Aufgabe 5
In Deutschland liegt bei
der Bevölkerung eine Glutenunverträglichkeit vor. Die betroffenen Personen reagieren auf den Verzehr von bestimmten Getreidesorten mit körperlichen Beschwerden. Ob eine Glutenunverträglichkeit vorliegt oder nicht, kann mithilfe eines Schnelltests diagnostiziert werden. Zeigt das Ergebnis dieses Tests die Glutenunverträglichkeit an, so bezeichnet man es als positiv.
a)
Liegt bei einer Person eine Glutenunverträglichkeit vor, so ist das Testergebnis mit einer Wahrscheinlichkeit von
positiv. Liegt bei einer Person keine Glutenunverträglichkeit vor, so beträgt die Wahrscheinlichkeit dafür, dass das Testergebnis dennoch positiv ist,
Bei einer Person, die aus der Bevölkerung Deutschlands zufällig ausgewählt wurde, wird der Test durchgeführt.
(1)
Erstelle zu dem beschriebenen Sachverhalt ein beschriftetes Baumdiagramm.
(4 BE)
(2)
Ermittle für folgende Ereignisse jeweils die Wahrscheinlichkeit:
A:
„Bei der Person liegt eine Glutenunverträglichkeit vor und das Testergebnis ist positiv.“
B:
„Das Testergebnis ist negativ.“
(4 BE)
(3)
Ermittle die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine Glutenunverträglichkeit vorliegt, wenn das Testergebnis positiv ist.
(4 BE)
b)
Im Rahmen einer Studie sollen aus der Bevölkerung Deutschlands
Personen zufällig ausgewählt werden. Die Zufallsgröße
gibt die Anzahl der ausgewählten Personen an, bei denen eine Glutenunverträglichkeit vorliegt.
(1)
Erläutere, warum das Modell der binomialverteilten Zufallsgröße zur Berechnung von Wahrscheinlichkeiten hier geeignet ist.
(3 BE)
(2)
Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Anzahl der ausgewählten Personen, bei denen eine Glutenunverträglichkeit vorliegt, um mehr als
vom Erwartungswert von
abweicht.
(5 BE)
c)
Der Test wird mithilfe eines Teststreifens durchgeführt, auf dem eine Substanz als Indikator aufgebracht ist. Ist die Indikatormenge auf einem Teststreifen zu gering, so ist dieser unbrauchbar.
Der Hersteller der Teststreifen verfolgt das Ziel, dass höchstens
der hergestellten Teststreifen unbrauchbar sind, und führt deshalb regelmäßig eine Qualitätskontrolle durch. Dazu wird der laufenden Produktion eine Stichprobe von
Teststreifen entnommen. Nur wenn sich darunter mindestens
unbrauchbare Teststreifen befinden, entscheidet man sich dafür, das Herstellungsverfahren zu verbessern.
Der Hersteller der Teststreifen verfolgt das Ziel, dass höchstens
(1)
Beschreibe, welche Fehlentscheidungen bei dieser Qualitätskontrolle auftreten können.
(4 BE)
(2)
Bestimme, wie hoch die Fehlerwahrscheinlichkeit höchstens ist, dass der Hersteller sich aufgrund seiner Entscheidungsregel irrtümlich um eine Verbesserung des Herstellungsverfahrens bemüht.
[Zur Kontrolle:
]
[Zur Kontrolle:
(3 BE)
(3)
Der Hersteller entschließt sich, die Kontrolle künftig mit einer größeren Stichprobe von
Teststreifen durchzuführen. Die Wahrscheinlichkeit für eine unnötige Verbesserung des Herstellungsverfahrens soll durch diese Änderung nur noch ein Drittel der ursprünglichen Wahrscheinlichkeit für eine unnötige Verbesserung des Verfahrens betragen.
Ermittle, wie groß die Anzahl unbrauchbarer Teststreifen, ab der man sich dafür entscheidet, das Herstellungsverfahren zu verbessern, nun mindestens sein muss.
Ermittle, wie groß die Anzahl unbrauchbarer Teststreifen, ab der man sich dafür entscheidet, das Herstellungsverfahren zu verbessern, nun mindestens sein muss.
(4 BE)
(4)
Von einer früheren Qualitätskontrolle mit nicht mehr bekanntem Stichprobenumfang weiß man, dass der Erwartungswert für die binomialverteilte Anzahl unbrauchbarer Teststreifen bei
und die Standardabweichung bei
lag.
Bestimme, wie groß die Wahrscheinlichkeit für einen unbrauchbaren Teststreifen und der Stichprobenumfang bei dieser Qualitätskontrolle waren.
Bestimme, wie groß die Wahrscheinlichkeit für einen unbrauchbaren Teststreifen und der Stichprobenumfang bei dieser Qualitätskontrolle waren.
(3 BE)
d)
Die Indikatormenge auf den Teststreifen ist normalverteilt mit einem Erwartungswert von
und einer Standardabweichung von
Ein Teststreifen ist unbrauchbar, wenn die Indikatormenge auf dem Teststreifen kleiner als
ist.
(1)
Bestimme die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein Teststreifen unbrauchbar ist.
[Zur Kontrolle:
]
[Zur Kontrolle:
(3 BE)
(2)
Durch eine Verbesserung konnte die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein zufällig ausgewählter Teststreifen aufgrund der Indikatormenge unbrauchbar ist, halbiert werden. Der Erwartungswert für die Indikatormenge blieb dabei unverändert.
Bestimme die geänderte Standardabweichung auf eine Nachkommastelle genau.
Bestimme die geänderte Standardabweichung auf eine Nachkommastelle genau.
(3 BE)
a)
(1)
Es liegt eine Glutenunverträglichkeit vor
Es liegt keine Glutenunverträglichkeit vor
Der Test liefert ein positives Ergebnis.
Der Test liefert ein negatives Ergebnis.

(2)
(3)
b)
(1)
Der Anteil der Bevölkerung mit
Zudem gibt es pro Person in der Studie nur zwei mögliche Ergebnisse, entweder es liegt eine Glutenunverträglichkeit vor oder nicht. Die Binomialverteilung ist also geeignet.
(2)
Die Wahrscheinlichkeit ergibt sich mithilfe des CAS zu:
c)
(1)
(2)
Der beschriebene Fehler tritt auf, wenn
(3)
Mit dem Tabellen-Menü des CAS erhält man:
Es ist also
also
(4)
Entsprechend der Binomialverteilung können der Erwartungswert und die Standardabweichung wie folgt berechnet werden:
d)
(1)
Betrachtet wird die Zufallsvariable
die die Indikatormenge auf den Teststreifen beschreibt. Diese ist laut Aufgabenstellung normalverteilt mit
und
Mit dem CAS und der kumulierten Normalverteilung ergibt sich:
Mit einer Wahrscheinlichkeit von ca.
ist ein Teststreifen unbrauchbar.
(2)
Betrachtet wird nun die Zufallsvariable
für unbekanntes
Es wird nun gefordert
Mithilfe des Tabellen-Menüs des CAS ergeben sich folgende Werte:
Es wird nun gefordert
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a)
(1)
Es liegt eine Glutenunverträglichkeit vor
Es liegt keine Glutenunverträglichkeit vor
Der Test liefert ein positives Ergebnis.
Der Test liefert ein negatives Ergebnis.

(2)
(3)
b)
(1)
Der Anteil der Bevölkerung mit
Zudem gibt es pro Person in der Studie nur zwei mögliche Ergebnisse, entweder es liegt eine Glutenunverträglichkeit vor oder nicht. Die Binomialverteilung ist also geeignet.
(2)
Die Wahrscheinlichkeit ergibt sich mithilfe des CAS zu:
c)
(1)
(2)
Der beschriebene Fehler tritt auf, wenn
(3)
Gesucht ist nun
sodass die Wahrscheinlichkeit
ca.
beträgt.
Mit dem Tabellen-Menü des CAS erhält man:
Es ist also
also

(4)
Entsprechend der Binomialverteilung können der Erwartungswert und die Standardabweichung wie folgt berechnet werden:
d)
(1)
Betrachtet wird die Zufallsvariable
die die Indikatormenge auf den Teststreifen beschreibt. Diese ist laut Aufgabenstellung normalverteilt mit
und
Mit dem CAS und der kumulierten Normalverteilung ergibt sich:
Mit einer Wahrscheinlichkeit von ca.
ist ein Teststreifen unbrauchbar.
(2)
Betrachtet wird nun die Zufallsvariable
für unbekanntes
Es wird nun gefordert
Mithilfe des Tabellen-Menüs des CAS ergeben sich folgende Werte:
Für
halbiert sich die Wahrscheinlichkeit für einen unbrauchbaren Teststreifen also.
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