaften Schrauben in der Produktion binomialverteilt mit
ist.
a)
Bei der Produktion entstehen immer wieder Schrauben, die nicht den Qualitätsansprüchen von „Schraubenwind“ genügen.
der Schrauben weisen einen fehlerfreien Schraubenkörper auf. Von den Schrauben mit fehlerfreiem Schraubenkörper haben
eine fehlerhafte Beschichtung. Von den Schrauben mit fehlerhaftem Schraubenkörper haben
eine fehlerhafte Beschichtung.
Im Folgenden gilt eine Schraube als fehlerfrei, wenn sowohl der Schraubenkörper als auch die Beschichtung fehlerfrei sind. Qualitätskontrollen bei der Firma „Schraubenwind“ zeigen, dass im Durchschnitt
(1)
Stelle den beschriebenen Sachzusammenhang im folgenden Baumdiagramm dar.

(2)
Die Beschichtung einer zufällig ausgewählten Schraube ist fehlerhaft.
Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass diese Schraube einen fehlerhaften Schraubenkörper aufweist.
Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass diese Schraube einen fehlerhaften Schraubenkörper aufweist.
(2 + 3 Punkte)
b)
(1)
In einer Untersuchung werden
Schrauben zufällig der Produktion entnommen.
Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass unter diesen Schrauben genau
Schrauben fehlerhaft sind.
Bestimme die Wahrscheinlichkeit, dass unter diesen Schrauben genau
(2)
Ermittle, wie viele Schrauben mindestens entnommen werden müssen, damit mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens
mindestens
dieser Schrauben fehlerfrei sind.
(2 + 3 Punkte)
c)
„Wind 24“, ein Hersteller von Windkraftanlagen, benötigt
fehlerfreie Schrauben. „Wind 24“ gibt bei der Firma „Schraubenwind“ eine Bestellung auf.
(1)
Ermittle, wie viele Schrauben mindestens produziert werden müssen, damit der Erwartungswert für fehlerfreie Schrauben in dieser Produktion mindestens
beträgt.
(2)
Es werden
Schrauben produziert.
Ermittle die Wahrscheinlichkeit, dass die Anzahl an fehlerfreien Schrauben in dieser Produktion für den Bedarf von „Wind 24“ ausreicht.
Ermittle die Wahrscheinlichkeit, dass die Anzahl an fehlerfreien Schrauben in dieser Produktion für den Bedarf von „Wind 24“ ausreicht.
(2 + 2 Punkte)
d)
„Wind 24“ beschwert sich bei „Schraubenwind“. Die Qualität der gelieferten Schrauben habe stark nachgelassen: Ca.
der gelieferten Schrauben seien fehlerhaft. „Schraubenwind“ entscheidet sich, dem Vorwurf nachzugehen. Es werden
Schrauben zufällig der laufenden Produktion entnommen und auf ihre Qualität hin untersucht. „Wind 24“ ist der wichtigste Kunde von „Schraubenwind“. Die Firmenleitung will daher die Wahrscheinlichkeit, dass sie die Beschwerde von „Wind 24“ zurückweist, obwohl die Schrauben tatsächlich eine Fehlerquote von
aufweisen, begrenzen. Sie führt dazu einen Hypothesentest auf einem Signifikanzniveau von
durch.
(1)
Bestimme eine Entscheidungsregel für den obigen Hypothesentest.
(2)
Ermittle die Wahrscheinlichkeit, dass die Firmenleitung die Beschwerde von „Wind 24“ nicht zurückweist, falls der Produktionsprozess nach wie vor nur eine Fehlerquote von
aufweist.
(3 + 2 Punkte)
e)
„Schraubenwind“ stellt noch einen zweiten Schraubentyp her. Die Schichtdicke (gemessen in
) einer zufällig ausgewählten Schraube dieses Typs lässt sich näherungsweise durch eine Normalverteilung mit
und
(beides in
) beschreiben.
(1)
Ermittle die Wahrscheinlichkeit, dass die Schichtdicke (in
) einer zufällig ausgewählten Schraube zwischen
und
liegt.
(2)
Zu einer Normalverteilung mit der Dichtefunktion
bezeichnet man die Funktion
mit
Verteilungsfunktion.
In Abbildung 1 auf der folgenden Seite ist die Dichtefunktion einer Normalverteilung dargestellt, in Abbildung 2 ist die Verteilungsfunktion einer anderen Normalverteilung dargestellt.
Entscheide für beide Abbildungen jeweils begründet, ob es sich um eine Normalverteilung mit den Parametern
und
handeln kann.

Abbildung 1

Abbildung 2
(2 + 4 Punkte)
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a)
(1)
K+: Schraubenkörper fehlerfrei
K-: Schraubenkörper fehlerhaft
B+: Beschichtung fehlerfrei
B-: Beschichtung fehlerhaft
K-: Schraubenkörper fehlerhaft
B+: Beschichtung fehlerfrei
B-: Beschichtung fehlerhaft

(2)
Falls eine (zufällig gewählte) Schraube eine fehlerhafte Beschichtung aufweist, beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass der Schraubenkörper fehlerhaft ist
b)
(1)
(2)
c)
(1)
Für den Erwartungswert gilt:
Es müssen also mindestens 5236 Schrauben produziert werden, damit der Erwartungswert für fehlerfreie Schrauben mindestens 5000 beträgt.
(2)
Binomialverteilung mit
und
anwenden:
Wenn
Schrauben produziert werden, beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass die Anzahl an fehlerfreien Schrauben in dieser Produktion für den Bedarf von „Wind 24“ ausreicht, ca.
.
d)
(1)
Kleine Anzahlen an fehlerhaften Schrauben sprechen gegen eine erhöhte Fehlerquote, weshalb linksseitig getestet wird.
Es gilt:
Da das Signifikansniveau mit
zwischen
und
liegt, lautet die Entscheidungsregel:
„Weise den Vorwurf von „Wind 24“ zurück, wenn
oder weniger fehlerhafte Schrauben unter den
untersuchten Schrauben sind.“
(2)
e)
(1)
Gegeben ist eine Normalverteilung mit
und
Es gilt:
Die Wahrscheinlichkeit, dass die Schichtdicke einer Schraube in dem geforderten Intervall liegt, beträgt somit ca.
(2)
Zu Abbildung 1:
Der Erwartungswert passt: Die Maximalstelle des Graphen ist
Bei einer Standardabweichung von
gilt:
Aber es ist deutlich erkennbar, dass außerhalb des Intervalls
erhebliche Flächenteile übrig bleiben. Der Graph passt also nicht zu den gegebenen Parametern.
Zu Abbildung 2:
Der Erwartungswert passt:
wird an der Stelle
angenommen. Bei einer Standardabweichung von
werden Werte innerhalb des Intervalls
mit einer Wahrscheinlichkeit von ca.
angenommen. Werte im Intervall
haben damit eine Wahrscheinlichkeit von ca.
. An der Stelle
beträgt der
-Wert ca.
. Der Graph passt daher zu den gegebenen Parametern.
Der Erwartungswert passt: Die Maximalstelle des Graphen ist
Der Erwartungswert passt: