Aufgabe 2
In einem Skatepark soll ein neuer Teilabschnitt gebaut werden. Der Entwurf des Architekten für den Längsschnitt des Abschnitts ist in Abbildung 1 zu sehen.
Der Abschnitt soll aus vier Betonelementen mit senkrechten Seitenwänden zusammengesetzt werden. Die äußeren Elemente
und
sind quaderförmig, für die beiden mittleren Elemente
und
werden die in Abbildung 1 dargestellten oberen Randlinien durch zwei ganzrationale Funktionen
und
modelliert (Abbildung 2). Die in Abbildung 1 dargestellten unteren Randlinien aller vier Elemente werden durch die
-Achse modelliert. Außer beim Übergang von
zu
sollen die dargestellten oberen Randlinien der Elemente „knickfrei“ ineinander übergehen, um ein störungsfreies Fahren zu gewährleisten.
Zur Modellierung der oberen Randlinie von Element
verwendet das Architekturbüro für
die Funktion
mit
Dabei entspricht eine Längeneinheit im Koordinatensystem
in der Realität.
Die vier Betonelemente der Skatebahn werden aus einem belastbaren Spezialbeton gegossen. Die Materialkosten hierfür betragen
pro
Die Skatebahn hat überall eine Breite von
soll durch eine ganzrationale Funktion
zweiten Grades modelliert werden, deren Graph im Punkt
sowohl im Funktionswert als auch in der Steigung mit dem Graphen von
übereinstimmt (siehe Abbildung 2). Dabei soll der tiefste Punkt der oberen Randlinie von
in
horizontaler Entfernung vom Punkt
liegen.
die Gleichung

Abbildung 1

Abbildung 2
a)
(1)
Begründe, dass
für alle
gilt, und interpretiere dies geometrisch.
(2)
Ermittle rechnerisch den Höhenunterschied zwischen dem höchsten und tiefsten Punkt der Skatebahn im Bereich von
(3)
Zeige, dass die obere Randlinie von Element
knickfrei an die obere Randlinie des quaderförmigen Elements
anschließt.
(4)
Aus Sicherheitsgründen soll an der steilsten Stelle der Bahn der Betrag der Steigung höchstens
sein.
Zeige, dass diese Vorgabe beim Element
eingehalten wird.
Zeige, dass diese Vorgabe beim Element
(2 + 4 + 2 + 3 Punkte)
b)
Ermittle die Materialkosten für das Element
Die obere Randlinie von Element
(3 Punkte)
c)
Ermittle eine Gleichung der Funktion
Verwende im Folgenden für die Modellierung von
(5 Punkte)
d)
(1)
Für
werden in einem ersten Entwurf zunächst Materialkosten von
veranschlagt.
.
(i)
Stelle eine Gleichung auf, mit der die Länge
des Elements
so berechnet werden kann, dass die Materialkosten
betragen.
Als Lösung der Gleichung ergibt sich eine Länge von
(ii)
Bestimme die daraus resultierenden Materialkosten für
bei einer feststehenden Länge von
für
[Kontrolllösung: Die Materialkosten für
betragen ungefähr
]
[Kontrolllösung: Die Materialkosten für
(2)
Dem Architekturbüro wird mitgeteilt, dass für die beiden Elemente
und
nur Materialkosten von zusammen
entstehen dürfen.
(i)
Berechne, um wie viel Prozent die Materialkosten beim ersten Entwurf über dieser Vorgabe liegen.
(ii)
In einem neuen Entwurf wird daher die Länge von Element
verändert. Die Länge von Element
soll weiterhin
betragen.
Stelle eine Gleichung auf, mit der die neue Länge
von Element
so berechnet werden kann, dass die Materialkosten von
und
zusammen genau
betragen.
[Hinweis: Die Gleichung muss nicht gelöst werden.]
Stelle eine Gleichung auf, mit der die neue Länge
[Hinweis: Die Gleichung muss nicht gelöst werden.]
(4 + 4 Punkte)
e)
Der Abschnitt
wird schließlich mit einer Länge von
gebaut.
Eine Kamera soll in einer Höhe von
über der unteren Randlinie von
befestigt werden, um die Fahrten der Skater auf
zu filmen. Die Position der Kamera wird vereinfacht durch den Punkt
dargestellt.
Eine Kamera soll in einer Höhe von
(1)
Ermittle den Wert von
für den die Punkte
und
gleich weit von
entfernt sind.
(2)
Bestimme die minimale Entfernung des Punktes
vom Graphen von
(4 + 4 Punkte)
f)
In einem anderen Skatepark soll der Abschnitt
vergleichbar gebaut werden, allerdings soll der Streckenverlauf in diesem Abschnitt steiler sein. Zur Modellierung dient hier eine Funktion
mit
mit
(1)
Zeige, dass
gilt, und begründe, dass für jedes
die Lage und Art der Extemstellen von
mit der Lage und Art der Extremstellen von
übereinstimmen.
(2)
Ermittle den Wert von
bei dem diese Bahn im Abschnitt
an der Stelle
die Steigung
hat.
(3 + 2 Punkte)
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a)
(1)
Da
eine ganzrationale Funktion mit ausschließlich geraden Exponenten ist, gilt
. Hieraus folgt ebenfalls, dass der Graph von
achsensymmetrisch zur
-Achse ist.
(2)
Es werden die globalen Extremstellen der Funktion von
gesucht. Diese sind entweder die Randstellen des Intervalls oder eventuelle Extrema im Intervall.
1. Schritt: Randwerte von
berechnen
2. Schritt: Extrema bestimmen
Die Ableitung von
ist
Mit dem Satz vom Nullprodukt folgt:
und
3. Schritt: Höhenunterschied bestimmen
Der niedrigste Funktionswert von
im gegebenen Intervall ist somit
und der höchste
. Der Höhenunterschied beträgt somit
(3)
Die obere Randlinie von
ist waagerecht, hat also die Steigung Null. Die obere Randlinie von
folgt dem Verlauf des Graphen von
, welcher bei
wie in Aufgabenteil (2) gezeigt eine Extremstelle hat. Somit ist die Steigung der oberen Randlinie von
an der Stelle
ebenfalls Null. Da
mit der Höhe von
übereinstimmt, schließen die beiden Randlinien also knickfrei aneinander an.
(4)
Mit dem CAS werden die Koordinaten des Hoch- und Tiefpunktes des Graphen von
in
bestimmt.
Die steilste Stelle der Bahn liegt folglich bei
. Mit
wird die Vorgabe eingehalten.
b)
1. Schritt: Volumen berechnen
Das Volumen ergibt sich aus der Breite multipliziert mit dem Flächeninhalt des Elements E2 .
Somit beträgt das Volumen
2. Schritt: Materialkosten berechnen
c)
Die allgemeine Gleichung für eine Funktion zweiten Grades lautet:
. Somit lautet ihre erste Ableitung:
.
Es gilt:
Somit lautet die Funktionsgleichung:
d)
(1)
(i)
(ii)
Die Höhe
des Quaders ist gleich der Höhe von
an ihrem Berührpunkt.
Die Materialkosten für den Quader
betragen somit:
(2)
(i)
Die Materialkosten von
und
beim ersten Entwurf betragen insgesamt
Somit liegen die Kosten
über der Vorgabe.
(ii)
Mithilfe des Ergebnisses aus Teilaufgabe (1) ergibt sich die Gleichung als:
e)
(1)
Mit dem Solve-Befehl des CAS ergibt sich
(2)
Für die Entfernung
des Punktes
zu einem Punkt
des Graphen von
gilt:
Der CAS liefert im Intervall
den absoluten Tiefpunkt
des Graphen von
.
Somit ist die minimale Entfernung des Punktes
vom Graphen der Funktion
ungefähr
f)
(1)
Die erste Ableitung von
ist:
Da der Graph von
durch eine Streckung in
-Richtung mit einem positiven Streckfaktor
aus dem Graphen von
hervorgeht, stimmen die Lage und die Art der Extremstellen von
und
überein.
(2)